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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 22.02.2007

 

TOP-THEMA

Rückzug aus dem Irak

Der britische Premier Tony Blair hat angekündigt, 1600 Soldaten aus der südirakischen Stadt Basra abzuziehen - insgesamt 7100 Soldaten hat Großbritannien noch im Irak stationiert. Auch in Dänemark will Regierungschef Anders Fogh Rasmussen die 450 Mann starke dänische Truppe aus Basra zurückrufen. Die europäischen Medien diskutieren über die innenpolitischen Gründe für den Abzug und fragen nach der ungewissen Zukunft des Irak. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Le Soir - Belgien, The Independent - Großbritannien, Die Presse - Österreich, Politiken - Dänemark, Evenimentul Zilei - Rumänien

Le Soir - Belgien

"Die Ankündung Blairs einer substanziellen Reduzierung der britischen Truppen im Irak war janusköpfig", befindet Jurek Kuczkiewicz. "Einerseits ließ er die desillusionierten britischen Wähler wissen, dieser Rückzug sei der Beginn des gewünschten Gesamtrückzugs und möglich geworden, weil sich die Lage vor Ort 'verbessert' habe. Andererseits erklärte er, dass die Briten ihre amerikanischen Verbündeten nicht im Stich ließen, denn sie seien bereit zu bleiben, 'solange man uns darum bittet'. Jeder weiß: Beides ist falsch. Tony Blair hat mit seiner Ankündigung eine tränenreiche Grabrede gehalten - vor allem auf das Irak-Abenteuer. Mit Anspielungen und Auslassungen hat der britische Premier zugegeben, dass diese Militäroperation Mesopotamien keinen Frieden und keine Demokratie gebracht hat, sondern Chaos und nie dagewesene Gewalt. Auf diese Weise hat er auch seine eigene Grabrede gehalten. Darin wurde deutlich, dass der engagierteste Premierminister seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs von der Katastrophe im Irak, auf die er sich im Gefolge von George Bush eingelassen hatte, niedergeworfen wurde." (22.02.2007)

The Independent - Großbritannien

Die Zeitung findet, die Ankündigung von Tony Blair habe "das klassische Bild eines unterlegenen Führers geboten, der den Sieg erklärt und dann verschwindet. Auch wenn Blair darauf bestand, die Kriterien für eine Truppenreduzierung seien erfüllt, die Iraker seien nun gut genug ausgebildet, um selbst die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen, und Basra sei nicht Bagdad, so bleibt man nach seiner Rede skeptisch. Das liegt zum Teil daran, dass die Rede voller Unsicherheiten und Widersprüche war. Was als großer Rückzug angekündigt wurde, fällt kleiner aus als gedacht. Der Zeitrahmen blieb unklar. Und selbst wenn 1600 Mann bis Herbst abgezogen werden, bedeutet das, dass 5000 Mann bleiben, voraussichtlich bis Ende 2008... Und warum rechtfertigte Blair sich, die meiste Gewalt sei nicht religiös motiviert, sondern richte sich gegen die britischen Truppen? Das hat Armeechef Sir Richard Dannatt schon vor einem halben Jahr festgestellt und zu einem früheren Abzug geraten." (22.02.2007)

Die Presse - Österreich

"Die relative Ruhe [im Südirak] ermöglicht die schöne Illusion, dass die britischen Truppen erfolgreich, also als Sieger, abziehen können. Blair kann auf diese Weise mit einem letzten Rest nationaler Zustimmung und Gesichtswahrung das Abenteuer beenden, für dessen Beginn er mitverantwortlich ist", meint Michael Prüller. Die Zukunft des Iraks sieht er skeptisch. "Aber das Zerbröckeln der Irak-Allianz ist besiegelt. Und das ist für das Land, in dem abscheuliche Schwerverbrecher wie kaum je zuvor den Alltag ganzer Regionen bestimmen können, eine Tragödie – und für die westliche Allianz ein Ausdruck tiefster Resignation. Uns das auch noch als Zeichen der Hoffnung verkaufen zu wollen, ist vielleicht das Hoffnungsloseste an der Sache. Wie soll man noch Restvertrauen in die Führer der freien Welt haben, wenn ihnen die letzten Spuren ihres schwachen Dranges nach Ahnungen von Wahrhaftigkeit abhanden gekommen sind?" (22.02.2007)

