Sydsvenskan - Schweden | Freitag, 7. März 2008
Gleicher Unterricht für alle
Das schwedische Schulgesetz erlaubte es Eltern bisher, mit Verweis auf ihre religiöse Überzeugung ihre Kinder an bestimmten Unterrichtsfächern nicht teilnehmen zu lassen. Nach einer neuen Untersuchung gingen im vergangenen Jahr 27 Prozent der Mädchen aus Einwandererfamilien nicht zum Sport-, Schwimm- oder Sexualkundeunterricht. Schulminister Jan Björklund und Integrations- und Gleichstellungsministerin Nyamko Sabuni wollen das Gesetz jetzt ändern. Die Zeitung findet das gut: "Schweden entwickelt sich immer stärker zu einer multikulturellen und heterogenen Gesellschaft. Es ist immer üblicher geworden, dass Eltern fordern, ihre Kinder von bestimmten Unterrichtsstunden auszunehmen... Wenn derartig viele Kinder betroffen sind, dann hat sich die Ausnahme zur Regel entwickelt. Das ist nicht in Ordnung. Die Religion hat einen selbstverständlichen Platz im Leben der Menschen. Aber in der Schule sollten religiöse Überzeugungen erörtert werden und nicht herrschen."
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