Die Presse - Österreich | Mittwoch, 12. November 2008
Slowakei und Ungarn: Brandstifter – mitten in Europa
Es sei längst an der Zeit, dass die Regierungschefs in Ungarn und der Slowakei der nationalistischen Hetze Einhalt gebieten, mahnt die Tageszeitung Die Presse: "Die Zündler sind unterwegs, in Ungarn und in der Slowakei. Politiker auf beiden Seiten der Donau, die gegen die andere Seite hetzen; nationalistische Extremisten – manche als Fußballfans getarnt, andere in schwarzen Nazi-Uniformen –, die Schlägereien in Stadien provozieren und Straßen blockieren. Nationalfahnen werden verbrannt, Ortsschilder in Grenzgebieten übermalt. ... Es ist höchste Zeit, dass die Premiers beider Länder zusammenkommen und die Stopptaste drücken. Ungarn ist gefordert, seine berüchtigten nationalistischen Rowdys in die Schranken zu weisen. Slowakischen Hetzern wie [der Chef der radikalen Slowakischen Nationalpartei Ján] Slota gehört ein Maulkorb verpasst, Präsident [Ivan] Gašparovič an seine Überparteilichkeit erinnert. Der Streit etwa um slowakische Schulbücher gehört sachlich und emotionslos geführt. Denn wir befinden uns in Mitteleuropa, Herbst 2008."
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