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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 21.05.2008

 

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Ausschreitungen in Südafrika

Ausschreitungen in Südafrika

 

In der südafrikanischen Metropole Johannesburg kam es in den vergangenen Tagen zu fremdenfeindlichen Übergriffen gegen Einwohner aus den Nachbarstaaten. Was sind die Ursachen und Folgen aus europäischer Perspektive? » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
taz - Deutschland, El País - Spanien, The Independent - Großbritannien, La Repubblica - Italien

taz - Deutschland

Dominic Johnson kommentiert die Gewalt gegen Ausländer in Südafrika: "In Italien werden dieser Tage Roma gejagt, in Südafrika Zuwanderer aus Simbabwe. Fremdenfeindliche Pogrome sind offenbar salonfähig geworden. ... In Neapel kam es zu gezielten Brandschatzungen des Pöbels gegen Roma-Elendsbaracken. ... Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Parole 'Ausländer raus!' einmal Afrika und Europa einen könnte? ... In unzähligen Ländern der Welt werden politische Machtkämpfe mit dem demagogischen Mittel der ethnischen, religiösen oder geografisch-regionalen Frontenbildung ausgetragen. ... Was ist gegen diese Herrschaft der Xenophobie zu tun? Gebrochen werden muss der politische Konsens, wonach die Anwesenheit von 'Fremden' an sich ein Problem ist, für das eine Lösung gefunden werden muss." (21.05.2008)

El País - Spanien

Die spanische Tageszeitung El País kommentiert: "Die Welle der fremdenfeindlichen Ausschreitungen richtet sich vor allem gegen Einwanderer aus Simbabwe, zwischen ein und drei Millionen, niemand weiß es genau. Eine der am wenigsten zu akzeptierenden Einstellungen des Präsidenten Mbeki - schließlich Staatschef einer Regionalmacht - ist seine wohlwollende Politik gegenüber dem Nachbarregime des Tyrannen Robert Mugabe in Simbabwe. Die südafrikanische Regierung des ANC - früher eine Befreiungsbewegung - hält nicht nur einen politischen Schutzschirm über die widerliche Diktatur. Ihre Gleichgültigkeit gegenüber den die Massenflucht auslösenden Leiden nördlich der Staatsgrenze ist eine der Hauptursachen für die Ausschreitungen in diesen Tagen. Ausschreitungen, die den Ruf der Toleranz, den sich Südafrika aufbauen will, schweren Schaden zufügen." (21.05.2008)

The Independent - Großbritannien

William Gumede schreibt in der Tageszeitung Independent über die gewalttätigen Übergriffe auf ausländische Flüchtlinge in Südafrika: "Die anhaltende amtliche Verleugnung von Fremdenfeindlichkeit ist der Kern der schrecklichen Gewalt. ... Seit Jahren sind Warnungen ..., dass die regelmäßigen Angriffe in Townships, ländlichen Städten und innerstädtischen Slums bald eskalieren würden, von der südafrikanischen Regierung ignoriert worden. ... Bis jetzt hat Südafrika noch keine effektive Politik entwickelt, um mit der größten Masseneinwanderung des Landes in der jüngsten Geschichte umzugehen. ... Südafrikas junge Demokratie, Institutionen und Führer aktiver und verantwortungsvoller zu machen, muss Teil der Lösung für das Problem der Fremdenfeindlichkeit sein." (21.05.2008)

La Repubblica - Italien

"Sobald die Sonne untergeht und die Nacht über Johannesburg hereinbricht , geht die Jagd auf die Fremden wieder los. ... Jeppestown, einst Viertel der Reichen und pulsierendes Zentrum der Wirtschaft, ist in der Hand der organisierten Banden. Die südafrikanischen Banden [bestehen] vor allem aus Zulu, der ethnischen Mehrheit des Staates. ... Präsident Thabo Mbeki ruft zur Ordnung auf. … Doch es wird der Verdacht laut, dass die Revolte von einem Sektor des florierenden südafrikanischen Handels angestachelt worden sei. Es fällt auf, dass weder Pakistaner, noch Chinesen oder Inder, seit jeher in diesem Bereich involviert, zu Schaden gekommen sind." (21.05.2008)

