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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 08.04.2008

 

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Proteste gegen olympischen Fackellauf

Proteste gegen olympischen Fackellauf

 

Bei den olympischen Fackelläufen durch Paris und London ist es zu Demonstrationen und Handgreiflichkeiten gekommen, in Paris musste die Fackel kurzzeitig gelöscht werden. Vier Monate bleiben bis zum Beginn der Olympischen Spiele in Peking - was können die Proteste gegen die Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung bewirken? » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Süddeutsche Zeitung - Deutschland, Gazeta Wyborcza - Polen, The Times - Großbritannien, Diario Sur - Spanien, L'Equipe - Frankreich

Süddeutsche Zeitung - Deutschland

"Den China-Kritikern ist der erste Akt einer Inszenierung geglückt, die vor den Spielen nicht mehr aufhören wird. Sie haben sich den globalen Fackellauf, einen Marketing-Gag, zunutze gemacht - und seine Wirkung ins Gegenteil verkehrt", schreibt Stefan Kornelius. "Zunächst sagt der Protest viel aus über die chinesische Regierung. Peking hat die Bilder nicht unter Kontrolle. Die Sturheit, mit der sie den Protest an sich abprallen lässt, zeugt von vollkommener Unkenntnis der Regeln einer offenen Gesellschaft... Hilft es also, wenn in Paris das Licht ausgeht? Nicht unbedingt, der Protest ist bisher eher selbst ein Zeichen großer Hilflosigkeit. Auch für die Demonstranten ist Symbolik alles, politische Substanz steckt hinter dem Spektakel indes wenig. Jeder Protest, jeder Boykott, jeder Aufschrei ist selbstverständlich legitim. Am Ende aber muss er einer einfachen Frage standhalten: Erreicht er sein Ziel, bewegt sich etwas?" (08.04.2008)

Gazeta Wyborcza - Polen

Seweryn Blumsztajn freut sich über den erzwungenen Abbruch des olympischen Fackellaufs in Paris. "Nun haben wir, die Bürger der Welt, das Feuer der chinesischen Weltmacht gelöscht. Im Alltag sind wir machtlos gegenüber der furchtbaren Weltpolitik. Und dann kommt plötzlich so ein Moment, in dem unser Aufruf im Internet oder ein im Fenster aufgehängtes Plakat Teil der Weltmacht der anständigen Leute wird, einer neuen globalen Macht. Ich war gerührt davon, dass das olympische Feuer in Paris gelöscht wurde. Ich erinnere mich an den 14. Dezember 1981... Wir demonstrierten [im Pariser Exil] gemeinsam mit den Gewerkschaftsführern gegen die Verhängung des Kriegsrechts in Polen. Hinter uns gingen hunderttausend Pariser, nirgendwo auf der Welt protestierten so viele Menschen. Wie stolz war ich damals auf diese Stadt. Und heute bin ich wieder stolz auf sie." (08.04.2008)

The Times - Großbritannien

"Wer sagt, dass der Staffellauf des olympischen Feuers am Sonntag durch London reines Chaos war? Dass er für die Polizei 'entwürdigend' war? Ich nenne es einen Triumph. Wofür sind denn die Olympischen Spiele sonst gut, wenn nicht für Hartnäckigkeit, Mut und Wohlwollen gegenüber Ausländern (in diesem Fall Tibetern)?", fragt Libby Purves. "Westliche Demokratien müssen mit diesem Fackellauf nicht einverstanden sein. Die internationale Tour ist nicht altehrwürdig. Hitler hat sie sich 1936 ausgedacht, als er das Feuer von Griechenland nach Deutschland kommen ließ, als eine das 'Arische' verbindende Geste. 64 Jahre lang wurde der Fackellauf nicht mehr praktiziert, bis Sydney ihn am Pazifik entlang führte - ebenfalls aus politischen Gründen... In Chinas Triumph einzustimmen, ist nicht notwendig. Vor allem jetzt nicht, während des Leids und der gehäuften Ungerechtigkeiten in Tibet. Dieser Fackellauf ist rein politisch und hätte von unseren Politikern nicht unterstützt werden dürfen... Glücklicherweise gab es - als die flackernde Fackel London erreichte - genug beherzte Demonstranten, die unsere nationale Ehre retteten." (08.04.2008)

