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Home / Presseschau / Archiv / Presseschau | 06.06.2008

 

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Störfall in slowenischem Atomkraftwerk

Störfall in slowenischem Atomkraftwerk

 

Die Verwirrung um einen angeblichen Störfall in einem Kernkraftwerk im slowenischen Krško lässt die Diskussion um die Sicherheit der Atomenergie in Europa erneut aufflammen. Doch auch die Informationspolitik der EU-Kommission und das europäische Atom-Alarmsystem "Ecurie" stehen in der Kritik. » mehr

Mit Artikeln aus folgenden Publikationen:
Der Tagesspiegel - Deutschland, Delo - Slowenien, Postimees - Estland

Der Tagesspiegel - Deutschland

Für den Tagesspiegel offenbart die Verwirrung um den angeblichen Störfall in einem slowenischen Atomkraftwerk die Schwäche des europäischen Warnsystems und eine ungenügende Informationspolitik: "Weiß eigentlich irgendwer, was am Mittwoch im slowenischen Atomkraftwerk Krško passiert ist? War was? War nichts? Sollen wir glauben, dass 'nur' jemand ein Formular verwechselt und so die europäische Alarm-Maschine in Gang gesetzt hat? Selbst wenn es am Ende ein unbedeutender Störfall gewesen sein sollte, eines ist klar: Das war ein nuklearer Informations-GAU. Und der Fall zeigt, dass das europäische Alarmsystem nicht funktioniert. Sonst hätte es all die Verwirrung wohl kaum gegeben. ... Immerhin hat Slowenien eine Meldung gemacht. Das tun nicht alle, wenn es Probleme gibt. Das muss man anerkennen. Aber was bitte ist, wenn wirklich etwas Gravierendes schiefläuft? Wer macht sich rasch ein Bild? Wie werden wir informiert? Was wird getan? Nach diesem Debakel wird einem angst und bange." (06.06.2008)

Delo - Slowenien

Die Tageszeitung Delo macht sich in Zusammenhang mit dem Störfall im Atomkraftwerk Krško Sorgen um Sloweniens Ruf in Europa: "Obwohl die Falschmeldung beziehungsweise das Missverständnis in wenigen Minuten richtig gestellt wurden, hat das Ganze ein schlechtes Licht auf die Glaubwürdigkeit Sloweniens geworfen, vor allem bei unseren nördlichen Nachbarn, die ohnehin schon keine gute Meinung haben. ... Der Fehler und die Oberflächlichkeit ... wurden zum Stichwort, das für politische und Medienmeldungen ausgeschlachtet wurde mit Andeutungen wie: Was geht 'wirklich' vor im Atomkraftwerk? Was verheimlichen die Slowenen? Und dass es milde gesagt sehr ungewöhnlich sei, wenn eine so wichtige Sache wie das offizielle Informieren über das Geschehen in einem Atomkraftwerk von einem einfachen Formular abhängt, das lediglich mit dem Durchstreichen eines Wortes zwischen einem wahren Unglücksfall und einer Übung unterscheidet." (06.06.2008)

Postimees - Estland

Die Panne im slowenischen Atomkraftwerk Krsko zeigt nach Ansicht der estnischen Tageszeitung erneut, in welchem Dilemma sich die EU befindet: "Die Atomenergie ist bei den EU-Bürgern nicht sonderlich beliebt, aber gleichzeitig besteht eine große Abhängigkeit im Energiesektor. Wenn weniger Atomstrom produziert wird, weil Störfälle wie der in Slowenien Erinnerungen an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 wach werden lassen, muss mehr Gas importiert werden, und dieses stammt vor allem aus Russland. Die einen sehen vor allem die Gefahren der Kernenergie, die anderen die drohende Abhängigkeit von Russland. Unsere Politiker werden Antworten auf die Frage finden müssen, wie man gleichzeitig auf den Einsatz von Kernenergie verzichten und die Energieabhängigkeit Europas reduzieren kann, und das ganze bitte schön auch noch umweltfreundlich." (06.06.2008)

