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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 08.08.2006

 

TOP-THEMA

Werden Raucher diskriminiert?

In Irland ist kürzlich eine Stellenanzeige erschienen, in der Raucher von einer Bewerbung ausdrücklich ausgeschlossen wurden. Nach Ansicht der EU-Kommission ist dieses Ausschlusskriterium keine Diskriminierung. In der Presse werden hingegen Stimmen laut, die darin einen Eingriff in die Privatsphäre sehen. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Trouw - Niederlande, Le Soir - Belgien, Frankfurter Rundschau - Deutschland, Libération - Frankreich

Trouw - Niederlande

"Wenn 'Europa' meint, Rauchen sei ein Grund, jemanden vom Arbeitsmarkt auszuschließen, wieso gilt das dann nicht für Menschen, die Alkohol trinken, Risikosportarten betreiben oder Pommes Frites essen?", fragt die Zeitung. "Solche Lebensgewohnheiten können ebenso die Gesundheit gefährden und zu krankheitsbedingten Fehlzeiten bei der Arbeit führen... Nichtraucher haben erfolgreich für das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz gekämpft. Die Angestellten müssen sich daran halten, und man kann sicher erwarten, dass das auch für die Arbeitgeber gilt... Außerhalb der Arbeitszeit muss das Rauchen aber eine Privatangelegenheit bleiben. Ansonsten gibt es kein Halten mehr, und die Arbeitgeber werden sich in die Freizeit und die Ernährungsgewohnheiten ihrer (potenziellen) Angestellten einmischen - mit Unterstützung Europas." (08.08.2006)

Le Soir - Belgien

Bernard Demonty kommentiert den Streit um die Raucher: "Belgien ist nicht Irland. Ein irischer Unternehmer hat für eine Sensation gesorgt, als er ankündigte, er werde in seinem Unternehmen keine Raucher mehr beschäftigen. Mehr noch: Er riet Rauchern davon ab, sich überhaupt zu bewerben. Bei uns ist eine solche Diskriminierung bei der Stellenbesetzung rigoros verboten... Raucher können also sicher sein: Das Gesetz vom 25. Februar 2003 untersagt jede Art von Ausgrenzung. Alle befragten Juristen teilen diese Ansicht. Die belgische Gesetzgebung ist umfassender als die europäische. Und das finden auch alle richtig." (08.08.2006)

Frankfurter Rundschau - Deutschland

Stephan Hebel findet die EU-Politik zum Nichtraucherschutz genauso verheerend wie die deutsche Debatte zum Thema. "Da prallen die schwergewichtigen Weltbilder nur so aufeinander: Selbstregulierung der Wirtschaft, ruft die Wirtschaft. Nein, staatlicher Nichtraucherschutz!, ruft der Staat, weiß aber nicht, wie er eine Gesetzesschneise durch den Dschungel der Bund-Länder-Kompetenzen schlagen soll. Derweil qualmen die Süchtigen weiter die Kneipen voll, während die Italiener ihr Abendmahl rauchfrei genießen. Auf die Schnapsidee allerdings, dass Arbeitgeber Bewerber einschlägig ausfragen und Rauchern die Einstellung verweigern dürfen - statt schlicht das Paffen am Schreibtisch zu verbieten -, auf diese Idee konnte nur die EU kommen. Dringender Appell eines Rauchers: Werft die Referentenentwurfsmaschine an und tut etwas, wenigstens hier. Wir hören lieber mit dem Rauchen auf, als uns die Diskussion noch länger anzuhören." (08.08.2006)

