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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 21.06.2006

 

TOP-THEMA

Der amerikanisch-europäische Gipfel in Wien

Schadet die europäische Kritik an Guantanamo und am Anti-Terror-Kampf der USA den transatlantischen Beziehungen? Oder sind Europa und die USA neu aufeinander angewiesen, weil sie in Energiefragen eine gemeinsame Position vertreten müssen? Anlass für diese Fragen ist der alljährliche EU-USA Gipfel, der diesmal zum Ende der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft in Wien stattfindet. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
El País - Spanien, Der Standard - Österreich, Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland, Financial Times - Großbritannien

El País - Spanien

"Die europäischen Politiker beteuern immer wieder, dass die Beziehungen zu den USA gut sind und dass die Unstimmigkeiten wegen des Irak-Krieges der Vergangenheit angehören", schreibt Ana Carbajosa. "Die Wahrnehmung der europäischen Bürger ist aber eine andere. Die Europäer, vor allem die Spanier, verurteilen (laut einer Umfrage des Pew Center) die von den Amerikanern angewandten Methoden im Kampf gegen den Terrorismus. ... Die CIA-Flüge nach Europa und Guantanamo haben viel dazu beigetragen, das Image der USA zu beschädigen. Nur 23 Prozent der Spanier denken positiv über die USA. Der Fall Spanien gibt Rätsel auf, denn noch vor einem Jahr hatten 41 Prozent der Befragten eine gute Meinung von den USA. Diesen radikalen Popularitätsverlust gibt es in allen europäischen Ländern, außer in Großbritannien." (21.06.2006)

Der Standard - Österreich

Peter Filzmaier beklagt einen "vordergründigen und trotzdem salonfähigen Antiamerikanismus" der Europäer und schlägt einen etwas anderen Blickwinkel vor, der auch die "grauen Zonen" mit einbezieht - die "Regionen, die trotz humanitärer Katastrophen von der Gleichgültigkeit der USA betroffen" sind. "Wir sollten uns jedenfalls nicht darauf beschränken, die USA als Weltpolizist anzuprangern. Das hat den Beigeschmack der Doppelmoral, weil Europa keine Konzepte für einen atomar aufrüstenden Massenmörder in Nordkorea anzubieten hat. Zudem sind es oft Irak-bezogene Pseudopazifisten, die am lautesten nach dem US-Militär riefen, als es darum ging, Milosevic in Serbien zu stürzen. Das Aufzeigen des Nichtstuns der Amerikaner für die Ärmsten der Armen wäre glaubwürdiger und ist mindestens genauso wichtig." (21.06.2006)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland

Klaus-Dieter Frankenberger glaubt zwar nicht, dass das Treffen von Schüssel und Bush in Wien ein Ergebnis bringen wird, hält aber einen Dialog zwischen Europa und den USA für durchaus sinnvoll: "Bush, dessen Initiativen immer öfter verpuffen und dessen Einfluss schmilzt, sucht heute mehr denn je das Zusammenwirken mit den europäischen Staaten und ihren Institutionen, weil er sich davon materielle Entlastung, politische Legitimität und bessere Erfolgschancen verspricht. Umgekehrt suchen seine europäischen Partner, die im Umgang mit Iran viel Lehrgeld zahlen mussten, die Mitwirkung Amerikas, weil sie ohne den Rückhalt amerikanischer Macht kein belastbares Ergebnis erreichen können, das nicht wie Beschwichtigung aussähe. Für Europa und Amerika gilt Kissingers Wort unverändert: Die Vereinigten Staaten müssen Macht in Konsens überführen, die Europäer Konsens mit Macht vermählen, wenn sie international Erfolg haben und ihre Interessen ohne Beschädigung von Ansehen und Glaubwürdigkeit durchsetzen wollen." (21.06.2006)

