Jyllands-Posten - Dänemark | Donnerstag, 2. September 2010
Verhandlungen nicht vorab als gescheitert ansehen
Die Übernahme der Vermittlerrolle durch US-Präsident Barack Obama bei den Nahost-Friedensgesprächen deutet die konservative Tageszeitung Jyllands-Posten als hoffnungsvolles Zeichen: "Ob Obama ein Ass in der Hand hält, weiß nur er allein. Es wäre jedoch naiv zu glauben, dass er sich in diesen - in den Augen vieler - hoffnungslosen Verhandlungsversuch begeben hätte, wenn er nicht genauestens die Möglichkeiten abgewogen hätte, zwischen Israels [Premier] Netanyahu und [Palästinenserpräsident] Abbas Verständnis zu schaffen - ein entscheidender Faktor des Spiels in Nahost. Obama spielt mit hohem Einsatz, und möglicherweise kommt der Versuch zu spät, das zu tun, was sein Vorgänger George W. Bush versäumt hat. Vielleicht, weil die Terroranschläge vom 11. September ihn den Nahen Osten nur mehr als Schlachtfeld für militante Terroristen und moderate Friedenskräfte sehen ließen. Aber es wäre übereilt, die Begegnung zwischen Isaelis und Palästinensern als gescheitert anzusehen, noch bevor sie begonnen hat."
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