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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 23.08.2006

 

TOP-THEMA

Einwanderung als Herausforderung für Europa

In verschiedenen Ländern Westeuropas wird derzeit darüber diskutiert, wie man die Einwanderung handhabt. Dabei spielt sowohl die massive Ankunft illegaler Einwanderer im Süden Europas eine Rolle als auch die Folgen der EU-Osterweiterung vor zwei Jahren. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
La Stampa - Italien, Libération - Frankreich, The Times - Großbritannien

La Stampa - Italien

Federico Geremicca sucht nach einem Ausweg aus der schwierigen Situation, die in Europa durch die illegale Einwanderung entstanden ist. "Die Lösung findet sich so schnell nicht, auch wenn man noch so viel Energie aufwendet, oder wenn die Spanier oder Italiener härter durchgreifen. Man findet sie auch nicht im hypothetischen Fall, dass Italien und Spanien enger kooperieren... Rom und Madrid können dieses Problem nicht alleine lösen... Was jetzt her muss, ist ein 'europäischer Marshall-Plan' für die ärmsten afrikanischen Länder. Denn jeder andere Weg, von militärischer Abschreckung bis hin zur extremen Sicherung der Grenzen, hat sich als ineffizient und sinnlos erwiesen... Es wird übrigens nicht das erste Mal sein, dass die Lösung für ein dramatisches Problem aus Notwendigkeit und Angst entsteht und nicht aus Überzeugung oder Großzügigkeit." (23.08.2006)

Libération - Frankreich

"In den zehn Jahren seit dem Sommer von Saint-Bernard hat sich nichts oder fast nichts verändert", beklagt Gerard Dupuy in einer Sondernummer der Tageszeitung anlässlich des zehnten Jahrestages der Räumung der Pariser Kirche Saint-Bernard, die von illegalen Immigranten besetzt gewesen war. "Frankreich versucht weiter, sich gegen Immigration zu schützen – ohne Erfolg. Das Schicksal der Illegalen bleibt auf diese Weise in der Schwebe zwischen unmöglicher Abschiebung und unwahrscheinlicher Legalisierung... Dennoch bleibt Frankreich in absehbarer Zukunft ein Einwanderungsland, und die Menschen sind sich dessen eher bewusst. Die Haltung der beiden großen politischen Lager fällt diesbezüglich verschieden, aber symmetrisch aus. Jede Seite versucht, gemäßigte mit extremen Strömungen zu vereinbaren." (23.08.2006)

The Times - Großbritannien

"Die gestern veröffentlichten Zahlen über die Anmeldung von Arbeitssuchenden aus den ehemaligen acht kommunistischen Ländern, die 2004 der EU beigetreten sind, künden von einer Erfolgsstory - mit einer Ausnahme. Die Zahlen liegen nämlich viel, viel höher, als das Innenministerium vor Beginn des Programms geschätzt hatte", stellt die Tageszeitung fest. Entgegen den offiziellen Schätzungen von 5000 bis 13000 Neuankömmlingen pro Jahr belief sich die Zahl der akzeptierten Anträge "letztlich auf ... 427.000, eine Zahl, die vermutlich noch zu gering geschätzt ist, da sie die Selbständigen - Elektriker, Klempner und das Baugewerbe - nicht berücksichtigt. Manche werden sagen, allein die Zahl der Anträge werfe ein schlechtes Licht auf die Einwanderung. Doch das ist falsch. Denn diese Bewegung hat für ökonomisches Wachstum und Steuereinnahmen gesorgt, die andernfalls nicht zur Verfügung gestanden hätten... Kurz gesagt: Einwanderung funktioniert." (23.08.2006)