POLITIK

The Irish Times - Irland

Lissabon-Referendum auf der Kippe

Am 12. Juni wird in Irland in einem Referendum über den Reformvertrag von Lissabon entschieden. Nachdem die letzte Meinungsumfrage einen dramatischen Anstieg bei den Gegnern zeigt, widmet die Tageszeitung The Irish Times dem Thema einen Leitartikel: "Angesichts des weitreichenden Anstiegs bei der Unterstützung des Nein-Lagers, das mit einem beispiellosen Vorsprung von 35 Prozent zu 30 Prozent führt, mögen die Regierung und ihre Verbündeten es unmöglich finden, das Blatt zu wenden. ... Es wird frisches Denken und eine konzertierte politische Kampagne brauchen, um die Dynamik umzukehren, die sich plötzlich gegen den Vertrag entwickelt hat. ... Die Einstellungen von Frauen und Wählern aus der Arbeiterklasse, die immer besorgter wurden über die schwächer werdende Wirtschaft, wird schließlich den Ausgang dieses Referendums entscheiden." (06.06.2008)

Mladá fronta Dnes - Tschechien

Medwedew bei Merkel

Russlands neuer Präsident Dmitri Medwedew hat gestern in Berlin bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel seinen ersten Auslandsbesuch absolviert. Die liberale Tageszeitung untersucht die "Chemie" zwischen beiden Politikern: "Merkel hofft, dass der einstige Anwalt Medwedew liberaler als sein Vorgänger [Wladimir Putin] ist. Bei ihrer gestrigen Begegnung sparten beide nicht mit ihrem Lächeln. Medwedew verdarben auch die Appelle Merkels zur Einhaltung der Menschenechte nicht die Laune. Sätze, die die gegenseitigen Beziehungen mit Putin einfrieren ließen. ... Analytiker sagen aber, dass Merkel und Medwedew keine engen Bande knüpfen werden. Jedenfalls nicht so freundschaftliche, wie sie ihre Vorgänger Schröder und Putin hatten." (06.06.2008)

Süddeutsche Zeitung - Deutschland

Revolutionäres Urteil zu Kriegsverbrechen

Ein italienisches Gericht hat entschieden, dass Staaten künftig zivilrechtlich von einzelnen Opfern für deren Verbrechen verklagt werden können. Das könnte für viele europäische Staaten Folgen haben: "Juristen neigen nicht zu Revolutionen. Dies aber ist eine. ... Denkt man das italienische Urteil zu Ende, könnten auf die Bundesrepublik Abermillionen Entschädigungsklagen aus zahlreichen Ländern zukommen, in denen einst Nazi-Deutschland wütete. ... Italien hätte unzählige Menschen zu entschädigen, die einst unter dem Stiefel des Duce ächzten, etwa in Albanien oder Griechenland. ... Die Algerier könnten alte Rechnungen mit Frankreich präsentieren. Überlebende der Bombenangriffe auf Dresden dürften sich ermutigt fühlen, gegen Großbritannien zu klagen. Auf dem Balkan wäre Justitia jahrzehntelang damit beschäftigt, in Geld aufzuwiegen, was Serbien und Kroatien den Balkan-Völkern antaten. ... Wenn aber die verklagten Staaten allen zu erwartenden Forderungen ohne weiteres nachkommen würden, könnten manche unter den Schulden der Vergangenheit zusammenbrechen. Serbien etwa hätte keine Zukunft mehr. ... Berlin tut zwar gut daran, auf den Erhalt des Immunitätsprinzips zu pochen und das Urteil aus Rom vor dem Internationalen Gerichtshof anzugreifen. Zugleich sollte es aber ein versöhnliches Signal nach Italien schicken." (06.06.2008)

