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Lidové noviny - Tschechien | Mittwoch, 21. November 2012

Kommunisten in Tschechien kehren zurück

Im nordböhmischen Kreis Ústí nad Labem hat seit Dienstag mit Oldřich Bubeníček erstmals seit 1989 wieder ein Kommunist das Sagen. Die orthodoxe Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (KSČM) hatte dort bei den Regionalwahlen die meisten Stimmen bekommen. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny ist alles andere als begeistert: "Nach der Revolution sagte man, das Problem mit den Kommunisten würde sich auf biologische Art und Weise lösen. Dann dachten wir, für die KSČM würden nur junge radikale Idealisten kandidieren. Doch auf Oldřich Bubeníček trifft diese Erklärung nicht zu. Er trat 1974 mit 21 Jahren der Kommunistischen Partei bei. Damals musste man beim Eintritt in die Partei der militärischen Besetzung des Landes durch die Sowjets schriftlich zustimmen. Auch in den folgenden 15 Jahren hat Bubeníček diese Okkupation nicht gestört. Vielleicht hat sie ihn auch gestört, aber er verhielt sich zynisch. Aber das kann uns letztlich auch egal sein. Doch es darf uns keineswegs egal sein, dass ein solcher Mensch 23 Jahre nach dem Ende des Kommunismus die Entscheidungen in einem ganzen Kreis trifft."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 21. November 2012

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