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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 14.08.2006

 

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Günter Grass war in der Waffen-SS

Der Schriftsteller Günter Grass hat am Wochenende in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekannt, dass er in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs, als Siebzehnjähriger, Mitglied der Waffen-SS war: "Das musste raus, endlich". Doch das späte Geständnis wirft Fragen nach der Glaubwürdigkeit eines Schriftstellers auf, der das Verdrängen und Verschweigen deutscher Schuld immer wieder angeprangert hat. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Mladá fronta Dnes - Tschechien, Canarias7 - Spanien, Neue Zürcher Zeitung - Schweiz, Die Welt - Deutschland, Le Soir - Belgien, La Stampa - Italien, Rzeczpospolita - Polen

Mladá fronta Dnes - Tschechien

"Wenn er auch kein niederträchtiger Mensch war, so hat Günter Grass doch gezeigt, dass er ein Schwächling war", kommentiert Teodor Marjanovic Grass' überraschendes Bekenntnis. "Grass war in der heutigen aufgeregten Zeit eine moralische Instanz. Er war ein Mensch, dessen großes Werk es den Deutschen ermöglicht hat, ohne Grimasse und Heuchelei in den Spiegel ihrer nazistischen Vergangenheit zu schauen. Und nun hat Grass zugegeben, dass er ein Leben lang darüber geschwiegen hat, was er selbst während des Zweiten Weltkriegs war. Na und?, fragt da vielleicht manch einer. Sogar Papst Benedikt XVI. war Mitglied der Hitlerjugend und wurde zur Wehrmacht eingezogen. Aber: Der Papst desertierte aus der Armee und verschwieg seine Vergangenheit nicht. Der Fall Grass ähnelt eher dem Fall Kurt Waldheim: Der ehemalige UN-Generalsekretär hatte verschwiegen, dass er im Krieg Einheiten kommandierte, die Gräueltaten in Westbosnien verübten. Wir können Grass glauben, dass er 'nicht einmal geschossen' hat... Ein Beigeschmack bleibt trotzdem. Sein Bekenntnis kommt unerträglich spät." (14.08.2006)

Canarias7 - Spanien

Chefredakteur Francisco Suarez Alamo glaubt nicht, dass das Eingeständnis von Grass dessen Image schaden wird. "Fast alle werden Verständnis zeigen, und manche werden gar die Geste des Autors preisen. So ist das, wenn man mit klar definierten Ideologien lebt: Am Ende wird alles vergeben. Grass wird als junges Nazi-Opfer dargestellt werden, das nicht wusste, was um ihn herum geschah, als Geisel eines Unterdrückungssystems. Doch es ist offensichtlich der Passivität jugendlicher und erwachsener Ignoranten geschuldet, dass andere die Konzentrationslager mit Leichen füllen konnten." (14.08.2006)

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz

Für Roman Bucheli hat sich Günter Grass mit seinem Bekenntnis selbst demontiert. Dabei verübelt er ihm nicht nur, dass er "in der Pose des selbstgewissen und von Eitelkeit nicht freien Moralisten" versuche, "aus seinem Schuldgeständnis ein ästhetisch-ethisches Kapital zu schlagen". Geradezu infam findet er, wie herablassend Grass in dem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung heute noch über die Adenauerzeit spricht – und über den jüdischen Dichter Paul Celan: "Grass lebte in den späten fünfziger Jahren vier Jahre in Paris und war damals mit Paul Celan befreundet. Über ihn lesen wir nun: 'Meistens war er ganz in die eigene Arbeit vertieft und im Übrigen von seinen realen und auch übersteigerten Ängsten gefangen.' Keinen Gedanken scheint Grass darauf verschwenden zu wollen, dass Celans 'übersteigerte Ängste' gerade in solchen gespenstischen Leerstellen des Schweigens, wie sie nun Grass einräumt, ihren Grund gehabt haben könnten. Nicht auszudenken, wenn Celan erfahren hätte, dass sein Freund Mitglied der Waffen-SS gewesen war." (14.08.2006)

Die Welt - Deutschland

Der Schriftsteller Burkhard Spinnen, 1956 geboren, ruft im Fall Grass nach "Behutsamkeit" und erinnert daran, dass Günter Grass aus diesem Fehler gelernt habe wie wenige andere. "Mein Vater erhielt noch eine Zeitlang Einladungen irgendeines militärischen Veteranenclubs. Meine Mutter erinnert sich an seine Kommentare dazu: 'Kannste alles wegwerfen!' Günter Grass ist über solche Einsichten und Anweisungen weit hinausgegangen. Er gehört zu der Minderheit seiner Generation, die gezeigt hat, was jenseits eines Berührungsverbots für Massenwahn und verbrecherische Ideologien gedacht und gefordert werden kann. Der 'Makel' in der eigenen Biografie hat schließlich nicht allein Fleiß und Selbstkritik befördert, sondern zu einer lebenslangen Anstrengung für die Verbesserung der Verhältnisse geführt. Daher Behutsamkeit, soviel wir Söhne und Töchter solchen Vätern gegenüber nur aufbringen können." (14.08.2006)

