Top-Thema vom Montag, 14. April 2008
Zapateros neue Regierung
Die neue Regierung von José Luis Rodriguez Zapatero ist für vier Jahre vereidigt worden. Zum ersten Mal gibt es in Spanien mehr Ministerinnen als Minister.
Diário de Notícias - Portugal
Zapatero wird in seiner zweiten Amtsperiode der Wirtschaft Vorrang einräumen, meint die portugiesische Zeitung. "Die neue Regierung besteht aus neun Frauen und acht Männern. Parität ist jetzt Normalität an der Spitze der Macht. Das stärkt auch die Rolle der Frauen auf dem spanischen Arbeitsmarkt, die in den letzten zehn Jahren immer wichtiger geworden sind... Zapateros erklärte Priorität ist die Wirtschaft. Dabei geht es nicht nur um die Überwindung der Immobilienkrise. Zu den Schwerpunkten der neuen Regierung zählt auch zu erkennen, dass die Produktivitätssteigerung bislang unzureichend war und Dienstleistungen mit Mehrwert und neuesten Technologien weiter entwickelt werden müssen. In vier Jahren werden sich Zapatero und seine neue Mannschaft daran messen müssen, ob sie in diesen Bereichen Erfolge erzielt haben." (13.04.2008)
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Neue Zürcher Zeitung - Schweiz
Peter Gaupp analysiert das neue spanische Kabinett, dessen auffälligste Verschiebung die weibliche Führung des Verteidigungsministeriums durch Carme Chacón ist. "Das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in der Regierung, auf das Regierungschef Zapatero hohes Gewicht legt, ist mit der Erweiterung des Kabinetts noch etwas zugunsten der Frauen verschoben worden: Parität herrscht jetzt, wenn man den Ministerpräsidenten mitzählt, und nicht nur, wie bisher, im Team, mit dem er sich umgibt. Spanien hat wohl die weiblichste Regierung der Welt. Die Geschlechtergleichheit als Regierungsziel wird überdies durch das neue Gleichheitsministerium verkörpert. Es wird selbstverständlich von einer Frau geführt, der erst 31-jährigen Bibiana Aído, die bisher in Andalusien Regionalpolitik betrieben hat und in Madrid weitgehend unbekannt ist." (14.04.2008)
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El Mundo - Spanien
Die Zeitung schreibt über die neue spanische Regierung: "Die erste Regierung der zweiten Amtszeit von Zapatero enthält alle Stärken des 'Zapaterismus': Wagemut, Kühnheit, Modernität, Innovation und Vorstellungskraft, aber auch viele Schwachpunkte: Eigensinn, Leichtfertigkeit und Sektierertum. Die Zusammensetzung der Exekutive und die Erläuterungen seiner Auswahl zeigen, dass Zapatero als großer Modernisierer in die Geschichte eingehen will. Seine Minister ernennt er dementsprechend, sein Ziel ist 'Sozialpädagogik'. Diese Minister sind nicht die Besten, um mit den Problemen Spaniens fertig zu werden, sondern sie verkörpern am besten das Image, das Zapatero von sich selbst verbreiten will." (13.04.2008)
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