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Financial Times Deutschland - Deutschland | Montag, 11. Juni 2012

Tsipras will Europa erpressen

Vor den Neuwahlen in Griechenland am kommenden Sonntag fürchtet die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland, dass der linke Kandidat und mögliche Sieger Alexis Tsipras Europa erpressen will: "Gewinnt Tsipras, und danach sieht es aus, erleben wir die erste Machtergreifung eines Demagogen in Europa in der Euro-Krise. … Tsipras ... sagt: 'Ganz Europa ist in Gefahr', weil ja alle Länder miteinander verflochten seien. Er wolle - und diesen Satz muss man sich genau durchlesen - die 'europäischen Partner überzeugen, dass es in ihrem Interesse ist, dass die Finanzierung (Griechenlands) nicht gestoppt werden darf'. 'Wenn wir sie nicht überzeugen - und wir werden keine einseitigen Maßnahmen ergreifen -, aber sie einseitige Maßnahmen ergreifen, also die Hilfszahlungen stoppen, werden wir gezwungen sein, die Zahlungen an unsere Kreditgeber zu stoppen.' ... Es ist das erste Mal, dass ein europäischer Partner die Verflechtung zur Geiselnahme umwidmet, aus der Schwäche und Abhängigkeit eine Stärke ableitet. Warum ist da nicht schon früher jemand drauf gekommen? Eines muss nach dem 17. Juni klar sein: Europa darf sich nicht erpressen lassen. Wenn die Griechen diesen Weg wählen, muss man sie ziehen respektive fallen lassen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. Juni 2012

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