Le Soir - Belgien

Der belgische Autor Jacques De Decker sieht in Günter Grass' Bekenntnis den Schlusspunkt dessen literarischen Programms. "Grass' gesamtes Werk, oder fast das gesamte, durchleuchtet das deutsche (schlechte) Gewissen nach den Erschütterungen des vergangenen Jahrhunderts. Grass hat sich dieser Tragödien und der daraus entstandenen Traumata nicht als Denker oder Theoretiker angenommen, sondern als Poet und als manchmal visionärer Graphiker... Grass als Provokateur? Er hat nie aufgehört, einer zu sein: in seinen Schriften, in seinen Zeichnungen und in seinen öffentlichen Äußerungen. Die jüngste, abgegeben als Vorspiel zu seinem ersten Buch, in dem er sich ungeschminkt zeigt - bislang hat er nur unter dem Deckmantel der Fabel und Metapher von sich selbst erzählt - ist eine neue Art, sein Projekt bis zum Ende zu verfolgen und seinen Nachkommen verständlich zu machen." (14.08.2006)

La Stampa - Italien

Der italienische Politologe Gian Enrico Rusconi interpretiert die Erklärung von Grass als "feine Veränderung des kollektiven Blicks auf die deutsche Vergangenheit... Die jungen Generationen mussten mehr als die vorhergehenden beweisen, dass sie die nationale Schande voll und ganz empfinden. Und Günter Grass war - im Namen der kollektiven Schuld - gleichzeitig Protagonist und Gefangener dieses kritisch-emanzipatorischen Prozesses. Erst vor kurzem hat Deutschland zu neuer nationaler Würde gefunden, und Grass konnte sich einen anderen Blick auf sich selbst erlauben - ohne Nachsicht, um sich zu befreien. Sein Geständnis ist keine harmlose Angelegenheit, es ist ein Signal für die gesamte Nation. Es ist eine Art 'literarische Erlaubnis' für den Beginn einer kollektiven Erfahrung, die der Schriftsteller einmal mehr wird interpretieren wollen." (14.08.2006)

Rzeczpospolita - Polen

Krzysztof Gottesmann sieht Parallelen zwischen Günter Grass und den ehemaligen Mitarbeitern der polnischen Staatssicherheit: die Aufarbeitung der Geschichte sei beiderseits der Oder schwierig: "Die Polen und die Deutschen haben die zwei größten Kataklysmen des 20. Jahrhunderts erlebt: den Kommunismus und den Nationalsozialismus... Bis heute kommen die einen wie die anderen damit nicht klar. Das Aufarbeiten der dunklen Seiten der Geschichte, der eigenen Schande, der persönlichen Schuld und Unterlassungen, der Verwicklungen der einzelnen Menschen ist ein wichtiger Teil der nationalen Abrechnung... Grass, das Gewissen vieler Deutscher, brauchte über 60 Jahre, um über seine Vergangenheit zu sprechen. Aber auch um ein Geständnis abzulegen und die Verantwortung zu übernehmen. Hat seine Glaubwürdigkeit darunter gelitten? Mit Sicherheit ja. Man kann das Werk eines Künstlers nicht von seinem Schöpfer und dessen Leben trennen." (14.08.2006)

REFLEXIONEN

Süddeutsche Zeitung - Deutschland

Ulrich Beck über die Furcht der weißen Europäer auszusterben

"Nicht Deutschland altert, die Welt altert. Nicht Deutschland hat die geringsten Kinderzahlen (1,32 pro Frau), sondern Länder wie Ukraine (1,17), Slowakei, Slowenien, auch Süd-Korea (alle 1,2), gefolgt von Italien (1,29), Spanien (1,3)", schreibt der Soziologe Ulrich Beck und warnt vor der "Nabelschau-Demografie", die in der deutschen Debatte vorherrsche. Fest stehe nur eins: "Die Weißen europäischer Herkunft schrumpfen auf ein Fünftel der Weltbevölkerung und weniger". Statt nun Selektionsprinzipien für nicht-weiße Migranten aufzustellen, sollten wir lieber versuchen, "den Zusammenhang von Bevölkerungsrückgang, alternder Gesellschaft, notwendiger Reform sozialer Sicherungssysteme und gezielter Einwanderungspolitik als europäisches Problem zu definieren". (14.08.2006)

