Cotidianul - Rumänien | Donnerstag, 27. November 2008
Partei der Ungarn in Rumänien ohne Wahlkampagne
Der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien (UDMR), die Partei der zweitgrößten Minderheit im Land, war in den vergangenen Jahren in der Regierungskoalition oft das Zünglein an der Waage für eine Regierungsmehrheit. Ob der Verband bei der Parlamentswahl am Sonntag überhaupt ausreichend Stimmen erhält, fragt sich die Tageszeitung Cotdianul: "Dem Ungarn-Verband fehlt eine erfolgreiche Wahlkampagne, um sein Wählerpotenzial zu mobilisieren, das der leeren Sprüche müde ist. ... Der UDMR hat inzwischen dieselben schlechten Gewohnheiten wie die rumänischen Parteien. In der rumänischen Stadt Galati kandidierte eine gesamte ungarische Familie: Ehemann, Ehefrau und Schwager und Schwägerin, ... es gibt Meinungsverschiedenheiten wie in den rumänischen Parteien. Von Zeit zu Zeit holt der Ungarn-Verband auch die Autonomie-Fahne heraus. ... Der Verband spricht selten und nur, wenn es nötig ist, über die Armut der großen Szeklerregion [Region der ungarischen Minderheit]. Dies tut er nur, um seine Unfähigkeit zu rechtfertigen, die Szekler in der Regierungszeit nicht richtig vertreten zu haben, und gibt dem Koalitionspartner die Schuld daran."
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