POLITIK

Le Figaro - Frankreich

Zwei Hasen bei den Sozialisten

Die konservative Tageszeitung Le Figaro kritisiert das Kandidatenwirrwarr in der sozialistischen Partei Frankreichs: "Man sagt uns, dass Madame Royal und Bertrand Delanoë sich ein Wettrennen um den Parteivorsitz liefern. Ein treffendes Bild. ... Dieser lange Lauf wird sicher kein Spaziergang, auch wenn beide Kandidaten einen langen Atem haben." Der Autor befürchtet, dass die Partei an dem Kleinkrieg Schaden nimmt: "Auf jeden Fall möchten sie die Fabel von La Fontaine Lügen strafen, indem sie um jeden Preis gewinnen wollen. Deshalb haben beide die Rolle des Hasen und nicht die der Schildkröte angenommen. Es bleibt abzuwarten, ob die Sozialisten selbst nicht die ersten Opfer ihrer Farce werden." (19.05.2008)

Fakt - Polen

Arbeitete Lech Wałęsa für den Geheimdienst?

Zwei Historiker des staatlichen Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) beschuldigen den ehemaligen Freiheitskämpfer und Staatspräsidenten Lech Wałęsa der Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst. Der britische Historiker und Polenexperte Norman Davies verteidigt Wałęsa in einem Gastkommentar: "Diejenigen, die heute wieder den guten Namen von Lech Wałęsa angreifen, wissen wohl nicht, wie sie auf diese Weise dem Ruf Polens im Ausland schaden. Vor allem die Menschen im Westen sind sich im Allgemeinen der verschiedenen Nuancen der polnischen Politik nicht bewusst. Deswegen bin ich der Meinung, dass Attacken auf Lech Walesa ein zutiefst unpatriotisches Vorgehen sind. ... Soviel ich weiß, hat Wałęsa selbst in seiner Autobiographie Momente der Schwäche gestanden. Und jeder, der sich an diese Zeiten erinnern kann, weiß, dass niemand - selbst Wałęsa nicht - zu 100 Prozent sauber ist. Denn im damaligen System unterlag jeder irgendwelchen Einschränkungen und war immer wieder einmal schutzlos gegenüber dem totalitären Staat. Jemanden anzugreifen, weil er Momente der Schwäche hatte in solch einem System, ist sehr ungerecht." (21.05.2008)

The Guardian - Großbritannien

Doppelmoral bei Übergriffen auf Roma

Die Angriffe auf Roma in Neapel führt Misha Glenny in der Tageszeitung Guardian auf die Beteiligung der Mafiaorganisation Camorra zurück und spricht von einem "Versagen aufeinander folgender italienischer Regierungen, die lokale Mafia zu konfrontieren. ... Laut Zeugen haben Mitglieder der lokalen Camorra-Familie Ortsansässige aufgefordert, bei den Krawallen mitzumachen. ... Die Roma als Quelle von Verbrechen darzustellen, hat sich als eine nützliche Ablenkungstaktik für die Camorra im Vorfeld der heutigen Kabinettssitzung erwiesen. Es hat die Aufmerksamkeit von der wahren Ursache des Chaos in der Stadt abgelenkt: der Camorra selbst. ... Die Europäische Kommission denkt zurzeit über drakonische Strafen für Bulgarien nach für das Versagen, mit organisiertem Verbrechen und dessen Einfluss auf das öffentliche Leben umzugehen. Aber wenn es um Italien geht, hatte Brüssel schon immer eine Doppelmoral." (21.05.2008)