Libération - Frankreich

Gerard Audureau, Vorsitzender des französischen Vereins für die "Rechte der Nichtraucher", erklärt Matthieu Ecoiffier im Interview, warum eine solche Initiative in Frankreich undenkbar ist. "Das ist nicht im französischen Sinne, und niemand will das. Eingeschlossen die Vereine, die gegen die Tabaksucht kämpfen. Als die WHO in Genf vor rund einem Jahr Arbeitsverträge abschloss, bei denen Raucher ausgenommen wurden, haben wir uns klar dagegen ausgesprochen. Denn das ist echte Diskriminierung. Nach Schweizer Recht ist das allerdings nicht verboten. In Frankreich wäre das moralisch und juristisch nicht umsetzbar. Tabak ist nicht verboten, es gibt keinen Grund rauchende Angestellte auszugrenzen. Allerdings müssen sich Raucher ihrerseits an die Gesetze halten und Beschränkungen an ihrem Arbeitsplatz respektieren." (08.08.2006)

REFLEXIONEN

Le Figaro - Frankreich

Andre Glucksmann über den Nahen Osten

"Warum haben die 200.000 Toten des Darfur-Konflikts nicht zu ebenso geschockten Reaktionen geführt wie jetzt die 200 Mal weniger Toten im Libanon?", fragt der französische Philosoph Andre Glucksmann. "Warum gibt es einen erregten weltweiten Aufschrei, sobald es um israelische Bomben geht? Wenn die Bilder des zerstörten Libanon schockieren - sehr viel mehr, als die halbverhungerten Menschen in Darfur und die Ruinen in Tschetschenien - dann liegt das daran, dass diese Bilder implizit von einer surrealistischen Geopolitik untertitelt sind... Wie viele Experten sehen seit Jahrzehnten im Nahost-Konflikt das Zentrum des weltweiten Chaos und den Schlüssel zu seiner Lösung?... Eine die Realität verkennende Geopolitik, die den Nahen und Mittleren Osten zum Stützpfeiler der Weltordnung macht, ist zur Religion der EU geworden, zum Glauben der Ungläubigen und der weniger Gläubigen der westlichen Welt." (08.08.2006)

Talaljuk ki Közep-Europat? - Ungarn

Istvan Kollai über slowakisch-ungarische Missverständnisse

Nach dem Ersten Weltkrieg verlor Ungarn zwei Drittel seines Staatsgebietes an die Nachbarländer - geregelt wurde das im Vertrag von Trianon. Noch heute leben in diesen Ländern etwa 2,4 Millionen Ungarn als Minderheit. Istvan Kollai meint, der Vertrag von Trianon überschatte trotz guter Wirtschaftsbeziehungen das Verhältnis zwischen Ungarn und der Slowakei. "Die Erinnerung der Ungarn an den Friedensvertrag von Trianon löst bei unseren slowakischen Nachbarn unbegründet defensive Reaktionen aus. Manche Missverständnisse sind schwer zu klären, doch andere könnten durch Information und eindeutige Äußerungen ungarischer Politiker ausgeräumt werden. So ist es beispielsweise ein Irrtum, dass die Ungarn eine Gebietsrevision wollen, wenn sie positiv über die Zeit vor dem Friedensvertrag reden... Die ungarische Gesellschaft hat gegenüber den Minderheiten in den Nachbarländern keinen einheitlichen Standpunkt, wie das von den Slowaken oft unterstellt wird." (04.08.2006)

POLITIK

Aftonbladet - Schweden

Die Gefahren der Atomkraft

Der Zwischenfall im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark am 26. Juli sei ernst gewesen, meint Mats Engström. Jahreszeitlich bedingt sei es durch die Abschaltungen nicht zu Lieferengpässen bei der Industrie gekommen. Doch was wäre an einem kalten Februartag passiert? "Vermutlich hätte in mehreren Teilen Schwedens der Strom abgeschaltet werden müssen. Die Wirtschaft wäre mit astronomischen Kosten konfrontiert gewesen. Die wirkliche Bedrohung für die schwedischen Arbeitsplätze ist die extreme Abhängigkeit von der Atomkraft. Die Ereignisse von Forsmark bestätigen, dass diese Energie gefährlicher ist, als behauptet wird. Stattdessen huldigen ihr Unternehmer in Finnland, wo der neue Reaktor Olkiluoto 3 gebaut wird. Dort wird wenig über die Probleme gesprochen. Dabei ist der Reaktorbau aufgrund von Sicherheitsmängeln schon ein Jahr im Verzug." (08.08.2006)

