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Neatkarīgā - Lettland | Donnerstag, 9. Februar 2012

Keine Angst vor Russisch-Referendum in Lettland

Die Letten stimmen am 18. Februar darüber ab, ob Russisch zweite Amtssprache werden soll. Das Referendum ist vom Nationalbolschewisten Wladimir Linderman initiiert worden und wird als Angriff auf das Lettentum gesehen. Doch die Tageszeitung Neatkarīgā mahnt zu mehr Gelassenheit: "Nehmen wir an, dass ein Teil der Russen und anderer Minderheiten die Atmosphäre des gegenseitigen Misstrauens nicht verschärfen wollen und dieses Mal nicht in den Kampf gegen die lettische Sprache ziehen. Das bedeutet zwar nicht, dass sie gleich mit Nein stimmen, aber wenigstens werden sie sich den Hetzern und Chauvinisten nicht anschließen. Mit anderen Worten, viele werden an diesem Februartag zu Hause zu bleiben, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. ... Das Referendum gleicht einer teuren Schocktherapie, die keinen Präzedenzfall in Osteuropa kennt. Alle Letten und alle, die diesem Staat im Herzen oder mit ihren Wurzeln verbunden sind, müssen es mit Selbstachtung und Selbstbewusstsein durchstehen, ohne Hysterie."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 9. Februar 2012

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