Népszabadság - Ungarn

Laszlo Vegel über Minderheiten in Südosteuropa

Laszlo Vegel, ungarischer Schriftsteller aus der serbischen Vojvodina, plädiert für weniger Staat und mehr Zivilgesellschaft in der Debatte über Minderheiten im ehemaligen Jugoslawien: "Feindseligkeit gegenüber Minderheiten und Antisemitismus haben leider tiefe historische Wurzeln in diesem Teil Europas. Regierungen, Parteien oder Politikern sind nur ein Faktor, um diese historische Feindseligkeit zu überwinden. Doch der Dialog über die ungarische Minderheit in Serbien beispielsweise wird nur auf der Ebene der Parteien geführt... Die finanzielle Unterstützung des Mutterlandes zielte bislang auf das Überleben der Minderheit als geschlossene Gemeinschaft. Niemand kümmerte sich darum, dass wettbewerbsfähige Medien, Institutionen, Netzwerke, Bürgerinitiativen der Minderheit und ein modernes kulturelles Wertesystem der Selbstrepräsentation entstehen." (13.08.2006)

POLITIK

Der Standard - Österreich

Terrorbekämpfung in der EU

Thomas Mayer kann nicht glauben, wie unkoordiniert die EU auf die Enthüllungen über die vereitelten Attentatspläne in London reagiert: "Dass es fünf Jahre nach der Katastrophe in New York offenbar noch immer nicht gelungen ist, auch nur ein Grundgerüst integrierter, gesetzlich geregelter EU-Polizeiarbeit zu realisieren, ist im Grunde unglaublich: Womit sonst als mit jenen Themen, die die Bürger intensiv beschäftigen, soll sich die Union denn befassen? Aber noch irritierender ist die Tatsache, dass die Geheimdienste und die Sicherheitsbehörden trotzdem nach Herzenslust lauschen und observieren, je nach nationalen Möglichkeiten und darüber hinaus im Graubereich. Eine parlamentarische Kontrolle auf europäischer Ebene gibt es praktisch nicht." (14.08.2006)

The Independent - Großbritannien

Bedroht der Terror die britischen Werte?

"Diese Dschihad-begeisterten Idioten bedrohen nicht unsere Werte. Sie bedrohen vielleicht unser Leben, aber nicht unsere Werte", meint Simon Carr mit Blick auf die Terrorverdächtigen, deren Anschlagspläne auf Transatlantikflüge vergangene Woche vereitelt wurden. Carr kritisiert die von der britischen Regierung angewandten Methoden im Anti-Terror-Kampf. "Unsere Werte sind vielmehr von unseren Politikern bedroht, die Panik verbreiten und uns zu so unbritischen Dingen treiben wie Menschen für drei Monate ohne Anklage im Gefängnis festzuhalten oder in andere Länder einzufallen, um deren Wertesysteme zu ändern. Ein anderer unserer grundlegenden Werte ist der Stoizismus. Wenn noch mehr Grausamkeiten unvermeidlich sind..., dann sollten wir uns mit ruhigem Mut wappnen. Könnten wir davon bitte ein bisschen mehr haben? Ein bisschen mehr ruhiges Blut?" (14.08.2006)

El Mundo - Spanien

Immigration an der Küste Spaniens

"Die Medienaufmerksamkeit konzentriert sich auf die Waldbrände in Galizien, doch es gibt eine andere Katastrophe im Süden des Landes, die nicht übersehen werden darf", schreibt die Zeitung. "Spanien erlebt derzeit die schlimmste Welle illegaler Immigration seit Jahren. Fast 16.000 Illegale sind in diesem Jahr schon aus afrikanischen Ländern über das Meer gekommen. Die Zahlen sprechen für sich. Im Juli 2005 kamen 860 Illegale an den spanischen Küsten an. In diesem Jahr waren es im gleichen Zeitraum 3.000... Die Senegalesen, Mauretanier und die anderen Afrikaner müssen wissen, dass nicht alle ein würdevolles Leben in Spanien führen können. Ihre Zukunft kann sein, dass sie im Meer sterben - Dutzende haben ihr Leben verloren, als sie versuchten, das Meer zu überqueren - oder am Rande der Gesellschaft leben." (14.08.2006)

Élet és Irodalom - Ungarn

Aminata Traoré über afrikanische Einwanderer

Aminata Traoré, frühere Ministerin für Kultur und Tourismus in Mali, plädiert im Interview mit Agnes Rajacic für die Öffnung der europäischen Grenzen für afrikanische Einwanderer: "Die Grenzen zwischen dem Kampf gegen den Terrorismus und dem Kampf gegen die Einwanderung sind verschwommen. Der Politik liegt eine Angst zu Grunde, die auf einer Ideologie beruht. 'Wir beschützen Euch vor dem Bösen', sagt Bush. 'Wir beschützen Euch vor den afrikanischen Einwanderern', sagt Europa. Eine Koalition der reichen Länder ist der Beginn einer neuen Phase der Ausbeutung der Welt, die tragisch enden wird, wenn wir keine andere Lösung finden. Wir Afrikaner legen keine Bomben... Der Westen hegt trotzdem Hass gegen uns, obwohl er damit auch sich selbst schadet. Die afrikanischen Einwanderer sind keine Feinde Europas, im Gegenteil: Sie glauben an Europa." (14.08.2006)

