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Kurier - Österreich | Montag, 7. Mai 2012

Radikales Nein hilft Griechenland nicht

Bei der Parlamentswahl in Griechenland am Sonntag haben die Verfechter des Sparprogramms die Mehrheit im Parlament wohl knapp verfehlt. Die Parteien Nea Dimokratia und Pasok wegen der Sparmaßnahmen abzustrafen und zu radikalen Parteien zu wechseln, ist aber kein gangbarer Weg, meint die linksliberale Tageszeitung Kurier: "Hinter dem Fanal der wütenden Wähler stand mehr als der bloße Wunsch, alle Politiker zum Teufel zu schicken, die ihnen den größten Wohlstandsverlust seit Jahrzehnten beschert haben. Viele jener Griechen, die dieses Mal extrem links oder für die ausgesprochen unappetitliche extreme Rechte stimmten, wollten einfach nur ein Ende einer Sparpolitik, die den Gürtel bis zum Ersticken eng schnallt. Weniger Kürzen und Streichen, dafür mehr Wachstum - lautet die Forderung. Doch mit dem Wachstum ist es wie mit dem Weltfrieden - jeder will ihn, bloß die Rezeptur dafür ist noch nicht erfunden. Und schon gar nicht bieten sie jene radikalen Parteien, deren einzige Forderung lautet: Stopp der Schuldenzahlungen."

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