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Spiegel Online - Deutschland | Mittwoch, 21. November 2012

Altmodischer Journalismus schuld an Zeitungskrise

Nicht das Internet, sondern die statische Berichterstattung ist schuld am deutschen Zeitungssterben, denn sie entspricht nicht mehr unseren Konsumgewohnheiten, meint der Blogger Sascha Lobo bei Spiegel Online: "Die Abbildung der Welt reicht für einen Nachrichtenartikel unabhängig vom Medium nicht mehr aus. Auch im Netz ist die zunehmende Prozessualisierung erkennbar, und damit hat der gewöhnliche, statisch berichterstattende Artikel ausgedient. ... Der Nachrichtenprozess duldet keinen Stillstand. ... Nicht das Papier selbst ist in der Krise, sondern das klassische Verständnis von berichterstattenden Nachrichten, online wie offline. Das Netz kann nur ein wenig besser darauf reagieren, weil es prozessualer daherkommt. ... Für die gedruckten Blätter bedeutet das, sich fernzuhalten von den Bereichen, in denen der Prozessualisierungsdruck am stärksten ist: weg von der Momentaufnahme einer Berichterstattung, hin zur Hilfestellung, um den Nachrichtenprozess zu verstehen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. November 2012

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