Politiken - Dänemark

Die Ankündigung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen, die dänischen Soldaten aus dem Irak abzuziehen, wertet Tøger Seidenfaden als eine Reaktion auf die Stimmung im eigenen Land: "Dänemark und die dänischen Soldaten können froh sein, dass wir einen Ministerpräsidenten haben, der nicht ganz so eigensinnig ist wie Präsident Bush. Anders Fogh Rasmussen möchte wiedergewählt werden, damit lässt sich seine Entscheidung am besten erklären, eine Absicht, die Bush nicht mehr hegen kann. Was für Dänemark eine innenpolitische Niederlage darstellt, bedeutet für die Iraker eine fortlaufende Tragödie. Die Situation verschlimmert sich zunehmend, eine Lösung ist nicht in Sicht. Selbst ein Abzug der amerikanischen Truppen würde die Lage nicht verbessern." (22.02.2007)

Evenimentul Zilei - Rumänien

Anders als Großbritannien und Dänemark hält Rumänien nach Aussage seines Verteidigungsministers Sorin Frunzaverde daran fest, seine rund 600 Soldaten in den Irak entsendeten Soldaten dort zu belassen und seine Entscheidungen mit den Verbündeten abzustimmen. Emilian Isaila kommentiert die veränderte Lage: "Rumänien steht zwischen den Fronten. Unter den neuen Umständen wird die Außenpolitik Rumäniens eine neue Ausrichtung nehmen und Präsident Basescu seinen kriegerischen, pro-amerikanischen Diskurs nuancieren müssen. Was haben wir eigentlich noch zu gewinnen, wenn wir dort bleiben? Anscheinend nicht sehr viel. Jetzt, nachdem die Briten mit dem Abzug begonnen haben, kann man nicht mehr vom Brechen eines Versprechens reden... Wir sind in der NATO, wir sind in der EU. Wir verfolgen keine Sicherheitsstrategie mehr, sondern nur noch eine rein diplomatische Linie." (22.02.2007)

REFLEXIONEN

Die Zeit - Deutschland

Jörg Lau über die Gabe des Islams

Jörg Lau versucht zu verstehen, was den Islam von anderen monotheistischen Religionen unterscheidet: "Die älteren Verwandten des Islams, Judentum und Christentum, sind Religionen mit großem Pathos: das Judentum mit seinem Traum der Erlösung des erwählten Volkes aus Bedrängnis, das Christentum mit dem Versprechen individueller Erlösung durch das Leiden des Gottes der Liebe. Der Islam ist bemerkenswert frei davon, die Beziehung von Gott und Mensch derart zu dramatisieren. Die (für die Christen fast erschreckende) Nüchternheit des Verhältnisses von Gott und Mensch gibt der muslimischen Frömmigkeit das Unverwechselbare. Kein anderer Monotheismus hat die Absolutheit und Transzendenz Gottes so konsequent zu Ende gedacht wie der Islam. Er stellt den Menschen direkt und unvermittelt vor einen Gott, der in seinem alles übersteigenden Anderssein auch dem Frommsten immer entrückt bleiben muss. Diese Gotteserfahrung zwischen Unmittelbarkeit und absoluter Transzendenz ist die große Gabe des Islams an die Menschheit. Sie ist heute verschüttet unter Bergen von politischer Ideologie und steriler Buchstabengelehrsamkeit. Doch die Grabungen haben begonnen." (22.02.2007)