Financial Times - Großbritannien

"In einer Zeit, in der die autoritären Regime Chinas und Russlands enger zusammen rücken und die hohen Ölpreise den Alleinherrschern in aller Welt unerwartete Gewinne bescheren, sollten Europa und die USA erkennen, dass ihre Gemeinsamkeiten ihre Differenzen immer noch bei weitem überwiegen", schreibt die Tageszeitung. "Vor allem sollten sie den heutigen Gipfel dazu nutzen, bei zwei drängenden Themen eine gemeinsame Vorgehensweise zu vereinbaren. Zunächst sollten die EU und die USA gemeinsam Russland auffordern, seine Energiequellen nicht weiter als plumpes Erpressungsmittel in den Beziehungen zum Ausland zu benutzen. Wladimir Putin ... ist viel eher dazu zu bekommen, die normalen Wettbewerbsregeln einzuhalten, wenn die USA und Europa eine gemeinsame Front bilden. Zweitens müssen sie die kränkelnde Doha-Runde der WTO wiederbeleben... Es ist in Mode gekommen zu sagen, die Amerikaner kämen vom Mars und die Europäer von der Venus. Aber beide sind mindestens ebenso beeinflusst vom Planet des Handels. Es ist zu hoffen, dass der Aszendent des heutigen Gipfels Merkur ist." (21.06.2006)

REFLEXIONEN

Le Monde - Frankreich

Jacques Rupnik über osteuropäischen Euroskeptizismus

Jacques Rupnik, Leiter des Centre d'ètudes et de recherches internationales der Pariser Universität Sciences Po, sieht nicht, dass der Euroskeptizismus in Osteuropa zugenommen hat, obwohl manche Politiker solche Töne anschlagen. Das sagt er im Interview mit Henri de Bresson und Anne Rodier. "Die antieuropäische Rhetorik ist laut in Polen, aber auch in Prag und in gewissem Maße in der Slowakei zu hören. Doch alle profitieren vom Beitritt. Die Menschen dieser Länder fühlen sich – die Umfragen beweisen das - der EU zugehörig, und die Politiker, die gegen einen Beitritt waren, haben alle dafür zahlen müssen. Zwar werden die pro-europäischen Koalitionen in Frage gestellt, doch nicht die EU selbst oder die Marktwirtschaft. Soweit geht der Populismus nicht, denn die Wirtschaft boomt. Mitteleuropa ist es noch nie so gut gegangen." (21.06.2006)

Sme - Slowakei

Peter Morvay über den Populismus in Mitteleuropa

Binnen eines knappen Jahres haben Polen, Ungarn, Tschechen und Slowaken neue Parlamente gewählt und driften damit politisch auseinander, stellt Peter Morvay fest. "Die Slowakei geht einen anderen Weg als ihre unmittelbaren Nachbarn Tschechien und Ungarn. Sie folgt eher dem Beispiel Polens. In Prag und Budapest verabschiedeten sich die Wähler vom Populismus und Extremismus. In der Slowakei und in Warschau gewannen Populisten, die bereit sind, im Interesse der Macht mit dem Teufel zu paktieren, mit extremistischen nationalistischen Parteien. Im Falle des slowakischen Siegers, der sozialdemokratischen Partei Smer, muss man gar sagen, dass ihr Populismus noch reinblütiger ist als der ihrer nächsten Freunde, Viktor Orban und Jiri Paroubek. Die haben wenigstens demokratische Wurzeln. Die Smer dagegen entstand als rein populistische Partei." (21.06.2006)

POLITIK

Libération - Frankreich

Dominique de Villepin zunehmend isoliert

Chefredakteur Antoine de Gaudemar empfindet das Verhalten von Dominique de Villepin in der Nationalversammlung am 20. Juni als "Desaster". Der Premierminister bezichtigte den sozialistischen Oppositionschef Francois Hollande der "Feigheit", als dieser in einer Debatte über den Luft- und Raumfahrtkonzern EADS Villepins Rücktritt forderte. "Hinter diesem neuen Schachzug versteckt Villepin für einen Moment die große EADS-Krise, die Verzögerung beim A380 und den Verdacht auf Insidergeschäfte, der auf der Führungsriege des Unternehmens und sogar auf den Hauptaktionären lastet. Aber Villepin unterliegt erneut einem politischen Irrtum. Falls er geglaubt hat, die Mehrheit zusammenschweißen zu können, indem er den Führer der Sozialisten angreift, dann ist dieses Manöver fehlgeschlagen. Bis auf wenige Getreue haben zahlreiche UMP-Abgeordnete, die bereits aufgebracht waren, weil Villepin erneut versucht hat, die Fusion von Gaz de France mit dem Suez-Konzern mit Gewalt durchzusetzen, offen ihre Verärgerung gezeigt." (21.06.2006)

Delo - Slowenien

Spaltet sich Slowenien?