El País - Spanien

Abgespeckte EU-Präsidentschaft

Jean-Marie Colombani, der ehemalige Chefredakteur der französischen Tageszeitung Le Monde, analysiert in der spanischen Tageszeitung El País, was von der französischen EU-Ratspräsidentschaft zu erwarten ist, die im Juli beginnt: "Nicolas Sarkozy, der sich die Sache sehr zu Herzen nimmt, begann mit viel Enthusiasmus: Nach dem Erfolg der Neuverhandlung des Verfassungstextes, der zum Vertrag von Lissabon wurde, schien alles darauf hinzuweisen, dass die sechs Monate der französischen Präsidentschaft sehr intensiv würden und der EU erlauben könnten, wieder durchzustarten. Doch mit dem Näherrücken des Datums stellt man fest, dass der französische Ehrgeiz abnimmt. ... Der Staatschef zeigt sich weniger idealistisch und zunehmend realistisch. Frankreich wird sich damit begnügen müssen, auf drei Gebieten etwas zu bewegen: Immigration, Energie und Umwelt. Und das nur, wenn das irische Riff umfahren wird, denn wenn das Referendum zum Vertrag negativ ausfällt, weiß keiner, was in Europa passiert." (06.06.2008)

REFLEXIONEN

Le Monde - Frankreich

Keine gemeinsame Vision von Europa

Die Tageszeitung Le Monde beklagt, dass die europäischen Intellektuellen kein gemeinsames Europabild haben: "Es gab nur wenige Intellektuelle, die sich für den europäischen Einigungsprozess interessiert haben, als er Mitte des 20. Jahrhunderts unter dem Einfluss von Jean Monnet und Robert Schuman begann. Viele von ihnen waren so kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einer Vereinigung des alten Kontinents nicht sehr zugeneigt. Auch später sind sie der Gemeinschaft eher fern geblieben - die einen, weil sie sie für zu technokratisch hielten, die anderen weil sie ihnen als pro-amerikanisch und antisowjetisch erschien. Diese Entfremdung dauerte mehrere Jahrzehnte an, doch seit einiger Zeit scheint sich die Situation geändert zu haben. Wissenschaftler stellten fest, dass sich die theoretischen Abhandlungen über die Legitimität der EU seit dem Vertrag von Maastricht stetig vermehrt haben. Hat diese intensive Reflexionsarbeit den Denkern erlaubt, sich auf eine gemeinsame Vision von Europa oder ... ein 'gemeinsames Manifest' zu verständigen? ... Die Antwort fällt heute eher negativ aus. Die einzelnen nationalen Abhandlungen sind zu unterschiedlich, um zu einer gemeinsamen Geschichte zu führen. Sie kommen aus unterschiedlichen politischen Kulturen, deren Repertoire sehr verschieden ist." (06.06.2008)

Die Presse - Österreich

Falsche Islam-Toleranz

In einem Gastkommentar in der Tageszeitung Die Presse sinniert der Journalist Detlef Kleinert über die Grenzen der westlichen Toleranz gegenüber dem Islam: "Im Europa gibt es täglich Beispiele dafür, wie im Namen der Toleranz ... vor jeder noch so frechen Provokation gekniet wird: Da dürfen ... in der britischen Supermarkt-Kette Sainsbury's dort angestellte muslimische Kassierer sich weigern, den Kunden Schweinefleisch und Alkohol zu verkaufen. ... Die Gefühle der Angestellten gehen vor die Gefühle der Kunden. ... Deutschland: Da schlägt Erdinc S. aus Ostheim einen Menschen zum Krüppel. Der Jugendrichter Hans-Werner Riehe stellte seine Schuld fest, verhängte aber keine Strafe. Komaschläger Erdinc muss nur ein Anti-Aggressionstraining mitmachen. Selbst der Verteidiger hatte eine härtere, nämlich eine Bewährungsstrafe erbeten. ... Für Islamisten - wohl gemerkt, damit sind nicht alle Anhänger des Islam gemeint - bedeutet Integration, dass sich die westliche Kultur in den Islam zu integrieren hat." (06.06.2008)