REFLEXIONEN

Gazeta Wyborcza - Polen

Günter Grass schreibt Danzig einen Brief

Nach der heftigen Debatte über Günter Grass' Vergangenheit in der Waffen-SS und Forderungen, er solle die Ehrenbürgerschaft der Stadt Danzig zurückgeben, meldet sich der Schriftsteller mit einem Brief an den Bürgermeister Danzigs, den auch deutsche Zeitungen drucken. Darin schreibt Grass, die "Meldung über eine zwar gewichtige, aber nicht den Inhalt des Buches dominierende Episode im Verlauf meiner jungen Jahre", hat "eine Kontroverse ausgelöst, die unter anderem die Bürger der Stadt Gdansk verunsichert und die zugleich für mich existentiell bedrohliche Ausmaße angenommen hat... Es steht mir nicht zu, in dieser Situation auf all das hinzuweisen, was während fünf Jahrzehnten mein Lebenswerk als Schriftsteller und gesellschaftlich engagierter Bürger der Bundesrepublik Deutschland ausmacht, doch möchte ich für mich beanspruchen, die harten Lektionen, die mir in meinen jungen Jahren erteilt worden sind, begriffen zu haben: meine Bücher zeugen davon und mein politisches Handeln." (23.08.2006)

Financial Times - Großbritannien

Jean Pisani-Ferry über Europas Verlust an Wissen

Europa muss sich besser um die Wissensgrundlagen kümmern, meint Jean Pisani-Ferry, Leiter des Brüsseler Think-Tanks Bruegel. Seine Hauptthese ist, dass "ein durchschnittlicher erwachsener EU-Bürger bedeutend weniger gebildet ist als ein Bürger in anderen Industrieländern". Sie basiert auf vergleichenden Daten der Organisation für Wirtschaftskooperation und Entwicklung, der Harvard-University und koreanischer Universitäten. "Ein großer Teil der EU-Bevölkerung hat nur einen einfachen Schulabschluss, lediglich 20 Prozent haben einen Hochschulabschluss... Europas Wohlstand wird nicht von Dauer sein, wenn es nicht mehr in das menschliche Kapital investiert. Europas öffentliche Ausgaben für Bildung sind etwa genauso hoch wie die der USA, doch es fließt weit weniger privates Kapital in die Bildung. Und es gibt bedeutend weniger herausragende Bildungsinstitutionen. Europa muss damit rechnen, dass die Basis seines Wohlstands langsam aber sicher erodiert." (23.08.2006)

Le Soir - Belgien

Philippe Defeyt über die kapitalistische Eroberung des Schlafs

Der belgische Wirtschaftswissenschafler Philippe Defeyt vom belgischen Institut für nachhaltige Entwicklung (IDD) vertritt die These, der Schlaf sei eine der letzten Bastionen, die der Kapitalismus zu überwinden trachte. "Konsumenten und Arbeiter haben die 'störende' Angewohnheit, zu schlafen und sich mehr als ein Drittel ihrer Zeit auszuruhen... Was für eine Zeitvergeudung! Stattdessen könnte man konsumieren, arbeiten, in Bewegung sein, sich irgendwohin begeben... Eine schon seit längerem zu bemerkende Tendenz, verstärkt von allen möglichen Innovationen (Fernsehen, Internet, Energydrinks...) droht also, die Zeit zum Schlafen noch weiter zu verkürzen. Mehr Zeit zum Konsumieren und Arbeiten, das liegt im Bereich des Möglichen. Aber ist es wirklich das, was wir brauchen? Haben wir Lust dazu? Wollen wir wirklich immer Verlängerung spielen? Würden wir uns durch schönere Nächte - statt diese immer weiter zu verkürzen - nicht auch schönere Tage bescheren?" (23.08.2006)