El País - Spanien

Salvador Giner über die leeren Kirchen Spaniens

Der spanische Soziologe Salvador Giner spricht im Interview mit Carles Geli über die sozialen und politischen Veränderungen in Spanien. "Was im Norden Europas 120 Jahre gedauert hat, spielte sich hier innerhalb von 30 Jahren ab. Von einer politischen Übergangszeit war oft die Rede, dabei waren die kulturellen Veränderungen viel ungewöhnlicher. Früher wurden in Spanien Kirchen in Brand gesteckt, und Katholiken brachten Freimaurer um. 40 Jahre später sind die Kirchen leer. Das Anzünden von Kirchen ist der Indifferenz gewichen. Das ist ein Riesensprung. Der ethno-kulturelle Sprung hingegen war nicht so groß: Ob man Katalane oder Andalusier ist, wurde wieder wichtig. Die kollektiven Identitäten in Spanien wurden gestärkt. Möglicherweise soll das den Persönlichkeitsverlust ausgleichen... Wir haben keinen Glauben mehr. Der Kirche sind wir genauso indifferent gegenüber wie der kommunistischen Partei." (22.02.2007)

The Guardian - Großbritannien

Timothy Garton Ash über Bedürfnisse im Kapitalismus

Timothy Garton Ash betrachtet die Prognosen von Karl Marx im Lichte der heutigen Globalisierung. "Marx nahm an, der Kapitalismus würde es schwer haben, Konsumenten für die Güter zu finden, die die verbesserten Produktionstechniken hervorbringen würden. Doch in Wirklichkeit brachte der Kapitalismus einen neuen Produktionszweig hervor: die Erzeugung von Bedürfnissen. Im heutigen Kapitalismus geht es nicht darum, den Konsumenten zu geben, was sie wünschen. Vielmehr überzeugt sie der Kapitalismus davon, das zu wollen, was er ihnen anbietet. Diese Grundlogik stetig wachsender Bedürfnisse ist global betrachtet nicht aufrecht zu halten. Doch sind wir bereit, sie aufzugeben? Mag sein, dass es uns glücklich macht, unsere Lofts zu isolieren, Zeitungen zu recyclen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Aber sind wir bereit, auf weniger zu setzen, so dass andere mehr haben können? Bin ich das? Sind Sie es?" (22.02.2007)

POLITIK

La Libre Belgique - Belgien

Romano Prodi erklärt seinen Rücktritt

Der italienische Regierungschef Romano Prodi hat am 21. Februar seinen Rücktritt eingereicht, nachdem er im Senat für seine Außenpolitik eine Abstimmungsniederlage erlitten hatte. Gérald Papy kommentiert die politische Krise Italiens: "Haben die Abgeordneten der Forza Italia ihr eigenes Engagement aus niederen politischen Erwägungen verleugnet, als sie die Politik von Außenminister Massimo D'Alema ablehnten, der die italienischen Truppen in Afghanistan belassen will und für den Ausbau einer amerikanischen Militärbasis in Vincenza ist? Das Scheitern der Regierung Prodi-D'Alema ist symptomatisch für das, woran die italienische Politik krankt: Die Kräfte der Mitte-Links-Regierung und der politischen Klasse insgesamt sind zersplittert. Diese Regierung, nach den Wahlen zusammengeflickt, war ohnehin nie wirklich imstande, Italien dauerhaft zu regieren." (22.02.2007)

La Repubblica - Italien

Keine Einigkeit über Italiens Außenpolitik

Für Chefredakteur Ezio Mauro ist an Prodis Abstimmungsniederlage "das Erstaunliche, dass diese Außenpolitik genau dem angekündigten Programm der Koalition Prodis entspricht und von der Linken jedes anderen Landes begrüßt werden würde. Nicht so in Italien... Die Krise war unvermeidbar, weil das Land ohne eine politische Mehrheit für die Außenpolitik des Landes nicht regierbar ist. Dieser politische Extremismus macht deutlich, dass es in Italien keine Mehrheit und keine klare Vorstellung davon gibt, in welche Richtung Italien gehen soll. Es weiß nicht, welchen Platz es in diesem Teil der Welt, den man Europa und Westen nennt, einnehmen soll. Das aber brauchen wir, wenn wir nicht irrtümlich oder zufällig aufgrund einer katastrophalen und gefährlichen Ideologie Fremde oder Waisen in unserem eigenen Land sein wollen." (22.02.2007)