Göteborgs-Posten - Schweden

Streik der Krankenschwestern geht weiter

In Schweden wie in Dänemark geht der Streik der Krankenschwestern weiter, was hier wie dort zu einer Debatte über den Wohlfahrtsstaat geführt hat. "Wir betrachten es als eine Selbstverständlichkeit, einen gerechtfertigten Lohn für lebenswichtige Arbeit zu bekommen", schreiben drei junge Politiker in der Tageszeitung Göteborgs-Posten zum Thema. "Ausbildung muss sich in einer modernen Gesellschaft auszahlen. Die Arbeitsgebiete, in denen Frauen mit akademischen Abschlüssen arbeiten und wo es um Leben und Gesundheit geht, werden nicht auf gleiche Weise geschätzt, wie männlich dominierte Berufe mit vergleichbarer Ausbildungszeit, wie beispielsweise Programmierer oder IT-Techniker. ... Wir können nicht länger akzeptieren, dass die frauendominierten Berufe von alten Normen bestimmt werden. ... Im internationalen Vergleich ist Schweden ein Land mit Gleichberechtigung, aber das scheint nicht der Fall zu sein, wenn es darum geht, wie wir verschiedene Berufe und Ausbildungen einschätzen. Hat das Wissen von Frauen nicht den gleichen Wert? Ist das Wissen über die Bedürfnisse der Menschen nichts wert? Wir wollen eine Gesellschaft, die nicht nach Geschlechtern trennt, wenn es darum geht, Werte zu schätzen." (21.05.2008)

REFLEXIONEN

El País - Spanien

Tödliche EU-Grenze

Noemí Padrón-Fumero analysiert in der Tageszeitung El País: "Jährlich besuchen neun Millionen Touristen die Kanaren, nur ein paar Tausend Immigranten kommen per Boot. Jedoch wird die Ankunft der Immigranten als Invasion bezeichnet. Wir akzeptieren eine skandalöse Entmenschlichung der Einwanderer. ... Die EU ... schätzt die Anzahl der Personen, die bei dem Versuch, die kanarischen Küsten per Boot zu erreichen, das Leben verloren haben, auf 10.000. ... Die Grenze der EU diskriminiert auf ungerechte und unberechtigte Weise die Personen nach ihrer Herkunft und ihren Papieren. Das Resultat ist ein peinlicher Unterschied in der Farbe des Meeres. Während für die Touristen das Mittelmeer und der Atlantik blau und rein ist, wird die Farbe der Grenzlinie blutrot." (21.05.2008)

Evenimentul Zilei - Rumänien

Antikapitalistischer Lärm

Andrei Postelnicu greift die Worte des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler auf, der vor einigen Tagen die internationale Finanzindustrie als "Monster" bezeichnet hat: "Selbst Silvio Berlusconi gewann sein Mandat als Premier mit der Wahlbotschaft, wie verdrießlich doch jener Kapitalismus ist, der ihn – und das ist der Gipfel – eigentlich reich gemacht hat. Und Nicolas Sarkozy verharrt weiter in der gallischen Tradition, den Weltkapitalismus zu 'remoralisieren'. ... Ohne jetzt eine Abhandlung über die notwendige Anpassung an den Kapitalismus schreiben zu wollen, ist das Auftauchen dieser Aussagen doch überraschend. Mit Ausnahme Deutschlands sind die großen europäischen Wirtschaftsländer zu nicht mehr in der Lage, als ihren Bürgern einen stagnierenden Lebensstandard zu bieten. Also machen Politiker, was sie oft machen: Sie geben äußeren Faktoren die Schuld für ihre eigene Reformunfähigkeit. ... In diesem Kontext besteht die Gefahr, dass aufgrund des antikapitalistischen Lärms, der gerade durch Europa schallt, die einheimischen Politiker noch einmal verstärkt den Reformprozess abbremsen, sei es im Wirtschafts- oder Justizbereich." (21.05.2008)

To Ethnos - Griechenland

Individuum und Konsum

Fanasis Lirtsogiannis kommentiert in der Tageszeitung To Ethnos die Auswirkungen der Konsumgesellschaft auf die Demokratie: "Vor ein paar Jahren war eine der Definitionen des Individuums die Gesamtheit seiner sozialen Beziehungen. ... Heutzutage muss diese Definition wahrscheinlich revidiert und das Individuum durch die Summe seiner Konsumausgaben definiert werden. ... Die Entwicklungen in den modernen westlichen Demokratien zeigen, dass das soziale Leben hauptsächlich auf der Produktion und insbesondere auf der Verteilung und dem Konsum des Reichtums basiert. Diese Entwicklung hat so große Dimensionen angenommen, dass es unmöglich ist, in Demokratien von den Bürgern zu verlangen, nicht die Basis dieser Ideale zu verteidigen. ... Der Verbraucher ist der unbestrittene König, und als Folge bewirken Konsumismus und Individualismus die Atrophie des sozialen Zusammenlebens und der Demokratie." (20.05.2008)