Le Monde - Frankreich

Jean-Marc Dreyfus für ein anderes Bild von Israel

Der französische Historiker Jean-Marc Dreyfus vom Deutschen Historischen Institut in Paris antwortet auf einen Beitrag von Etienne Balibar und Jean-Marc Levy-Leblond, der Anfang der Woche in der gleichen Zeitung erschienen war. "Die vorgeschlagene Lesart zum Schicksal der Juden im 20. Jahrhundert, der arabischen Entkolonisierung und des fast 60 Jahre währenden Konflikts zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarn hat insofern etwas Beunruhigendes, als dass die beiden Autoren in der Absicht, Israel zu kritisieren, die Unterdrückten aus dem Geschichtsbild verschwinden lassen, die sie eigentlich verteidigen wollten.... Und ein weiterer Punkt fällt einem bei der Lektüre auf: in der Beschreibung Israels wird eine ziemlich veraltete Bildersprache benutzt... Wenn man Israel als nationalistischen, kolonialistischen und militaristischen Staat bezeichnet, dann bedient man sich einer Sprache, die aus der Zeit der Entstehung des Zionismus stammt... Diese Zuschreibungen haben sich vom nationalsozialistischen Deutschland über diverse antizionistische sowjetische Komitees und die arabische Welt bis in die Dritteweltbewegung gehalten." (23.08.2006)

POLITIK

Rzeczpospolita - Polen

Deutsche Ansprüche auf polnischen Besitz

Die deutsche Vertriebenenfirma "Preußische Treuhand", die sich dafür zuständig fühlt, private Vermögensansprüche von deutschen Vertriebenen in Polen geltend zu machen, hat gegenüber der Rzeczpospolita bestätigt, dass sie diese Ansprüche nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg einklagen wird. Marek A. Cichocki, Experte am Europäischen Zentrum Natolin, kommentiert: "So eine Klage wird die deutsch-polnischen Beziehungen nicht gerade verbessern. Da wird Öl ins Feuer gegossen. Doch die Atmosphäre ist ohnehin schon so schlecht, dass das auch keine große Bedeutung mehr haben wird. Klar ist nur, dass es in den bilateralen Beziehungen ein ernsthaftes Problem mit der immer noch nicht überwundenen Vergangenheit gibt. Polen sollte seinen Bürgern, die von dieser Klage eventuell betroffen sein könnten, Rechtsberatung garantieren. Es geht vor allem um die Regelung ihrer Eigentumsangelegenheiten." (23.08.2006)

Magyar Hírlap - Ungarn

Ehemalige Beamte der Stasi in öffentlichen Ämtern

György Petö, Bürgermeister des Budapester Bezirks Obuda, hat öffentlich erklärt, von 1979 bis 1983 Mitarbeiter der Spionageabwehr der ungarischen Staatssicherheit gewesen zu sein. Andras Schiffer, Sprecher der Gesellschaft für Freiheitsrechte (TASZ), fordert Petös Rücktritt, auch wenn dieser nicht unmittelbar mit Stasi-Spitzeln zu tun hatte: "Nach 1989 folgte keine Abrechung. Die Beamten der ehemaligen Staatssicherheit hatten das Recht, am öffentlichen Leben der Demokratie teilzunehmen. Beim Systemwechsel wurde zwar das Prinzip der Legalität gewahrt, aber dennoch ein vollkommener Systemwechsel vollzogen. Die klare Abgrenzung von Diktatur und Rechtsstaat, von den Rollen und Funktionen der Zeit vor 1989, ist die moralische Grundlage der neuen Republik. Die Beamten der ehemaligen ungarischen Staatssicherheit können nicht als 'Fachleute' eines demokratischen Rechtsstaates betrachtet werden, weil sie damals die Diktatur steuerten." (22.08.2006)

