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La Repubblica - Italien | Donnerstag, 29. Juli 2010

Fiat erpresst mit Produktionsverlagerung

Der italienische Autobauer Fiat hat gedroht, einen Teil seiner Produktion nach Serbien zu verlagern, sollten Regierung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer keine Änderungen der Arbeitsbedingungen akzeptieren. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica findet die Fiat-Strategie erpresserisch: "Die Fiat-Strategie erhöht die Gefahr, dass sich der soziale Konflikt verschärft und ausweitet. Es besteht kein Zweifel, was auch immer Minister und Gewerkschafter orakeln: Tausende von Unternehmen mit Auslandsfilialen werden in dem Moment für sich die gleichen Forderungen geltend machen, falls sich diese Strategie als erfolgreich herausstellt. Es ist wahr, dass die Krise Gewerkschaften und Arbeiter geschwächt hat, und dass das Gespenst der Arbeitslosigkeit sie fast jede Bedingung annehmen lässt. Dennoch ist nicht gesagt, ob … die Mehrheit der Arbeitnehmer widerspruchslos die Gebote der 'Weltarbeiterklasse' hinnehmen wird, einschließlich des Verbots von Streiks, Kundgebungen, Einsprüchen und sogar der Krankschreibung."

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