WIRTSCHAFT

Gândul - Rumänien

Teures Essen in Rumänien

Die Zeitung Gandul beschäftigt sich mit den hohen Lebensmittelkosten in Rumänien: "Die Rumänen zahlen diese hohen Preise auch wegen wirtschaftspolitischer Fehler, die nach 1989 gemacht worden sind. Nicht einmal unsere Regierung hat sich zu träumen gewagt, dass wir als EU-Mitglied eine Agrarpolitik haben werden, die protektionistischer ist als irgendwo sonst in der Union. So hat die Regierung eine hohe Zollsteuer aufgelegt, um Import-Produkten den Zugang auf den rumänischen Markt zu erschweren. Vom ausländischen Wettbewerb abgeschirmt, haben die rumänischen Produzenten nichts getan, um leistungsfähiger zu werden. Sie produzieren weiterhin zu wenig, teuer und mit schlechter Qualität. Wenn wir die Zollsteuer nicht zahlen müssten, könnten wir die Lebensmittel um ein Drittel billiger einführen. Wenn wir die Kosten für die Schutzmaßnahmen mit den Kosten für die aufgesplitterte Landwirtschaft zusammenrechnen, müssen wir uns nicht wundern, dass die Lebensmittelpreise fast mit den EU-Durchschnittspreisen vergleichbar sind, obwohl die EU-Durchschnittsgehälter fünf- bis zehnmal höher ausfallen als in Rumänien." (06.06.2008)

KULTUR

Les Echos - Frankreich

Bedrohter Buchpreis

Die Abschaffung des französischen Gesetzes zur Buchpreisbindung hätte dramatische Folgen für den Kulturbetrieb, warnt die Wirtschaftszeitung Les Echos: "Dieses Gesetz hat einen doppelten Effekt: Es bewahrt ein in Europa einzigartiges Netz aus Buchläden und erlaubt den Herausgebern eine große Büchervielfalt, da die weniger nachgefragten Werke mit geringer Auflage über die Gewinne der Bestseller finanziert werden." Einem Abgeordneten der konservativen Mehrheit, der das Gesetz kürzlich aufweichen wollte, hält der Journalist entgegen: "Wenn dem Großhandel zu schnell nach einer Buchveröffentlichung erlaubt wird, eine aggressive Preispolitik für Bestseller ... zu fahren, hätte das zwei unausweichliche Folgen: Auf der einen Seite würde die Gewinnmarge der Herausgeber bei diesen Bestsellern zusammenschrumpfen und sie könnten keine anspruchsvolleren Bücher mehr veröffentlichen. Auf der anderen Seite würde der Großhandel den kleinen Büchereien den einzigen rentablen Markt weg nehmen. Sie wären somit dem Tod geweiht." (05.06.2008)

MEDIEN

Rzeczpospolita - Polen

Der polnische Deutschland-Komplex

Polnische Boulevardzeitungen haben im Vorfeld der Europameisterschaft die deutsche Nationalmannschaft mit martialischen Fotomontagen scharf attackiert. Der polnische Philosoph Zdzisław Krasnodębski erklärt diese Angriffe mit der polnischen Sicht auf Deutschland. "Wir haben hier eine Ansammlung aller polnischen Komplexe und Frustrationen, ein Gefühl, schlecht behandelt zu werden, eines Ungleichgewichts, letztlich ein Ohnmachtsgefühl. Diese negativen Gefühle versucht man, auf die Ebene von Spiel und Unterhaltung umzulegen, die keine reale Bedeutung haben. Ein virtueller Krieg soll das Vorgehen des Staates ersetzen. ... Eine Flucht vor Politik, Flucht vor Verantwortung, in eine Welt eines Ersatz-Wettkampfes. Ein Großteil der Polen will ja gar nicht zur Kenntnis nehmen, dass es irgendwelche grundlegenden Probleme mit der Position Polens in Europa gibt, mit unseren Nachbarn, dass es Diskrepanzen zwischen Polen und Deutschland zum Beispiel in der Russland-Politik gibt, ... in der Wahrnehmung der Wirklichkeit. Sie werden die Unterzeichnung jedes europäischen Vertrages fordern und jedem deutschen Vorschlag schleunigst zustimmen, und gleichzeitig ein Fußballspiel als Kriegsersatz betrachten." (06.06.2008)

