Evenimentul Zilei - Rumänien | Dienstag, 9. Februar 2010
Gelungene Provokation der rumänischen Kulturszene
Der rumänische Literaturkritiker und Historiker Adrian Marino hat das Buch Das Leben eines einsamen Menschen geschrieben, das auf eigenen Wunsch fünf Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wird und nun im März erscheint. Marino bezichtigt wichtige Intellektuelle des Provinzialismus und moralischer Kompromisse. Die Tageszeitung Evenimentul Zilei kommentiert: "Bei aller Ehrerbietung, die jenen Intellektuellen im Buch von Adrian Marino zukommt: Es ist gut, dass er sich kritisch über sie geäußert hat, es ist gut, auch wenn es schlecht ausschaut. Provokation. Eine Diskussion über einen Menschen kann manchmal helfen, sein Werk zu verstehen. Jedenfalls bringt eine Kontroverse Aufmerksamkeit und hat damit denselben Effekt wie ein Regal voller Huldigungen. ... Die posthume Diskussion, die Adrian Marino angestoßen hat, riskiert aber zu einer typisch Bukarester Schmähdiskussion zu verkommen, statt sich zu einer wahren und nötigen Debatte über die kulturellen Werte Rumäniens zu entwickeln - welche sind das, welche sollten es sein und wie sollten sie gefördert werden."
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