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Le Figaro - Frankreich | Dienstag, 19. Juni 2012

Laut Rémy Prud'homme führen mehr Staatsausgaben nicht aus der Krise

Der französische Präsident François Hollande will Europa über mehr staatliche Investitionen aus der Rezession führen. Das ist der falsche Weg, meint der Wirtschaftswissenschaftler Rémy Prud'homme in der konservativen Tageszeitung Le Figaro: "Die spanische Bankenkrise, die ganz Europa erschüttert, ist in erster Linie eine Krise der Investitionen öffentlicher Mittel: Regionale Banken haben unter politischem Einfluss Bauarbeiten finanziert, die eines Pharao würdig wären, und wären darüber beinahe zugrunde gegangen. … Das ist eine Gelegenheit, um über die Gefahren des Mythos von den 'Ausgaben für die Zukunft' nachzudenken. Wenn es um den Staatshaushalt geht, haben Investitionen tatsächlich einen besseren Ruf als Betriebsausgaben, im rechten wie im linken Lager. ... Man muss also den langlebigen Mythos beseitigen, wonach die Investition von Staatsgeldern automatisch kurzfristig Arbeitsplätze schafft und langfristig das Wachstum ankurbelt. Dieser Mythos hat ausgedient. … Wir kommen nicht mehr umhin, jedes von der öffentlichen Hand finanzierte Projekt ohne Vorurteile zu prüfen und Kosten und Nutzen ehrlich abzuwägen. Wir brauchen keine visionären Lyriker, sondern kompetente Buchhalter."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 19. Juni 2012

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