Le Monde - Frankreich

Französische Presse in Not

Die Tageszeitung Le Monde sorgt sich um die französische Presse, die derzeit eine tiefe wirtschaftliche Krise durchmacht: "Der Plan der Regierung, eine zweite Werbeunterbrechung in Fernsehfilmen zu erlauben, schmälert die Aussicht auf eine positive und konkrete Debatte ... über den finanziellen Zustand der nationalen Abonnementzeitungen. Diese werden mit einer ständig schwindenden Leserschaft und stark sinkenden Werbeeinnahmen konfrontiert. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem das Internet und der steigende Einfluss der Gratiszeitungen die traditionellen Medien dazu zwingen, ihr Wirtschaftsmodell zu überdenken. Ohne eine rein ökonomische Sicht auf unseren Berufsstand vertreten zu wollen: Es ist offensichtlich, dass hier eine Schere zwischen sinkenden Werbeeinnahmen und immer noch hohen Produktions- und Distributionskosten existiert. [Wenn der Vorschlag der Regierung für die Werbeunterbrechung umgesetzt wird], verliert die Presse einen weiteren Teil ihrer Werbeeinnahmen, was ihre Mittel [reduziert] und gleichzeitig ihre Fähigkeit schwächen wird, eine demokratische Debatte zu führen." (06.06.2008)

LOKALE FARBEN

Jornal de Notícias - Portugal

Blutiges Fernsehen

Nach einem Gerichtsurteil muss Portugals öffentlicher Fernsehsender RTP die Übertragung von Stierkämpfen auf 22.30 Uhr verschieben und mit dem Hinweis ausstrahlen, dass es sich um ein "gewaltsames Programm" handelt. Die Tageszeitung Jornal de Notícias stimmt zu: "Die Entscheidung ehrt die portugiesische Justiz und bringt RTPs Vorstellung des öffentlichen Auftrags in Misskredit. Jährlich bekommt RTP Millionen Euro aus dem Staatshaushalt um ein öffentlich-rechtliches Angebot ohne die kommerziellen Zwängen der Privatsender bereitstellen zu können. Anscheinend bedeutet für RTP der öffentlich-rechtliche Auftrag der Bericht über die Herstellung eines hundert Meter langen Kuchens als Aufmacher der Tagesnachrichten oder … die Übertragung ... einer Veranstaltung, die die Demütigung und das Leiden eines Tieres zur Unterhaltung macht. Dass ein Gericht RTP daran erinnern musste, dass solch gewaltsame blutige Shows einen negativen Einfluss auf die Bildung junger Menschen haben kann, ist eine Schande." (06.06.2008)

SPORT

De Volkskrant - Niederlande

Respektloser Umgang mit Fußballerinnen

Vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft befasst sich die Tageszeitung De Volkskrant mit dem Thema von Frauen und Fußball in den Niederlanden. Symptomatisch sei das Programm "EM Lingerie" des Privatsenders Veronica, bei dem Damen in Unterwäsche Elfmeter schießen. "Anscheinend finden Männer es toll, sich attraktive Frauen anzuschauen, die wirklich keinen Ball treffen, immer nur kichern und sich mehr Sorgen darüber machen, dass ihre Brüste nicht aus dem Bikini rutschen als dass der Ball nun ins Tor geht. Während in den USA und in Deutschland Frauenfußball im Fernsehen ausgestrahlt wird und es viel Anerkennung und Respekt für die Spielerinnen gibt, wird in den Niederlanden noch immer über fußballspielende Frauen gelacht. ... Jede Woche geben tausende Fußballerinnen ihr allerbestes, um anerkannt zu werden. Jedes Jahr versuchen weibliche Fußballprofis, Frauenfußball ins Fernsehen zu bekommen. Aber nie wird ernsthaft über Frauenfußball nachgedacht und nie werden Spielerinnen in Talkshows eingeladen. Lieber sieht man dicke Titten beim Elfmeterschießen vor dem Tor." (06.06.2008)

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