Życie Warszawy - Polen

Plädoyer für Atomkraft in Polen

Bisher gibt es in Polen kein Atomkraftwerk, man setzt vor allem auf Kohlekraftwerke und den Import von Erdgas. Jacek Belkowski, Sprecher der polnischen Energie-Regulierungsbehörde, hält dies für keinen zukunftsweisenden Weg: "Dass in den vergangenen Jahren die Gaspreise stetig angestiegen sind, sollte den Entscheidern die Augen öffnen: Gas ist nur eine vorläufige Lösung. Es spielt auch keine Rolle, ob es aus Norwegen oder Russland kommt... Es ist an der Zeit, nach einem neuen Konzept für Energiekraftwerke in Polen zu fragen. Ich meine, dass der Stopp des Baus des Atomkraftwerkes in Zarnowiec und die Vernachlässigung der polnischen Atomenergie einer der größten Sabotageakte in der polnischen Geschichte war. Das Umweltargument ist lächerlich, wenn man die ökologischen Folgen der Kohleverbrennung berücksichtigt, die für Natur und Menschen genauso tödlich sind wie die Folgen einer eventuellen Panne in einem Atomkraftwerk." (08.08.2006)

The Times - Großbritannien

Französische Diplomatie als Vorbild für Europa

Die Zeitung analysiert den Entwurf für eine Resolution im UN-Sicherheitsrat, in dem ein Ende der Gewalt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah gefordert wird. "Die große Stärke der im Wesentlichen von Frankreich erarbeiteten Resolution, die im UN-Sicherheitsrat diskutiert wird, ist ihr Pragmatismus. Sie täuscht keine Klarheit vor und auch nicht, etwas anderes zu sein als eine Übergangslösung. Sie zeichnet die militärischen und politischen Schritte vor, die den Konflikt beenden könnten; diese werden aber bewusst späteren Verhandlungen überlassen... Washington war, mit nur wenigen Abstrichen, froh, sich Frankreich anschließen zu können. Doch Frankreich hat allen Grund, sich über seine EU-Partner zu beklagen, die sich - mit Ausnahme Großbritanniens - nur langsam zum Verhandlungstisch bewegt haben. Sie sollten Frankreich viel stärker unterstützen. Es gibt heute keine Alternative." (08.08.2006)

Der Standard - Österreich

Roma in Bulgarien

370.000 Roma leben offiziell in Bulgarien, 90 Prozent von Sozialhilfe, 75 Euro pro Familie und Monat. Angesichts ihrer deprimierenden Lage äußert Adelheid Wölfl Zweifel an der Europareife Bulgariens, aber auch an der europäischen Politik: "Der Druck auf die Roma wird absurderweise durch den EU-Beitritt stärker. Denn aus Westeuropa käme die Botschaft an Bulgarien: 'Nehmt eure Roma zurück!', sagt Mihail Georgiev, Vorsitzender der Roma-Organisation Romani Baht. Er kritisiert die 'Polizeimethoden', etwa in Österreich, von wo aus bulgarische Romakinder zurückgeschickt werden. Weil die EU-Europäer die Roma als Bedrohung sehen, würden sie auch von der bulgarischen Mehrheitsbevölkerung als potenzielles Beitrittshindernis betrachtet. Im Vorjahr bekam die minderheitenfeindliche Partei Ataka bei den Wahlen acht Prozent." (08.08.2006)