Franc Milosic kommentiert eine Verfassungsänderung, die das slowenische Parlament beschlossen hat. Diese Änderung soll es möglich machen, das Land in Regionen aufzuteilen. Sloweniens Politiker möchten so erreichen, dass der wirtschaftlich schwächere Osten weiterhin aus den Kohäsionsfonds der EU gefördert werden kann. Vor allem in Mittelslowenien stoßen die Pläne jedoch auf heftige Kritik, da niemand zur östlichen Region gehören will. Milosic fürchtet, das Handeln der Abgeordneten sei überstürzt und könne zu einer unnötigen Spaltung des Landes beitragen: "Die Beziehungen zwischen einzelnen Teilen eines Landes sind oft sehr zugespitzt. Trotz der geringen Größe Sloweniens würden zentrifugale Kräfte dann stärker wirken." (21.06.2006)

Rzeczpospolita - Polen

Russlands Blick auf seine Nachbarn

Pawel Reszka schreibt über eine Umfrage in Russland, durchgeführt vom unabhängigen soziologischen Institut Lewada Center, nach der sieben Prozent der Russen Polen für einen feindlichen Staat halten. Auch Lettland, Georgien, Litauen und die USA gelten demnach als feindlich. Als befreundete Staaten werden zuerst Weißrussland, Kasachstan und China genannt. Reszka zitiert Boris Timoschenko von der Moskauer "Stiftung zur Verteidigung von Glasnost": "Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht erstaunlich. Die offizielle Propaganda spiegelt sich in ihnen. Wenn die baltischen Staaten und auch Polen die sowjetische Besatzung mit der Besatzung durch die Nazis vergleichen, stößt das in Russland nur auf Unverständnis. Die Russen erwarten immer noch, dass das Gespräch über die Geschichte mit einem 'Dank für die Befreiung' endet. Die drei 'Freunde' hingegen zeugen von einer 'Lukaschenkoisierung' Russlands." (21.06.2006)

Berlingske - Dänemark

Sozialreformen in Dänemark

In Dänemark haben sich Regierung und Opposition am 20. Juni auf die so genannte Wohlfahrtsreform geeinigt. Unter anderem wurden eine Anhebung des Rentenalters auf 67 beschlossen und Anreize für einen schnelleren Studienabschluss geschaffen. Manche bezeichnen das Resultat als unambitionierten Kompromiss, die Kopenhagener Zeitung hingegen freut sich, dass die Reform zustande gekommen ist: "Das Bemerkenswerte ist, dass die Vereinbarung mit all ihren unpopulären Aspekten eine breite Mehrheit gefunden hat und zu einer Zeit verabschiedet wurde, in der die dänischen Wirtschaft stark ist... Die Regierung hat die Bürger vorsichtig und über eine sehr lange Zeit auf diesen Eingriff vorbereitet. Er wurde akzeptiert, denn eine leichte Kurskorrektur heute ist besser als radikale Maßnahmen später. In Frankreich und Deutschland wird man uns beneiden. Das ist die Lehre aus dieser Reform: Die Bevölkerung ist bereit, guten Argumenten zu folgen." (21.06.2006)

SPORT

Lidové noviny - Tschechien

Neuer deutscher Patriotismus

"Die Deutschen sind mehrheitlich sehr kultivierte Leute, die gemeinhin ihre Emotionen im Zaum halten", schreibt der Berliner Korrespondent des tschechischen Rundfunks, Jiri Hosek, über die Fußball-Euphorie in der Bundesrepublik. "Fahnenschwenken und 'Deutschland, Deutschland'-Rufe betrachten sie unter dem Eindruck ihrer nazistischen Vergangenheit als unpassend. Die WM aber hat dazu geführt, dass ihnen der Patriotismus aus allen Poren quillt." In all der Euphorie hätten die wenigsten mitbekommen, dass ihnen gerade die höchste Steuererhöhung in der Geschichte des Landes aufgebürdet wurde. "Die Deutschen interessiert mehr, ob ihr Kapitän Ballack fit ist." (21.06.2006)