Diario Sur - Spanien

Die Tageszeitung glaubt, dass uns die Vorfälle in London und Paris "direkt vor Augen führen, wofür die Olympischen Spiele eigentlich stehen sollten, und eine Ahnung von den Protesten vermitteln, die während der Wettspiele selbst stattfinden könnten, innerhalb oder außerhalb des olympischen Terrains... China hat einen großen Fehler begangen, indem es unterschätzt hat, dass die Grundziele der demokratischen Gesellschaften mit denen der Olympischen Charta - den gesellschaftlichen Frieden zu fördern und sich für den Erhalt der Menschenwürde einzusetzen – zusammenfallen. Es hat gedacht, der Erfolg sei durch die enormen finanziellen Investitionen garantiert... [Die Niederschlagung der Unruhen in Tibet] hat die Weltöffentlichkeit aufgeweckt und enorme Sympathien für die tibetische Bevölkerung bewirkt. Sie hat bemerkt, dass Chinas Demokratie zu fehlerhaft ist, um den sportlichen Wettstreit von der Politik auszunehmen." (08.04.2008)

L'Equipe - Frankreich

Die Sportzeitung meint zu den Protesten in London und Paris: "Es wurde bei beiden Fackelläufen der populären Botschaft Ausdruck verliehen, die wegen der Inkompetenz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der starren Haltung Peking nun zu einem augenfälligen Symbol der Menschenrechte geworden ist. Das IOC müsste sich eigentlich die Forderungen zu eigen machen, die aus London in Paris schneller eintrafen als die Fackelträger, die paradoxerweise zur Zielscheibe der Demonstranten wurden. Wir hoffen, dass sein Präsident und seine Organisation, die, seit sie sich 2001 für Peking entschieden haben, schrecklich vergesslich geworden sind, wieder die Initiative ergreifen und die chinesischen Politiker an ihr Engagement im Sinne der Olympischen Charta erinnern. Es sind in erster Linie Olympische und nicht Pekinger Spiele." (08.04.2008)

REFLEXIONEN

taz - Deutschland

Sigrid Weigel über Deutschland als "Kulturnation"

Die Literaturwissenschaftlerin Sigrid Weigel kritisiert, dass in Zeiten ökonomischer Kälte in Deutschland der Begriff der "Kulturnation" eine Renaissance erlebe: "Das Konzept der Kulturnation ist im 19. Jahrhundert aus dem fast zwanghaften Versuch entstanden, eine nationale Einheit auf dem Wege einer kulturellen, sprachlichen und ethnischen Homogenität zu stiften... In einer Zeit, in der der Begriff einer Nationalkultur allein schon dadurch obsolet geworden ist, dass in der deutschen Kultur zahlreiche Stimmen anderer kultureller Herkunft immer deutlicher und prononcierter vernehmbar werden, empfiehlt sich der Blick zurück vor die Engführung von Kultur, Sprache und Nation. Für die Fragen postnationaler Kulturen lohnt sich das Studium vornationaler Vielfältigkeit - nicht als Modell oder Patentrezept, sondern als Erfahrungsschatz. Das Interesse an einer Vervielfältigung der Ursprünge für die eigene Kultur schafft andere Voraussetzungen dafür, mit den 'Wörtern aus der Fremde' in der eigenen Sprache umzugehen." (08.04.2008)

