La Stampa - Italien | Mittwoch, 7. Juli 2010
Obama schwach gegenüber Israel
US-Präsident Barack Obama und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben sich in Washington auf direkte Verhandlungen mit den Palästinensern geeinigt. Dennoch geht der Hardliner Netanjahu eindeutig als Sieger aus den Gesprächen hervor, schreibt die liberale Tageszeitung La Stampa: "Barack Obama hat gute Miene zum bösen Spiel machen müssen. Vielleicht hat der Präsident ein weiteres Mal der Innenpolitik den Vorzug gegeben und an die mächtige jüdische Lobby und ihre Fähigkeit gedacht, die Zwischenwahlen zu beeinflussen, die sich als entscheidender Test für eine Präsidentschaft mit ernstzunehmendem Popularitätsverlust abzeichnen. Vielleicht handelt es sich angesichts dürftiger Erfolge auch um eine Änderung der bisherigen US-Strategie. Der ehrgeizige und großzügige Plan von Obama, die USA wieder als ehrlichen Nahost-Vermittler zu etablieren, ist offenbar auf die harte Realität gestoßen: Amerika ist unter Obama entschieden schwächer als unter Bill Clinton und sogar unter George W. Bush."
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