WIRTSCHAFT

Le Temps - Schweiz

Die Kontrolle von Managergehältern

"Was zuviel ist, ist zuviel", empört sich Jean-Claude Péclet in einem Kommentar über die Gehälter und Einkünfte der großen Unternehmer. In der Schweiz wird zu Zeit über eine Gehälterregelung für Wirtschaftsmanager diskutiert. Der Kommentator schlägt vor, Bern solle sich vom Ausland inspirieren lassen. "Selbst in den Vereinigten Staaten, dem Heimatland der Meritokratie, sind die Praktiken von Exxon Mobil, Home Depot oder General Electric Gegenstand stürmischer Aktionärsversammlungen... Die Aktieninhaber müssen bei der Bezahlung mitreden können. ... Warum sollte man nicht das englische oder das niederländische System übernehmen, das von den Prinzipien der OECD inspiriert ist und den Aktionären das Recht gibt, über die Gehaltspolitik abzustimmen?" (21.06.2006)

KULTUR

Times of Malta - Malta

Kulturelles Sommerloch auf Malta

Die Zeitung beklagt die "totale künstlerische und kulturelle Starre, in die Malta ab Juli verfällt, wenn es richtig heiß wird. Früher gab es in den heißen Monaten massenweise Konzerte und fast jeden Tag Ausstellungen. Doch seit der Abschaffung des Maltafests vor einigen Jahren ist der Sommer zu einer kulturellen Wüste geworden. Das betrifft wohlgemerkt nicht die populäre Kultur, denn die Party-Saison hat mit einem Knall begonnen, sondern die Welt der Musik, des Theaters und der Kunst... Man kann sich unendlich viele attraktive Möglichkeiten vorstellen, doch niemanden scheint das zu kümmern. Fehlt es an Geld? Wenn man zum Beispiel ein wenig von der ungerechten Reisesteuer aufwenden würde, dann könnte man ein Festival haben, das Edinburgh Konkurrenz machen würde. Doch es mangelt an Entschlossenheit und Phantasie." (21.06.2006)

Die Welt - Deutschland

Der Klagenfurter Literaturwettbewerb

Elmar Krekeler macht sich Gedanken über die Bedeutung des Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerbs in Klagenfurt, dessen Gewinner nach einem dreitägigen Lese-Marathon in offener Diskussion ermittelt wird. "Lange vor der Revolution des Hörbuchs, lange vor Slam-Poetry, Open Mike und anderen popkulturellen Versionen der Public-Viewing Literatur, konnte man in Klagenfurt Literatur schon als akustisches Phänomen unter Wettbewerbsbedingungen erleben. Auf diesem Literaturjahrmarkt hatte Literatur ganz wie zum Anfang allen literarischen Erzählens einen akustischen Belastungstest zu bestehen. Hier erzählen Erzähler und werden sofort belohnt oder bestraft... Lange vor der schleichenden Literaturberichterstattung im Fernsehen durch schicke Häppchen konnte Klagenfurt in seinen besten Momenten beweisen, dass man Bücher nicht mittels schräger Clips oder wildgewordener Interviews, am besten übers Emotionalmedium Fernsehen, an die Leser bekommt, sondern übers lebendige Gespräch. Bücherkultur ist Debattierkultur. Und von der kann man in Zeiten der sogenannten Debattenkultur manchmal doch tatsächlich noch was lernen. " (21.06.2006)