The Guardian - Großbritannien

Joseph Stiglitz über Risikomanagement

Regierungen sollten lieber den Armen als Investmentbanken aus der Klemme helfen, meint der Wirtschaftswissenschaftler Joseph Stiglitz. "Die US-Regierung hat keinen Cent von den Versicherungen verlangt und dennoch haben die Aktionäre von Bear Stearns nun eine Viertelmilliarde Dollar eingesackt. Es ist empörend, wenn sich die Regierung um den moralischen Schaden sorgt, sobald es um die armen Hausbesitzer geht, die von räuberischen Kreditgebern ausgenutzt wurden und nicht nur ihre Häuser, sondern auch ihre ganzen Ersparnisse verloren haben – aber bei Investmentbanken völlig unbeteiligt tut. Investmentbanken haben sich ihrer Fähigkeit gerühmt, mit Risiken umzugehen. Die weltweiten Regelungen für diesen Sektor basierten auf dieser Fähigkeit. Es gab tatsächlich Risiko-Management, aber eines das sicherstellte, dass die Banken die Gewinner waren und alle anderen die Verlierer. Nun müssen alle die Scherben zusammenkehren." (08.04.2008)

Público - Spanien

Javier Ortiz gegen den Stierkampf

Javier Ortiz erklärt, warum er gegen den Stierkampf ist: "Wie kann man das Geschehen in der Arena betrachten und nur die Schönheit der Gänge mit dem Umhang bemerken, die Präzision, mit der der Speer geführt wird, das richtige Anbringen der Spieße und die Qualität des entscheidenden Stichs in den Nacken... Von den blutigen Aspekten des Schauspiels und dem schmerzvollen Aufstöhnen der Tiere zu abstrahieren, beweist ein beunruhigendes Maß an Unsensibilität... 'Den Tieren ergeht es im Schlachthaus nicht besser', antworten die Freunde des Stierkampfs und verlachen die Kritiker der Corridas. Ich weiß nicht, wie sie die Schmerzen im Schlachthaus bemessen. Aber ich weiß, dass Töten, um zu essen und zu überleben – ein Verhalten, dass allen Tiere zu eigen ist -, etwas anderes ist als zu töten, um sich zu amüsieren. Ganz zu schweigen davon, dass man bezahlt, um andere leiden und sterben zu sehen." (07.04.2008)

POLITIK

Klassa - Bulgarien

Die Manipulation der Vergangenheit

In Bulgarien wird die Veröffentlichung einer Liste von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern unter Diplomaten, Bankiers und Journalisten mit großer Spannung erwartet. Es gibt zwar eine Kommission zur Offenlegung der bulgarischen Stasi-Akten, allerdings verfügt diese nicht über die Geheimdienstarchive, sondern nur das Innenministerium, beklagt die Tageszeitung: "Jahrelang konnte sie nur die Informationen publik machen, die sie von den Geheimdiensten bekam. Wenn der Innenminister es will, kann er ein Dossier vor Veröffentlichung schützen. So kursierten zum Beispiel bei der Durchleuchtung von Stasi-Mitarbeitern unter den Abgeordneten Gerüchte, dass vier Schlüsselfiguren unter den regierenden Sozialisten nicht bekannt gegeben wurden. Wenn wir wollen, dass dieser Praxis ein Ende gesetzt wird, müssen die Archive so bald wie möglich der Kommission übergeben werden." (08.04.2008)

