Cinco Días - Spanien | Freitag, 1. Juni 2012
Rajoys Politik trägt erste Früchte
Mario Draghis Forderung nach einer zentralen Bankenaufsicht zeigt, dass die Strategie des spanischen Premiers Mariano Rajoy aufgehen könnte, freut sich die Wirtschaftszeitung Cinco Días: "Die offensiven Bemühungen der Regierung, eine Lösung zu finden, die einerseits das Misstrauen gegenüber dem spanischen Bankensystem eindämmt und andererseits Spanien nicht neben Irland, Griechenland und Portugal in die Gruppe der geretteten Volkswirtschaften einreiht, scheint erste Früchte zu tragen. Bislang beharrte die Regierung darauf, dass die Hetzjagd der Finanzmärkte auf Spanien kein rein spanisches, sondern eben auch ein europäisches Problem ist. Und dass die Antwort darauf dementsprechend eine europäische sein muss. Deswegen verweigerte sich Spanien einer Rettung, die das Land wahrscheinlich dauerhaft stigmatisieren würde und von der man zwar weiß, wie sie beginnt, nicht aber wie sie endet. Dieses Beharren - sicherlich in einer Abseitsposition und ungenügend erklärt - scheint die starre Haltung der Europäischen Union nun endlich etwas aufzuweichen."
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