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Der Standard - Österreich | Mittwoch, 8. Februar 2012

Merkozys Panik vor Hollande

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt, Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy im Kampf um seine Wiederwahl bei mehreren Wahlkampfauftritten zu unterstützen. Merkels Lobbying verwundert nicht, weil Sarkozys Wiederwahl in ihrem eigenen Interesse liegt, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Ein Affront ist, dass sie als Kanzlerin nicht bereit ist, den Gegenkandidaten (den Sozialisten François Hollande) in Berlin auch nur kurz zu empfangen, wie das immer üblich war. Fast ungustiös war aber, wie die beiden die Griechenlandkrise für konservative Slogans aktuell instrumentalisierten. Die Parteifreunde Merkel und der ihr zu Füßen liegende Sarkozy ... müssen wohl Panik haben, wenn sie zu solchen Mitteln greifen. Die Kanzlerin fürchtet, dass es mit ihrem Spardiktat für Europa vorbei ist, sollte ab Mai in Paris Hollande regieren. Die Sache hat aber auch eine interessante neue Seite: Europäische Politik ist definitiv Innenpolitik geworden, und umgekehrt - nun auch auf höchster machtpolitischer Ebene."

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