WIRTSCHAFT

La Repubblica - Italien

Die EU und die blockierte Fusion der Autobahnbetreiber

"Was kann die EU tun?", fragt Leitartikler Hugo Dixon, nachdem die italienische Regierung die Fusion des italienischen Autobahnbetreibers Autostrade mit dem spanischen Autobahnbetreiber Abertis verhindert hat. "Soll sie versuchen, sich gegen die protektionistischen Tendenzen Italiens zu stellen, indem sie vor europäischen Gerichten klagt? Auch wenn die Urteile von nationalen Gerichten umgesetzt würden, hätten die Regierungen der Mitgliedsstaaten gesetzliche Alternativen, die der Klausel widersprechen. Es bleibt also nur der Weg eines Kompromisses. Aber bei dem, was auf dem Spiel steht, darf die EU keinen Kompromiss akzeptieren." (08.08.2006)

MEDIEN

Lidové noviny - Tschechien

Manipulierte Bilder für die "Medien-Front"

Die Nachrichtenagentur Reuters hat ein Foto, das Rauch über Beiruter Häusern nach einem Angriff zeigt, zurückgezogen: Offensichtlich hatte es der libanesische Fotograf Adnan Hajj manipuliert, indem er den Rauch digital bearbeitete und die Aufnahme so dramatisierte. Ondrej Neff spricht angesichts dieser Fälschung von einer "unsichtbaren Frontlinie": "Die manipulierten Bilder belegen, dass der Krieg auch in den Medien geführt wird. Israel kämpft an vielen Fronten gegen einen Feind, der es total vernichten und von der Landkarte radieren will - schon vom ersten Tag seiner Existenz an. Eine der Fronten ist auch die mediale. Und machen wir uns keine Illusionen: Sie verläuft auch durch unsere Medien." (08.08.2006)

KULTUR

Berlingske - Dänemark

Streit um Frauenquote an dänischen Theatern

Die Kopenhagener Theater suchen seit Wochen verzweifelt nach Frauen, um bei der Besetzung der Chefposten eine 33-Prozent-Quote zu erfüllen. Mehrere Frauen wurden bereits gebeten, sich zu bewerben. Die Zeitung sieht die Frauenquote kritisch: "Das Ziel ist eigentlich sympathisch. Wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen sollte es auch beim Theater weibliche Chefs geben. Auch unterschiedliche Altersgruppen sollten vertreten sein. Frauen gehören zudem zu den besonders aktiven Theaterbesuchern und stehen häufig auf und hinter der Bühne. Argumente gibt es also genug für mehr Frauen auf den Chefsesseln der Hauptstadt-Theater, wo Malene Schwartz heute die einzige Henne unter Hähnen ist. Doch der Zweck heiligt eben nicht unbedingt die Mittel: Frauen sollten aufgrund ihrer Qualifikation berücksichtigt werden, nicht wegen des Geschlechts, sonst schaden Quoten sowohl den Frauen als auch den Theatern." (08.08.2006)

Postimees - Estland

Die neue estnisch-russische Kulturszene

Immer mehr in Estland geborene Russen haben mit Esten zusammen studiert und deren Sprache gelernt. Damit sei eine neue Generation herangewachsen, die die estnische Kultur so gut kenne wie die russische, konstatiert Igor Kotjuh, selbst ein Vertreter dieser neuen Gruppe. "Man kann heute von einer estnisch-russischen Kultur sprechen, deren Vertreter etwas ganz Neues schaffen, denn sie verbinden zwei Traditionen. Die Elemente dieser Synthese verspüren wir heute schon in unseren Theatern, aber auch in der Malerei, in der Musik und in der Literatur. Die lokalen russischen Medien widmen sich freilich mehr den traditionellen Helden, und auch die estnischsprachigen Medien würdigen die estnisch-russischen Kulturereignisse mit kaum mehr als dürftigen Informationen. So wurde ich beispielsweise von einem Journalisten gefragt, ob estnisch-russische Autoren in Russland wahrgenommen würden. Und ich fragte zurück: 'Wozu? Sie leben doch in Estland'." (08.08.2006)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland

