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La Stampa - Italien | Mittwoch, 22. Februar 2012

Mario Monti räumt Italien auf

Italiens Regierungschef Mario Monti hat am Montag vor Vertretern der Finanzbranche angekündigt, dass er die Privilegien des sogenannten Salotto Buono beschneiden werde, dem exklusiven Club mächtiger Banker und Industrieller in Italien. Die liberale Tageszeitung La Stampa lobt das unvoreingenommene Vorgehen des Premiers: "Mario Monti knöpft sich diesmal nicht die Gewerkschaften, sondern die Mächtigen der Wirtschaft vor. … Er verwehrte sich damit gegen die Anschuldigung, die Privilegierten zu schützen. Schon die unverblümte Wortwahl zeigt das radikale Umdenken, denn der Begriff Salotto Buono ist im normalen Sprachgebrauch negativ besetzt. So wie auch die Offenheit überrascht, mit der der Premier erklärte, einzelnen Personen zu verbieten, mehrere Aufsichtsratsposten zu bekleiden. Denn das wird just den Mächtigen der Finanzwelt, vor denen er sprach, nicht unbedingt genehm sein. Damit machte er deutlich, dass er ihr Spiel nicht mehr mitspielt."

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