To Vima Online - Griechenland

Waldbrände in Griechenland

Heftige Waldbrände haben am 21. August auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki gewütet und zum Tod eines deutschen Touristen geführt. Stavros Psiharis kritisiert, die griechischen Behörden seien der Situation nicht gewachsen gewesen. "Alles, was die Regierung getan hat, war, sich für ihre Untätigkeit zu entschuldigen!... Abgesehen von der Gefahr, die diese Waldbrände für die griechischen und ausländischen Urlauber bedeuten, sind sie eine echte Katastrophe für die Ökologie dieser geschützten Region. Der Minister von Thrakien und Makedonien hat sich dafür entschuldigt, dass die Hilfe zu spät eintraf und die Regierung nicht reagiert hat. Aber dieser Fehler ist unverzeihlich. Hier geht es um Leben und Tod! Wie können solche Entschuldigungen die Menschen trösten, die alles verloren haben?" (23.08.2006)

El País - Spanien

Zunehmende Islamophobie in Spanien

Die Zeitung warnt vor zunehmender Islamophobie in Spanien und verweist auf einen neuen Zwischenfall. Vor einer Woche wurde am Flughafen von Malaga zwei Männern, die für Pakistanis gehalten wurden, der Einstieg ins Flugzeug verweigert, weil die anderen Passagiere einen Anschlag fürchteten. "Derzeit ist die Stimmung gegenüber Muslimen im Westen nicht gerade gut. Zum Großteil ist der Terrorismus daran Schuld, aber auch ohne ihn gäbe es Diskriminierung. Viele Bürger sind argwöhnisch geworden. Sie spielen sich sehr schnell als Richter auf und verurteilen andere Menschen wegen ihres Erscheinungsbildes oder ihrer Kleidung grundlos. Es ist bedauerlich, dass wir, die einfachen Menschen, in Panik verfallen und bei Sicherheitsmaßnahmen noch weiter gehen als unsere Behörden. Dieses Verhalten gibt denen Nahrung, die ethnischen Hass predigen." (23.08.2006)

Der Standard - Österreich

Österreichs Pflegenotstand

Nachdem bekannt wurde, dass die Schwiegermutter des österreichischen Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel vor ihrem Tod illegal von einer slowakischen Pflegerin betreut wurde, hat sich die Debatte um den Pflegenotstand in Österreich verschärft. "Die Familie des Bundeskanzlers tat das Gleiche, was tausende andere Österreicher in dieser Situation auch tun", schreibt Michael Völker und erklärt: "Der illegale Markt in Österreich hat sich ergeben, weil der Staat nicht in der Lage ist, die Pflege der größtenteils alten Menschen zu gewährleisten – weder organisatorisch noch finanziell. Die Politik hat durch Wegschauen ein System geschaffen, in dem illegale Arbeitsverhältnisse und die Ausbeutung von Menschen toleriert werden. Dafür trägt der Kanzler die Verantwortung. Der Staat hat das Problem des Pflegesystems, das ohne das Auffangnetz illegaler Anbieter längst kollabiert wäre, jahrelang ignoriert. Mit dem Erfolg, dass sich selbst die Familie Schüssel im Ernstfall illegaler Pflegerinnen aus der Slowakei bedient." (23.08.2006)

KULTUR

Dagbladet Information - Dänemark

Das Ende des Konzepts vom Nationaltheater

Das Königliche Theater in Kopenhagen steht in der Kritik, weil es kaum Schauspieler ausländischer Herkunft im Ensemble hat und nur wenige Stücke aus anderen Kulturkreisen spielt. Am Stockholmer Dramaten-Theater hingegen ist man einen anderen Weg gegangen, erklärt Dramaten-Chef Staffan Valdemar Holm im Interview mit Anita Brask Rasmussen. Knapp 20 Prozent der Angestellten seien dort ausländischer Herkunft, Stücke aus Afrika, Asien und Südamerika lockten ein neues Publikum ins Theater. "Wir müssen zugeben, dass wir die Tendenz haben, Leute einzustellen, die uns selbst ähneln. Um das zu ändern, muss man konkrete Zielsetzungen formulieren. Es ist wichtig, dass man eine Vision für das eigene Unternehmen hat. Das begrenzt die Kreativität nicht, im Gegenteil. Für einen Künstler ist es motivierend zu sehen, dass das Haus, dem er angehört, eine Haltung und ein übergeordnetes Ziel hat. In Wirklichkeit ist es künstlich, von einer nationalen Bühne zu sprechen. Denn der Begriff der Nation bedeutet heute nicht mehr das Gleiche wie vor zehn oder 30 Jahren." (23.08.2006)