WIRTSCHAFT

Ta Nea - Griechenland

Gute Deutsche

Hinsichtlich des Verkaufs der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft OTE an die Deutsche Telekom schreibt Christos Messinis in der Tageszeitung Ta Nea: "Schießt nicht auf die Deutschen. ... Wer hat die ersten Telefone in Griechenland eingerichtet und die ersten unvollkommenen Telekommunikationssysteme in unserem Land organisiert? Die Deutschen. ... Wer kauft unsere Landwirtschaftsprodukte und hilft, dass wir eine gewisse Exportwirtschaft haben? Die Deutschen. ... Wer hat die klassischen Wissenschaften gepflegt und die wichtigsten Philologen Neugriechenlands ausgebildet? Die Deutschen. ... Und schließlich, wer hat Griechenland in der EU integriert? Die Deutschen, durch Helmut Schmidt. ... Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn wir in den Verhandlungen mit der Deutschen Telekom unsere Interessen klüger verteidigen könnten. ... Es sind aber nicht nur Katastrophen und Unheil, die uns mit den Deutschen verbinden. Es sind Tausend andere wichtige Dinge." (21.05.2008)

Les Echos - Frankreich

Verhängnisvolle 35 Stunden

Die Wirtschaftszeitung Les Echos schaltet sich in die aktuelle politische Diskussion um die 35-Stunden-Woche in Frankreich ein: "Schwer einzuschätzende wirtschaftliche Folgen und eines der komplexesten Arbeitsgesetze weltweit: man kann kaum behaupten dass die 35-Stunden-Woche, die gestern zehn Jahre alt wurde, ein voller Erfolg ist. ... Ihre Verteidiger sprechen von einer großen sozialen Errungenschaft, doch die Kosten wurden von den Unternehmen um den Preis gesteigerter Produktivität und stagnierender Gehälter absorbiert. Auf die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitszeit zu verzichten, ist dennoch nicht realistisch. Es würde zu unüberwindbaren praktischen Problemen führen. Außerdem würde dies einen Bruch mit der Sozialgeschichte Frankreichs darstellen, der nicht möglich und auch nicht sinnvoll erscheint." Der Autor stimmt mit der Regierung darüber ein, dass das Heil nur in flexibleren Arbeitszeiten liegen kann: "Die einzige Lösung ist, Arbeit als Wert weiter zu propagieren und auf das wirksamste Prinzip 'Wer mehr arbeitet, verdient mehr' zu setzen." (20.05.2008)

KULTUR

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland

Cannes: Zehn Tage Hölle

Über das internationale Filmfestival in Cannes schreibt die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Dreißigtausend Leute aus der Filmbranche kommen hier jährlich zusammen, und wer einmal nicht kommt, ist krank, tot oder hat die Branche gewechselt, was ungefähr das Gleiche ist. ... Alle sind da und verhandeln, reden, trinken, feiern. Und manchmal, aber nur manchmal, gehen sie auch ins Kino. Dazwischen laufen fünftausend Journalisten und Fotografen herum und hoffen ernsthaft, die Einzigen oder wenigstens Ersten zu sein, die etwas sehen, mitkriegen oder aufschnappen, was sonst noch keiner hat. Und weil sie aber von Berufs wegen nicht sonderlich einfallsreich sind, laufen sie immer dorthin, wo ohnehin schon alle sind - weswegen alle immer dasselbe sehen, schreiben und fotografieren. Und weil das sehr anstrengend und sehr, sehr frustrierend ist, müssen sie dann auch viel reden, trinken und feiern. Und dann schreiben sie, wie prickelnd das alles ist, weil die Wahrheit ohnehin keiner hören will: dass Cannes ein hässlicher, verbauter Ort an der Côte d'Azur ist, der zehn Tage im Mai so tut, als sei das wahre Leben nicht immer anderswo." (20.05.2008)

