Jyllands-Posten - Dänemark | Mittwoch, 23. September 2009
Obama lässt Handlungskraft im Nahen Osten vermissen
Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Barack Obama, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ist am gestrigen Dienstag in New York ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Die liberale Tageszeitung Jyllands-Posten stellt fest, dass Obama es im Nahostkonflikt an Handlungskraft mangeln lasse: "Der Goldstone-Bericht [UN-Bericht, der Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen vorwirft] hat Benzin ins Feuer gegossen und ist ganz besonders zu diesem Zeitpunkt nicht willkommen, an dem der Friedensprozess im Nahen Osten neue Initiativen benötigt, die die Partner wieder an den Verhandlungstisch bringen. ... Während der jetzt laufenden UN-Generalversammlung hat Barack Obama den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und Israels Premierminister Benjamin Netanyahu an einen Tisch gebracht. Vor wenigen Monaten waren die Erwartungen an Barack Obama groß. Aber außer seiner rhetorischen Begabung und der verständlichen Forderung an Israel, den Wohnungsbau im Palästinensergebiet zu stoppen, hat er lediglich einen ... Mangel an Handlungskraft und Ideen für einen Gesamtplan im Nahen Osten präsentiert."
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