Delo - Slowenien

Der letzte Vertreter der Jugo-Nostalgie

Der Journalist Peter Rak war bei einem Konzert des erfolgreichen "jugoslawischen" Liedermachers und Schauspielers Rade Serbedzija in Mazedonien: Serbedzija sei geprägt "von den Wirren des jüngsten Balkankrieges und dem Zerfall des gemeinsamen kulturellen und geistigen Raumes, dem er mit Leib und Seele angehörte. Für den Star des jugoslawischen Films und Theaters war der Zerfall Jugoslawiens eine Sintflut, die bei vielen seiner Kollegen zu einem resignierten Rückzug in die Einsamkeit führte. Serbedzija ist jedoch einer der wenigen, die wieder aufgetaucht sind." Rak meint, dass mit Serbedzija "und seiner Generation eines Tages die letzen Jugo-Nostalgiker sterben werden. Diejenigen, die sich die guten alten Zeiten nicht nur wegen des Personenkults um den Marschall [Tito] zurückwünschen, sondern vor allem wegen des damaligen spezifischen geistigen Klimas. Danach wird eine Leere eintreten, bis eines Tages eine neue, unvoreingenommene Generation den alten Groll und Antagonismus überwinden wird." (23.08.2006)

Público - Portugal

Rauchverbot für Tom und Jerry

Nuno Pache klagt über den Fundamentalismus von Tabak-Gegnern, deren Kampf gegen Raucher manchmal zu offener Zensur führe. "Ein britischer Bürger hat vor ein paar Tagen festgestellt, dass es Zeichen von Anstiftung zum Rauchen in zwei Zeichentrickfilmen von Tom und Jerry gibt. In einem Film wird eine Zigarette geraucht, im anderen eine Zigarre. Dieser übereifrige Bürger reichte Beschwerde ein, denn er meinte, das sei schädlich für Kinder. Er wurde erhört, die Szenen wurden herausgeschnitten. Zu wessen Wohl? Dem der Kinder?... Dann wäre es ganz normal, wenn man sie mit einem Messer in der Hand ihre Eltern verfolgen oder ihre Brüder durchs Fenster werfen sähe. Denn genau das kommt in den Zeichentrickfilmen vor. Allerdings hat sich darüber noch niemand beschwert... Länder, in denen Drogen, Krieg und Gewalt für jedermann (auch für Kinder) an der Tagesordnung sind, gefallen sich besonders darin, kleinere Gefahren anzuprangern, um so eine Keuschheit vorzutäuschen, die sie wahrlich nicht besitzen." (23.08.2006)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland

Teheraner "Schreckenskabinett" mit Holocaust-Karikaturen

Der Journalist Ahmad Taheri hat in Teheran die Ausstellung mit Holocaust-Karikaturen besucht, die als Antwort auf die Aufregung um die dänischen Mohammed-Karikaturen konzipiert wurde, jetzt aber offenbar auf wenig Interesse stößt . "Der Hass auf die Juden oder 'die Zionisten' beherrscht die Ausstellung", stellt Taheri fest. "Doch anscheinend ist das Schreckenskabinett im Museum der palästinensischen Künste den Machthabern zur Zeit... nicht ganz geheuer. Die Zeitungen schweigen über die Ausstellung. Und selbst die Intellektuellen haben von der Holocaust-Schau keine Ahnung. In den vier Stunden, während deren sich der Besucher aus Deutschland in den Räumen des Museums aufhielt, kamen nur sechs Leute: drei westliche Journalisten mit ihren drei Übersetzern." (23.08.2006)

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