Élet és Irodalom - Ungarn

Invasion des Kitschs

Der Kunsthistoriker Pál Szuromi reflektiert über die Übernahme des Kitsches in der Kultur: "Nicht genug, dass wir auf etlichen TV-Kanälen mit aufdringlicher Gefühlsduselei konfrontiert werden und uns in den Kaufhäusern und auf den Jahrmärkten Unmengen an geschmacklosem Plunder ins Auge springen, nun schwappt auch noch eine Flutwelle chinesischen Ramschs auf uns hernieder. Wir haben natürlich die Möglichkeit, uns von der Außenwelt abzuschotten. Bisweilen können wir auch die Augen verschließen. Doch selbst wenn wir dies tun, können wir nicht umhin festzustellen, dass in den vergangenen Dekaden eine besorgniserregende 'Periode des Kitsches' Einzug gehalten hat. ... Es besteht kein Zweifel: Was zurzeit stattfindet, ist die babylonische Vermischung von quantitativer und qualitativer Kultur. Den einzigen fernen Hoffnungsschimmer sehe ich in der Entwicklung und Stärkung der visuellen Erziehung. Schließlich heißt es doch bei Alfred de Vigny: Wer zu sehen imstande sei, bei dem gebe es keine verschwendete Zeit. Was für den einen als Untätigkeit erscheint, ist für den anderen Beobachtung und Reflexion." (21.05.2008)

MEDIEN

La Repubblica - Italien

Neuer Besitzer des Traditionsblattes l'Unità

Goffredo de Marchis berichtet über die Übernahme der Tageszeitung L'Unità, Organ der kommunistischen Partei, 1924 von Antonio Gramsci gegründet. "Die Ära Unità ist beendet. Auf dem Spiel stand die zukünftige Linie der Zeitung, die mit der politischen Debatte der Demokratischen Partei (PD) eng verknüpft ist. Unter den Anwärtern der Übernahme war auch die Familie Angelucci, die die linke Zeitung Il Riformista kontrolliert, deren Bewerbung weder von der Redaktion noch von Veltroni [Vorsitzender der PD] gern gesehen wurde. Renato Soru hat es geschafft, der Präsident der Region Sardinien, Unternehmer und Besitzer vom [Internetdienst] Tiscali, ist der neue Besitzer der Zeitung. … Der Kommunikationsapparat, der sich um die Achse der PD dreht, wird um eine Stimme reicher. … Die Redaktion frohlockt und hofft auf multimediale Synergien, Fernsehen, Rundfunk, Internet, gemäß der Neigungen des neuen Patrons." (21.05.2008)

SPORT

The Times - Großbritannien

Fußball-Diplomatie

In der Tageszeitung Times schreibt Tony Halpin: "Die Ankunft von bis zu 50.000 Chelsea- und Manchester-United-Fans in Moskau für das heutige Championsleague-Finale stellt den größten kulturellen Austausch zwischen Großbritannien und Russland in der modernen Geschichte dar. ... Die Russen wuchsen mit klassischen Vorstellungen von England als dem Land der guten Manieren auf. ... Die meisten englischen Fans werden die Einheimischen wahrscheinlich enttäuschen, die darauf brennen, die Philosophie von George Bernard Shaw zu diskutieren. Stattdessen könnten die Russen, die gerne ihr Schulbuch-Englisch üben wollen, einen Intensivkurs in Fluchen und Straßen-Slang bekommen.. .. Zu einer Zeit, zu der die politischen Beziehungen auf einem Tiefstpunkt stehen ... hoffen der Kreml und Whitehall, dass 'Fussball-Diplomatie' zu Tauwetter führt. ... Die Fans ... halten die Zukunft der anglo-russischen Beziehungen in ihrer Hand." (21.05.2008)

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