Navigation

 
taz - Deutschland | Donnerstag, 20. November 2008

Rassismus gegen Roma

Angesichts der jüngsten Übergriffe auf Roma in Tschechien vermisst die tageszeitung den politischen Willen, den Rassismus gegen die größte europäische Minderheit zu bekämpfen. "Die Kette der jahrhundertelangen Verfolgung, Erniedrigung und rassistischen Ächtung der 'Zigeuner' findet heute in den brutalen Anschlägen auf Roma eine traurige Fortsetzung. Und das in EU-Ländern, in denen man sich zu den europäischen Werten bekennt. Diese Werte - unter denen die Bekämpfung des Rassismus eine zentrale Rolle spielt - bleiben bislang reine Lippenbekenntnisse. Denn solange Brüssel nicht darauf besteht, dass den Versprechungen der Regierungen von Ländern wie Ungarn, Tschechien, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei konkrete Taten folgen, werden sich die katastrophalen Lebensbedingungen der Roma nicht verbessern. Eine nachhaltige Bekämpfung des Rassismus ist bekanntlich nur dann möglich, wenn leere verbale Gesten nicht den politischen Willen ersetzen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 20. November 2008

Weitere Inhalte