Postimees - Estland | Donnerstag, 5. März 2009
Digitalisierung ist gut für estnische Literatur
Die Autorin Sirje Kiin setzt sich in der Tageszeitung Postimees für die Idee des Internetkonzerns Google ein, auch estnische Bücher zu digitalisieren. Estnische Bücher seien dann beispielsweise auch im Ausland leichter zugänglich: "Die estnischen Schriftsteller verhalten sich gerade wie in einem Ameisenhaufen, in den jemand plötzlich einen Gegenstand geworfen hat, von dem keiner so richtig weiß, was es eigentlich ist. Überall herrscht die blanke Panik angesichts der Bedrohung, ein großer ausländischer Riese könne alle unsere kleinen Bücher mitsamt den Autorenrechten verschlucken! ... Google macht damit eine kulturelle Aufgabe, die wir bislang nicht erfüllt haben. Ein langsames Waldvolk wie die Esten zögert natürlich, bevor es zum Tigersprung ansetzt, und das schon vor Jahren angedachte estnische Kulturportal ist nach wie vor nicht in die Tat umgesetzt. Eine digitale Zugänglichkeit des estnischen Kulturerbes ist daher in jedem Fall besser als gar keine Zugänglichkeit."
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