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El País - Spanien | Montag, 30. April 2012

Merkel will endlich Wachstum

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview am Samstag von einer "europäischen Wachstumsagenda" gesprochen, was als verhaltene Zustimmung für einen in der EU diskutierten Wachstumspakt gewertet wird. Endlich bewegt sich die Krisenbekämpfung in die richtige Richtung, jubelt die linksliberale Tageszeitung El País: "Die Notwendigkeit, dem Wachstum unter die Arme zu greifen, hat EZB-Präsident Mario Draghi bereits vergangene Woche unterstrichen. Aber viel bedeutender ist, dass sich nun auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel - bislang harte Verfechterin der Sparpolitik als einziger Maßnahme zur Erlangung der Stabilität - hinter eine europäische Wachstumsagenda gestellt hat. Merkels kopernikanische Wende ist nicht aus dem Nichts gekommen, sie ist die Reaktion auf mehrere wichtige Faktoren. Der wichtigste und offensichtlichste ist, dass François Hollande höchstwahrscheinlich die französischen Wahlen gewinnt und den niemals endenden Sparmaßnahmen die Unterstützung entzieht. ... Der Versuch, die Stabilität der Euro-Zone durch die Ausweitung der preußischen Disziplin auf ganz Europa zu erreichen, ist so etwas wie ein lang anhaltender Albtraum."

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