Trouw - Niederlande

Abwanderung aus den Niederlanden

"Die zentrale Statistikbehörde hat vergangene Woche mitgeteilt, dass die Niederlande europaweit das größte Einwanderungsdefizit haben", beklagt die Zeitung. "Im ersten Halbjahr hat das Land 63.000 Menschen verloren... Das ist eine beunruhigende Nachricht. Die Niederlande sind offensichtlich nicht attraktiv. Das liegt auch an der Politik, denn die Niederlande werden von Angst und Beklommenheit regiert. Wir haben in den vergangenen Jahren alles in unseren Kräften Stehende getan, dieses Land für Wirtschaftsflüchtlinge unattraktiv zu machen, was allerdings dazu geführt hat, dass das auch die Arbeiter abschreckt, die wir in Zukunft brauchen. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung Immigration nicht nur als ein Phänomen sieht, das man bekämpfen muss, sondern auch als etwas, was notwendig und gut ist." (14.08.2006)

Libération - Frankreich

Die Aids-Hilfe des Bill Gates

"Die Anwesenheit des reichsten Mannes der Welt, Bill Gates, beim Aids-Kongress in Toronto zeigt nicht nur die Nachhaltigkeit der puritanischen Kapitalismus-Ethik", meint Gerard Dupuy. "Gleichzeitig markiert sie einen Wendepunkt der modernen Geschichte, in der sich Privatinitiativen - unter dem Oberbegriff Nichtregierungsorganisationen (NGO) - als ein Hauptakteur im weltweiten Zusammenleben durchgesetzt haben, als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Nord und Süd. Das Entscheidende ist in diesem Fall nicht, dass Gates reich ist, sondern dass er nur seinem Gewissen und seinem Aufsichtsrat verpflichtet ist, ähnlich wie 'Ärzte ohne Grenzen' oder 'Ärzte der Welt'. Damit trägt er zur Durchsetzung neuer Standards im philanthropischen Handeln bei." (14.08.2006)

KULTUR

Gazeta Wyborcza - Polen

Skepsis über Berliner Vertriebenen-Ausstellung

Der Berliner Korrespondent Bartosz T. Wielinski ist von der Berliner Ausstellung über Vertreibung in Europa alles andere als überzeugt: "Die Ausstellung 'Erzwungene Wege' setzt ein Gleichheitszeichen zwischen dem Blutbad an Armeniern, den Konflikten in Ex-Jugoslawien und den Dramen des Zweiten Weltkrieges, sie bringt also Ereignisse auf einen Nenner, die nicht vergleichbar sind. [Ausstellungsinitiatorin] Erika Steinbach versichert, dass sie objektiv die Opfer von Vertreibungen zeigen wollte. An der Objektivität kann man aber Zweifel hegen, denn die grafische Komposition der Ausstellung – also die Reihe der die Geschichte beschreibenden Tafeln bestätigt einen nur in der Überzeugung, dass alle Vertriebenen im gleichen Maße Opfer waren, nur die Schuld von Nazi-Deutschland am Entfesseln des Zweiten Weltkrieges verschwindet irgendwo. Auch die richtigen Proportionen sind verloren gegangen, denn dem Zweiten Weltkrieg wurde nur minimal mehr Platz gewidmet als dem Zypern-Konflikt und dem Krieg in Ex-Jugoslawien." (11.08.2006)

The Guardian - Großbritannien

Der Erfolg des Schottischen Nationaltheaters

Das Theaterstück "Black Watch", das zurzeit beim Edinburgh International Festival gespielt wird, zeigt für Charlotte Higgins, welche Rolle ein Nationaltheater spielen kann. "Dieses Theaterstück ist zweifellos zutiefst menschlich - und wurde mit viel Selbstbewusstsein vom Schottischen Nationaltheater (NTS) gezeigt. Das NTS, noch in seinem ersten Jahr, hat mit Black Watch bewiesen, dass es seinen Zweck erfüllt. Es handelt sich um ein echtes 'nationales' Theaterstück, das von aktuellen Sorgen und menschlichen Schicksalen erzählt, die sich abseits der großen Politik oder der großen Geschichte ereignen. Ein Stück, das an keiner Stelle provinziell oder nationalistisch wirkt. Das NTS hat allen Skeptikern, die an der Notwendigkeit eines schottischen Nationaltheaters gezweifelt haben, und auf die neuesten quälerischen Selbstbefragungen zur Nationalkultur die bestmögliche Antwort gegeben: keine Diskussion mehr, sondern ein beredtes Theaterstück." (14.08.2006)

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