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Népszabadság - Ungarn | Mittwoch, 8. Februar 2012

Ungarn auf Schmusekurs mit Deutschland

Die rechtskonservative Regierung von Viktor Orbán hat in den vergangenen Tagen gegenüber Deutschland eine Charme-Offensive gestartet. Die neuen Töne inklusive Selbstkritik sind aber nicht der Einsicht geschuldet, sondern dem Geldmangel, meint die linksliberale Tageszeitung Népszabadság: "Lange ist es her, dass so viele ungarische Politiker nach Deutschland gereist sind wie dieser Tage. Neben Außenminister János Martonyi und dem Fraktionschef der Regierungspartei Fidesz, János Lázár, war auch eine Delegation des außenpolitischen Parlamentsausschusses in Berlin. ... Martonyi sagte nach seiner Unterredung mit seinem Amtskollegen Guido Westerwelle, dass er die Sorgen und Bedenken zerstreuen wolle, die Deutschland gegenüber der Politik der ungarischen Regierung habe. ... Lázár übte sich bei seiner Visite in Selbstkritik. Er sagte, dass sich die ungarische Regierung bisher nicht genug mit ihren europäischen Partnern abgesprochen hätte. ... Es ist begrüßenswert, dass maßgebliche Politiker der Regierung Orbán das schiefe Bild Ungarns zurechtrücken wollen, das sie selbst geschaffen haben. Die Charme-Offensive der ungarischen Regierung ist verständlich. Im Hinblick auf die Verhandlungen mit der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds über einen Kredit für Ungarn käme eine Unterstützung durch Deutschland gerade recht."

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