Der Standard - Österreich

Der Kosovo und seine Minderheiten

Der ehemalige OSZE-Minderheitenbeauftragte im Kosovo, Stephan Müller, macht auf die prekäre Lage der Minderheiten im Kosovo aufmerksam: "Bis zu 100.000 Serben und um die 100.000 Roma, Ashkali, Ägypter, Türken, Bosniaken, Gorani und Kroaten leben noch im Kosovo. Es sollte zu denken geben, dass während sieben Jahren UN-Verwaltung mehr Minderheitenangehörige den Kosovo verlassen haben, als Vertriebene in den Kosovo zurückgekehrt sind. Warum und wie soll das in einem unabhängigen Kosovo besser werden?... Dies alles war nicht Thema bei den Statusverhandlungen und findet sich auch nicht im Ahtisaari -Vorschlag [des Un-Vermittlers] berücksichtigt. Denn dem verqueren Verständnis des Verhandlungsteams nach ist der Kosovo erstmal für die Albaner und dann für die Serben da (denn ihnen gehört ja jetzt das Land). Dass das jetzt besser werden soll... kann nur ein Mensch glauben, der nicht daran interessiert ist, dass es anders wird." (22.02.2007)

To Vima Online - Griechenland

Zypern und die Türkei streiten wegen Ölförderung

Während eines Besuchs in Athen hat der zyprische Präsident Tassos Papadopoulos der Türkei vorgeworfen, eine "Politik der Drohungen und Provokationen" hinsichtlich der zyprischen Öl- und Gasförderung zu betreiben. Die Tageszeitung kommentiert die neue Missstimmung zwischen Nikosia und Ankara: "Die Türkei, deren Armee den Norden Zyperns seit 1974 besetzt hält, unterstützt die Idee, dass Papadopoulos Öl fördern könnte, nicht. Der griechische Regierungschef hat wie die Europäische Kommission daran erinnert, dass Zypern ein unabhängiger Staat ist und deshalb bilaterale Abkommen unterzeichnen kann. Die Frage betrifft Griechenland direkt, weil es fürchtet, dieser Zwischenfall könnte die griechisch-türkischen Beziehungen verschlechtern, zumal die Türkei damit droht, Erkundungsschiffe in die Ägäis zu schicken. Die Appelle der Vereinten Nationen und der Europäischen Kommission konnten bisher die Spannungen nicht besänftigen, und Zypern denkt nicht daran nachzugeben." (22.02.2007)

WIRTSCHAFT

Postimees - Estland

"Portugiesische" oder "irische" Zukunft für Estland?

Einer Untersuchung des IWF (Internationaler Währungsfonds) zufolge haben die baltischen Staaten wirtschaftlich stark aufgeholt und könnten bald das Niveau von Portugal erreicht haben. Doch auch die Chancen für einen dauerhaften Aufschwung wie in Irland stünden nicht schlecht, heißt es. Aber ist Irland wirklich das große Vorbild für Estland? fragt die estnische Zeitung. "Die allgemeine Euphorie ist auch in der estnischen Öffentlichkeit einer gewissen Skepsis gewichen, wie nachhaltig unser Wachstum wirklich ist. Aber weder sind die Parallelen mit Portugal wirklich begründet, noch kann Irland unmittelbares Vorbild sein. Gewiss, das Modell Irland ist todsicher, denn dort besteht ein gesellschaftlicher Konsens zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über die geeigneten Rahmenverträge - aber Irland hat seine wichtigen industriellen Weichen schon vor einem Vierteljahrhundert gestellt. Es klingt wie ein Klischee, doch für Estland muss die Alternative eine wissenschafts- und forschungsbasierte Wirtschaft sein. Portugal dagegen hat die rote Laterne in der EU gerade aufgrund seines Ausbildungsniveaus, und das ist in Estland deutlich höher." (22.02.2007)