La Repubblica - Italien

Berlusconi im Griff der Lega Nord

In Italien ist kurz vor den Parlamentswahlen am 13. und 14. April ein Streit um angeblich unübersichtlich angeordnete Wahlzettel entbrannt. Umberto Bossi von der rechtsextremen Lega Nord, der mit Oppositionsführer Silvio Berlusconi ein Wahlbündnis eingegangen ist, brachte seinen Verbündeten in Verlegenheit, als er sagte, seine Partei würde wegen der Zettel die Interessen des Nordens notfalls auch "mit Gewehren" verteidigen. Curzio Maltese glaubt, dass der mehrfach verurteilte Bossi bedeutendes erpresserisches Potenzial hat: "In einem ohnehin trostlosen Wahlkampf ist es nun durch den letzten persönlichen Streit zwischen Bossi und Berlusconi zu einem weiteren Nervenkrieg gekommen. Nachdem der Chef der Lega Nord das mit den Gewehren heraus krakeelt hat, antwortete Berlusconi elegant, Bossi werde nicht Minister, weil sein Gesundheitszustand dies nicht zulasse. Der andere antwortete prompt, es ginge ihm gut und Berlusconi nahm seine Behauptung routiniert zurück. Man könnte dies für die üblichen Schmähreden zweier gewiefter Politiker halten, doch wenn die Voraussagen stimmen, dann wird Berlusconi nicht ohne die Stimmen der Lega Nord regieren können, weder in der Abgeordnetenkammer noch im Senat... Ein Sieg Berlusconis würde Italien also der Lega und ihren 'Gewehren' ausliefern." (08.04.2008)

WIRTSCHAFT

Dagens Nyheter - Schweden

Überfischung der Ostsee

Bei den neuesten Probefängen für Dorsche im Kattegatt ging der schwedischen Fischereibehörde ein einziger fingerlanger Dorsch ins Netz. 95 Prozent des Dorschbestandes im Kattegatt sind verschwunden. Dorschbrut fanden die Wissenschaftler gar nicht. Die Tageszeitung wirft den schwedischen Politikern jahrzehntelange Versäumnisse vor. "Ein Memorandum für die Fischerei muss her. Nicht nur im Kattegatt, nicht nur zur Laichzeit. Natürlich muss auch die Fischfangflotte kleiner werden, es sind Meeresreservate und Maßnahmen gegen Überdüngung notwendig. Es reicht eben nicht, den Dorsch vor der Überfischung retten zu wollen. Das wollen wohl alle. Die Machthaber, die Regierung muss sich für Folgendes entscheiden: die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen und es wagen, sich hier und da unbeliebt zu machen." (08.04.2008)

România Liberă - Rumänien

Cluj - Wirtschaftswunder und Umweltzerstörung

Cluj ist die drittgrößte Stadt Rumäniens, hier hat sich unter anderem der finnische Mobilkfunkhersteller Nokia angesiedelt. Ovidiu Pecican berichtet: "Die Ökologie in Cluj leidet seit Jahren massiv. Die letzten Grünflächen und Parkanlagen werden liquidiert, eine Shopping-Mall hat hier die Größe eines Sees, der nicht mehr existiert, und die unverantwortliche Umgestaltung von Orten, die es eigentlich zu schützen gilt, setzt sich fort, während die heutigen Unternehmer – egal was passiert - neue Gebäude bauen, mit denen es sich gut auf dem Immobilienmarkt spekulieren lässt. Auch der Verkehr hat wahnsinnig zugenommen... Voraussagen zufolge wird sich Cluj in den kommenden vier Jahren zu einem ökonomischen Zentrum des Landes entwickeln. Bleibt die Frage: Ist es gut, dass sich die Entwicklung in Rumänien nur auf einige wenige Städte konzentriert, während die übrigen drei Viertel des Landes der völligen Unterentwicklung überlassen werden?" (08.04.2008)

KULTUR

Les Echos - Frankreich

Jean Nouvel und die Architektur der Zukunft

Die Zeitung freut sich, dass der renommierte Pritzker Preis an den französischen Architekten Jean Nouvel ging. "Die theoretischen Ansprüche seiner Kollegen hat er stets zurückgewiesen; er wollte keine architektonische Denkschule gründen. Er strebt danach, jedes Werk in seine Umgebung einzufügen und es der Geschichte und Geographie eines Ortes anzupassen. Es gibt also keinen Jean-Nouvel-Stil, sondern eine Formenvielfalt, die ihrer jeweiligen Nachbarschaft etwas zurückgeben möchte, ohne ihr Gewalt anzutun... Der verfügbare Grund wird rar und der demografische Druck und das Verlangen nach Wohnungen hingegen größer; die ökologischen Anforderungen haben zu einer Erneuerung der Baumaterialien geführt, der Gebäudeisolierung und -beheizung sowie des Verkehrs. Die architektonischen und städtebaulichen Herausforderungen der Zukunft sind groß. Ein Grund mehr, Jean Nouvels Lektion anzunehmen: Es geht darum, die Zukunft neuzuerfinden, ohne die Vergangenheit zu ignorieren und zu verachten, die Materialität neuzuerfinden, ohne den Menschen zu vergessen." (08.04.2008)

