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Sme - Slowakei | Dienstag, 24. April 2012

Peter Morvay über den Vormarsch der Populisten in Europa

Die jüngsten Wahlen in mehreren Ländern Europas zeigen nach Meinung des Kommentators Peter Morvay, dass der Populismus massiv stärker wird. In der liberalen Tageszeitung Sme analysiert er die aktuellen Ereignisse: "Die extreme Rechte und Linke hat in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen zusammen ein Drittel der Stimmen auf sich vereinigen können. Jetzt zwingen sie Hollande und Sarkozy ihre Themen auf. Einer der extrem linken Organisatoren der Proteste vom vergangenen Wochenende in Prag sagte, er fühle sich inspiriert durch den französischen kommunistischen Kandidaten Mélenchon. Gegen den stärker werdenden Block der linken Populisten stehen zerstrittene Mitte-rechts-Koalitionen, die Reformen durchsetzen wollen und Haushaltsdisziplin. Damit verlieren sie an Popularität, zumal, wenn sie korrupt sind. In der Slowakei hat sich eine solche Koalition gerade aufgelöst, um die in Tschechien steht es nicht gut. ... In den Niederlanden schwankt die Regierung, weil Geert Wilders Einsparungen ablehnt, die seinem Populismus widersprechen. Das dürfte ihm bei den kommenden Wahlen zugute kommen. Aber weder französische, tschechische noch niederländische Populisten lösen die Krise, auch nicht, wenn sie an die Macht kämen. Sie werden sie im Gegenteil verschlimmern. Auf Europa warten traurige Zeiten."

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