The Guardian - Großbritannien | Donnerstag, 10. April 2008
Timothy Garton Ash über Todesdrohungen gegen Wilders
Der britische Kolumnist Timothy Garton Ash kommentiert die Reaktionen auf den anti-islamischen Film ("Fitna") des niederländischen Abgeordneten Geert Wilders: "Dass Wilders nicht wegen seines Films ermordet werden darf, ist so offensichtlich, dass man es eigentlich gar nicht sagen muss. Trotzdem muss man es immer wieder sagen... Denn es gehört zu den ätzendsten Tatsachen dieser Welt, dass viele Menschen mit Todesdrohungen leben... Viele niederländische und internationale Meinungsführer haben sich aus dem Fenster gehängt und gegen Wilders Film polemisiert, ohne zunächst diejenigen zu verdammen, die ihn mit dem Tod bedrohen... Unerhört ist jedenfalls die Bemerkung von Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon, der den Film explizit verurteilt hat (und nicht die Todesdrohungen) und tatsächlich sagt, 'die Meinungsfreiheit steht hier nicht auf dem Spiel'. Was für ein zutiefst idiotischer Ausspruch! Ban Ki-moon hat nicht das Recht, in unserem Namen so zu reden."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Migration, » Integration, » Minderheiten, » Niederlande
Alle verfügbaren Texte von » Timothy Garton Ash
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 10. April 2008