Népszabadság - Ungarn | Montag, 14. Juli 2008
Ungewisse Zukunft der Nabucco-Pipeline
Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság äußerst Skepsis in Bezug auf den geplanten Bau der Nabucco-Gaspipeline. "Der Albtraum vieler Europäer ist nach wie vor nicht auszuschließen: Es entsteht eine mehrere Milliarden Euro verschlingende Gasleitung, nur gibt es nichts, was man in ihr leiten kann ... Unter den gegebenen Umständen ist kaum zu erwarten, dass ein verantwortungsvoller Unternehmer das Risiko eingehen wird, die Gaspipeline zu legen. ... Im Gegensatz zur EU hat Russland seinen Einflussbereich in den Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres massiv erhöht. Die Strategie Moskaus ist einfach: Es trachtet nicht nur danach, die Energievorkommen der kaspischen Region unter seine Kontrolle zu bekommen, sondern auch die möglichen Transportwege in Richtung Westen. ... In einigen Jahren könnte [deshalb] das Szenario eintreten, dass Europa zwar eine Transitgaspipeline hat, Russland jedoch die Preise diktiert."
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