Der Tagesspiegel - Deutschland | Donnerstag, 27. August 2009
Netanjahu muss Nahost-Friedensprozess wiederbeleben
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich auf seiner Europareise zur Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses mit dem US-Nahostgesandten George Mitchell in London getroffen. Die linksliberale Tageszeitung Der Tagesspiegel schreibt: "Seine Freunde, politische Freunde, sagen, Netanjahu sei nicht so, wie seine Gegner immer noch sagten; er sei gereift, seriöser, strategisch denkender als beim ersten Versuch als Premier. ... Bloß helfen zur Korrektur des alten Bildes auf Dauer nur 'Style and Substance'. Substanz entscheidet. Will sagen: Er muss den USA und ihren Verbündeten in Europa entgegenkommen. Diese Reise zeugt buchstäblich schon davon, ja, aber es reicht nicht, hier gewesen zu sein. Netanjahu wird nachher umso mehr Unterstützung erfahren, je klarer wird, dass er durchsetzt, was nötig ist: keinen weiteren Siedlungsbau! Klare Kante, auch in diesem Fall. Sicher, Staaten haben keine Freunde, Staaten haben nur Interessen, wird immer in Anlehnung an [den früheren britischen Premierminister] Lord Palmerston gesagt. Doch ist der Spruch erstens uralt, zweitens lebt es sich mit Freunden besser. Gerade im Nahen Osten."
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