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Le Figaro - Frankreich | Mittwoch, 4. Oktober 2006

Joschka Fischer über die Türkei und Europa

Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer plädiert in einem Text für Project Syndicate, den verschiedene europäische Zeitungen drucken, für einen EU-Beitritt der Türkei, in dem er einen Schlüssel für die Sicherheit der Region sieht. "Gelingt die Modernisierung und Demokratisierung der Türkei, mit einer starken Zivilgesellschaft, der Herrschaft des Rechts und einer modernen Wirtschaft, dann wird dies nicht nur für die Türkei ein großer Erfolg werden, sondern Stabilität in die gesamte Region exportieren und als Transformationsmodell in der islamischen Welt wirken... Gewiss, in Europa gibt es massive innenpolitische Widerstände gegen einen Beitritt der Türkei. Wie am Ende dieses Prozesses die Entscheidung auf beiden Seiten aussehen wird, ist daher offen. Den Prozess selbst aber hier und heute und sehenden Auges zu gefährden, läuft auf eine ebenso große wie teure Dummheit der Europäer hinaus - das Schlimmste, was man in der Politik machen kann. In den europäisch-türkischen Beziehungen rasen also gegenwärtig zwei Züge aufeinander zu, die angehalten werden müssen. Denn weder die Türkei noch Europa kann sich einen absehbaren Crash erlauben."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 4. Oktober 2006

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