Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 8. Februar 2012
Arié Malz fordert mehr Einsatz für eine supranationale Weltordnung
Die neue, multipolare Weltordnung mit mehreren Machtzentren ist in ihrer jetzigen Form noch nicht tragfähig, meint der Verteidigungsexperte Arié Malz in der liberal-konservativen Neuen Zürcher Zeitung: "Der von Russland, China und Indien verlangte Wechsel von einer unipolaren zu einer polyzentrischen Welt ist Realität geworden, ohne dass sich dabei ein tragfähiges System herausgebildet hätte. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Finanzmärkte, die in immer kürzeren Abständen von einer Krise in die nächste schlittern. Bisher hat das pragmatische Handeln der Beteiligten allen unmittelbaren Krisen den Geschmack der Katastrophe genommen. Schleichende Risiken dagegen wie zum Beispiel die Klimafrage oder die Welternährung nimmt man bewusst in Kauf, und ihre Bewältigung wird vertagt. Daher wäre es kurzsichtig, diese Realität des pragmatischen Handelns zum erfolgreichen Konzept zu erheben. Das Ringen um ein tragfähiges supranationales Gebilde für das 21. Jahrhundert muss weitergehen. Doch vorderhand sind nicht einmal die Umrisse eines solchen Systems erkennbar."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Weltanschauung, » Politik, » Gesellschaft, » Global
Alle verfügbaren Texte von » Arié Malz
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 8. Februar 2012