Élet és Irodalom - Ungarn

Hommage an Istvan Eörsi

Ungarn hat keine leidenschaftlichen Kritiker mehr, beklagt der Schriftsteller Peter Esterhazy, der dem 2005 verstorbenen Schriftsteller Istvan Eörsi nachtrauert. "Freiheit war sein wichtigstes Wort, autoritäres Denken (der Denkausfall) sein größter Feind. Wenn er nur eine Spur des Autoritären witterte, stürzte er sich gnadenlos darauf. Er war manchmal ungerecht, viele Menschen beleidigte er. Aber in einem Land, wo es eine alte Tradition ist, sich bei den Machthabern, der Obrigkeit, den Behörden, den Chefs, den Königen, Prinzen, Grafen, Parteibonzen einzuschmeicheln, war seine Empfindlichkeit so wichtig wie das tägliche Brot. Kein hohes Amt, keine Prestige (auch nicht das wohlverdiente) beeindruckte ihn, er wollte sich immer auf 'die Sache selbst" konzentrieren." (16.06.2006)

La Libre Belgique - Belgien

Der Kunstmarkt im Rhythmus der Weltwirtschaft

Ein Bild des österreichischen Malers Gustav Klimt ist für 135 Millionen Dollar verkauft worden und hat damit den höchsten Preis erzielt, der je bei einer Auktion erreicht wurde. Die Tageszeitung befragt den Vorsitzenden der Stiftung Belgacom Art, Baudoin Michiels, über die Zusammenhänge zwischen Wirtschaftszyklen und dem aktuellen Boom des Kunstmarktes: "Die enorme Liquidität und die niedrigen Zinsen begünstigen diesen Markt. Allerdings ist das Angebot begrenzt. Daher gibt es eine natürliche ökonomische Anpassung der Preise für die Kunstwerke. Auch die Galerien, Kunstzeitschriften und internationalen Auktionshäuser mit ihren Marketingtechniken leisten ihren Beitrag dazu. Aber vergessen wir nicht das Wesentliche: die Kunst erlaubt uns, von Werken umringt zu sein, die uns am Leben halten und anregen." (21.06.2006)

LOKALE FARBEN

Jornal de Notícias - Portugal

Die portugiesische Computer-Ignoranz

Alexandra Lobao kommentiert das schlechte Ergebnis, das Portugal laut einer Studie von Eurostat beim Gebrauch von Computern erzielt hat. "Portugal ist eins von sechs Ländern der EU, in denen mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht die geringste Ahnung von Computern hat... 'Computer-Analphabetismus' betrifft 54 Prozent der Portugiesen. Die Studie befasste sich mit der Fähigkeit, eine Maus zu bedienen, zu kopieren und einzufügen... Von den völlig unfähigen Portugiesen waren 49 Prozent zwischen 25 und 54 Jahren alt, 13 Prozent zwischen 16 und 24. Bildung erwies sich als ausschlaggebender Faktor: Nur ein Prozent der Studenten fühlte sich beim Anblick eines Computers hilflos. Diese Ergebnisse sind eine schlechte Nachricht für die europäischen Verantwortlichen, die hoffen, dass sich eine konkurrenzfähige Wirtschaft durch Innovationen entwickelt." (21.06.2006)

The Daily Telegraph - Großbritannien

Blair Force Two

"Blair sollte einchecken wie wir alle", befindet die Zeitung, nachdem Downing Street angekündigt hat, dass der Premierminister zwei Flugzeuge für offizielle Besuche bekommen wird, die er sich mit der Queen teilen muss. Die Presse hat diese beiden Flugzeuge aus zweiter Hand "Blair Force Two" getauft. "Als Lord Castlereagh 1815 für Großbritannien beim Wiener Kongress war, auf der Höhe unserer Macht und Anerkennung, stand er zwischen mit Bändern und Juwelen geschmückten Staatschefs weit geringerer Länder: Er trug einen schlichten schwarzen Gehrock, ohne eine einzige Medaille oder Dekorierung. Blair hingegen scheint zu glauben, dass die bescheidenen Statussymbole eines Bürgers seinem Status nicht angemessen sind. Er macht sich aber selbst kleiner - und ist uns allen peinlich -, wenn er sich so herausputzt... Nationaler Pomp und Pracht sollten nicht exklusiv sein. Sie betreffen uns alle und sollten jedem von uns das Gefühl geben, am generellen Ruhm teilzuhaben." (21.06.2006)

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