Ausstellung über Vertreibung in Berlin

Heinrich Wefing hat die von den Vertriebenenverbänden organisierte Berliner Ausstellung "Erzwungene Wege. Flucht und Vertreibung in Europa im 20. Jahrhundert" vor ihrer Eröffnung am Donnerstag besucht - und hofft in späterer Zukunft auf ein Zusammenspiel mit der Parallelausstellung im Deutschen Historischen Museum "Flucht, Vertreibung, Integration" gleich gegenüber. "Indem der Vertriebene als Opfer dargestellt wird, das immer wieder in der europäischen Geschichte auftaucht, in allen Winkeln des geplagten Kontinents, sucht nun auch die Ausstellung dem erwartbaren Vorwurf zu begegnen, sie betreibe Revanchismus, verliere sich in deutscher Nabelschau oder Opferstolz. Auf sechshundert Quadratmetern soll die ebenso verwickelte wie mörderische Geschichte der erzwungenen Völkerwanderungen in Europa im zwanzigsten Jahrhundert entfaltet werden. Und ein erster Gang durch die Ausstellungsräume deutet darauf hin, dass diese 'Europäisierung' nicht nur ein Versprechen ist... Neun Fallbeispiele sollen die 'unterschiedlichen Beweggründe und Rahmenbedingungen für Vertreibungen' deutlich machen, angefangen mit dem Völkermord an den Armeniern, über die Vertreibung der Juden Europas als 'Baustein des Holocaust' (Moshe Zimmermann), die Abschiebung der Italiener aus Jugoslawien nach 1944 bis hin zu den 'ethnischen Säuberungen' in Bosnien." (08.08.2006)

Le Temps - Schweiz

Otto Dix Retrospektive

Das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen zeigt eine Retrospektive des deutschen Künstlers Otto Dix (1891-1969), einer der Begründer der Bewegung "Neue Sachlichkeit". "Otto Dix wollte vor allem die menschliche Natur erfassen - bis in alle Verirrungen. Wenn er sich den Konflikten des Momentes widmete, dann um dem Menschen ins Gesicht blicken zu können. Letztlich fand er sich mitten im Getümmel. Er hat den gesamten Ersten Weltkrieg mitgemacht, war bei der Artillerie bei den großen Gefechten in der Champagne und in Flandern und sogar an der russischen Front dabei. Eine unsägliche Qual, die er in seinen Bildern eingefangen hat. Seine Skizzen und Gouachen, die er von dort mitgebracht hat, waren so schrecklich, wie seine Porträts der darauffolgenden Dada-Periode sozial und politisch gnadenlos waren. Die Galerie von Prostituierten und Matrosen, die in Schaffhausen zu sehen ist, ist schrill und ungeschminkt. Manche dieser Bilder haben ihm Prozesse wegen Anstößigkeit eingebracht. Die dann folgende veristische Strömung hat das Schockierende kaum gemildert, die Menschen aber menschlicher gemacht." (08.08.2006)

LOKALE FARBEN

Večer - Slowenien

Slowenien sucht ein nationales Symbol

Slowenien ist es leid, ständig mit anderen Staaten verwechselt zu werden. Deshalb ist der Staat nun auf der Suche nach einem neuen Logo und einem Slogan, die das Land in der globalen Wahrnehmung unverwechselbar machen sollen. Branka Bezjak fragt, was dafür in Frage kommen könnte: "Eine eindeutige Antwort auf die Frage, welche nationale Identität die Slowenen haben, gibt es nicht. Einerseits, weil wir mit unserer jüngsten Vergangenheit noch nicht im Reinen sind, und andererseits, weil wir uns diese Frage noch nie ernsthaft gestellt haben... Jetzt hat die slowenische Regierung die Suche nach einem Symbol ausgeschrieben, das uns in unterschiedlichen Bereichen repräsentieren soll und nicht nur in touristischer Hinsicht. Wird das nun der Triglav [höchster Berg Sloweniens und derzeitiges Wappen auf der Flagge], der Heustadel, die Krainer Wurst oder etwas ganz anderes sein?" (08.08.2006)

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