The Guardian - Großbritannien | Mittwoch, 11. Juli 2012
Olympische Werte gehen in London verloren
Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in London am 27. Juli rügt die linksliberale Tageszeitung The Guardian die übertriebenen Sicherheitsmaßnahmen und die völlige Kommerzialisierung des Sportereignisses. Es ist an der Zeit, dass Olympia sich seiner Wurzeln besinnt, fordert die Zeitung: "Für London ist es zu spät, echte 'Spiele für alle' zu organisieren - nicht aber für Rio de Janeiro 2016, wo jetzt schon ein ähnlicher Weg wie hier beschritten wird. … Die Olympischen Spiele halten - wie jedes Sportereignis - der Gesellschaft den Spiegel vor. In London werden nun die Altlasten des Kampfes gegen den Terrorismus und die grenzenlose Macht der Großunternehmen in Olympia reflektiert. Beides sind grobe Fehltritte, die letztlich nur in einem Misserfolg endeten. Doch wenn diese Katastrophen bewältigt werden können, warum sollte es dann nicht auch möglich sein, Olympia aus der Umklammerung der Unternehmen zu befreien und stattdessen Spiele zu organisieren, die ihrem Anspruch gerecht werden?"
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