La Voix du Luxembourg - Luxemburg

Kulturschock als Kassenschlager

Laurent Moyse freut sich über den Erfolg des französischen Films "Bienvenue chez les ch'tis", den schon mehr als 17 Millionen Besucher gesehen haben. "Der Plot ist von entwaffnender Einfachheit. Er schildert die Wandlung eines französischen Postbeamten, der vom sonnigen Süden in die Region Nord-Pas-de-Calais versetzt wird, die als abweisend und streng gilt. Dies führt zu einem sehr lustigen 'Kulturschock'... Die Abschaffung geografischer Grenzen hat nicht zu einem Einreißen der mentalen Barrieren geführt. Viele Konflikte werden heute eher innerhalb eines Landes ausgetragen als zwischen Nationen. Statt einem Kampf der Kulturen wohnen wir einem Mentalitätsschock bei – der uns umso härter trifft, weil das Bild, das wir uns vom Anderen machen, oftmals auf tiefer Unkenntnis beruht und von einer herablassenden Haltung verstärkt wird." (08.04.2008)

MEDIEN

Respekt - Tschechien

Die Probleme des slowakischen Premiers mit den Journalisten

Die slowakische Regierung will ungeachtet aller Proteste ein neues Pressegesetz durchsetzen. Für heute ist eine letzte Beratungsrunde im Parlament angekündigt. Martin M. Šimečka, viele Jahre Chefredakteur der slowakischen Qualitätszeitung Sme, erläutert die Hintergründe der Wut des linkspopulistischen Premiers Robert Fico auf die journalistische Zunft: "In der Slowakei existiert praktisch keine linke Presse. Die heutige Journalistengeneration wuchs entweder in der Zeit des Kampfes gegen [den autokratischen Ex-Premier] Mečiar auf oder mit der konservativen Ideologie der Regierung Dzurinda. Das Übergewicht konservativer Meinungen in den Medien ist im europäischen Maßstab eine Anomalie, höchstens vergleichbar mit der ersten Hälfte der 1990er Jahre in Tschechien, wo es aber mit Právo wenigstens eine linke Zeitung gab. Ficos Regierung beherrscht zwar das öffentlich-rechtliche Fernsehen, aber das ist nur ein schwacher Trost für sein frustrierendes Gefühl der Einsamkeit im medialen Raum." (08.04.2008)

BRÜSSELER SPITZEN

Lidové noviny - Tschechien

Telefonieren in der Luft

Die EU-Kommission erlaubt seit gestern, im Flugzeug mit dem Handy zu telefonieren. Zbyněk Petráček ist nicht begeistert: "Nervt Sie im Bus Ihr telefonierender Nachbar? Dann können Sie aussteigen. Im Flugzeug geht das schlecht. So kann man die europäische Neuerung auch sehen: als Plus für die hyperaktiven Workaholics und als Minus für diejenigen, die das Flugzeug als die letzte Oase der Ruhe vor der allgegenwärtigen Handymanie betrachten. Die Reisekultur entwickelt sich. Mit dem Aufkommen der Billigflieger in Europa sind an die Stelle eines reichhaltigen Services unchristliche Abflugzeiten getreten. Die Preise und der Mindeststandard an Luxus haben den europäischen Flugverkehr auf das Niveau von Busreisen gesenkt. Da konnte die Handymanie nicht lange ausbleiben." (08.04.2008)

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