Blog Mauro Guillén - Spanien | Freitag, 22. Juni 2012
Nur überlebensfähige spanische Banken retten
Bis zu 62 Milliarden Euro brauchen Spaniens marode Banken, wie am Donnerstag vorgestellte Gutachten von zwei unabhängigen Beratungsunternehmen ergeben haben. Wichtiger ist jedoch, was mit dem Geld passiert, erklärt der Ökonom Mauro Guillén in seinem Blog bei der Onlinezeitung Huffington Post und plädiert dafür, Banken ohne Zukunft nicht zu unterstützen: "Was werden die Banken mit diesem milliardenschweren Geldregen machen? Werden sie weiter öffentliche Schuldscheine aufkaufen, um dem Staat zu helfen, oder Kredite für den Privatsektor erleichtern? Eine Rekapitalisierung ohne klare Vorgaben, Kriterien, Anreize oder Prioritäten wäre meines Erachtens aus zwei Gründen ein Fehler: Erstens, weil Märkte und Investoren ihre pessimistische Einschätzung der spanischen Wirtschaft nicht ändern werden, solange weder Wirtschaftswachstum noch Verringerung der Arbeitslosigkeit in Sicht sind. ... Aber noch problematischer ist, dass die Regierung und die Zentralbank keinerlei Anstalten machen, zwischen Banken zu unterscheiden, die eine Zukunft haben und denen, die trotz milliardenschwerer Rekapitalisierung auf Dauer nicht konkurrenzfähig sind."
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