KULTUR

Télérama - Frankreich

Veraltete französische Kulturpolitik

Was die Kandidaten im französischen Präsidentschaftswahlkampf zur Kultur vorbringen, unterscheidet sich nicht von der bisherigen Kulturpolitik und ist veraltet, kritisiert Daniel Conrod. "In Frankreich gilt bis heute eine Politik, die im Wesentlichen zwischen Volksfront und Befreiung erdacht und entwickelt wurde. Nicht auf dem Programm stehen aber die Globalisierung, die wir erleben, die Technologien, die unser Dasein verändern, und die Zunahme von Ausschlussmechanismen, die wir fürchten... Globalisierung, technologische Revolution, Ausschluss, Individualismus..., das sind die neuen Realitäten, um die herum man ein neues Denken - wenn nicht gar Utopien - entwickeln müsste, gemäß der heutigen Zeit und der Fragen, die sie aufwirft. Wie kann man es jedem einzelnen in einer instabilen und fragmentarisierten Welt, auf einem Planeten, der selbst prekär geworden ist, ermöglichen, Vernunft, Schönheit und Unentgeltlichkeit zu erleben?" (21.02.2007)

Delo - Slowenien

Streit in Slowenien über Ausrichtung der Grundschule

Das slowenische Bildungsministerium will das Angebot an Wahlpflichtfächern in den letzten drei Grundschuljahren (Klasse 7 bis 9) drastisch kürzen. Bislang können Schüler theoretisch aus bis zu 60 Fächern drei Wahlpflichtstunden pro Woche auswählen, darunter Fächer wie Imkerei, Rhetorik und Journalismus. Nun sollen stattdessen eine zweite Fremdsprache, mehr Sport und Technik verbindlich werden. Der Pädagoge Zdenko Medves argumentiert dagegen: "Uns [der Expertenkommission] war bereits Ende der 1980er Jahre klar, dass der programmatische Aspekt und die Uniformität der Grundschule überwunden werden müssen. Und dies wurde eben mit einer Differenzierung des Unterrichts durch die Wahlpflichtfächer als verbindlichem Bestandteil des Lehrplans an Grundschulen erreicht. Wenn wir mit den europäischen und globalen Entwicklungen mithalten möchten, müssen wir es den Schülern ermöglichen, einerseits zwar großes Wissen anzuhäufen, andererseits sollten sie aber auch nicht ihre Neigungen und Interessen aus den Augen verlieren." (22.02.2007)

LOKALE FARBEN

Sme - Slowakei

Eine Kerze für Andy Warhol

Heute vor zwanzig Jahren starb die Pop-Art-Ikone Andy Warhol, dessen Familie aus Ruthenien stammte, einer Gegend, die heute zur Slowakei gehört. 1991 wurde in dem kleinen ostslowakischen Städtchen Medzilaborce im ehemaligen sozialistischen Kulturpalast ein Museum für Warhol eingerichtet. Es beherbergt zahlreiche Originale des Meisters, der als Andrej Warhola geboren wurde und seinen Namen später amerikanisierte. Am heutigen Tag aber wird das Museum fast leer sein, berichtet das Blatt. Die Werke Warhols werden nämlich auf einer umfangreichen Ausstellung im mährischen Ostrava gezeigt. Museumskurator Michal Bycko dazu: "Das Museum bietet deshalb heute nur nackte Wände. In gewisser Weise entspricht das ja genau dem Konzept von Pop-Art. Wir werden aber zu Ehren Warhols eine Kerze vor dem Museum anzünden." (22.02.2007)

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