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Kathimerini - Griechenland | Freitag, 13. Juli 2012

Rassistische Gewalt in Griechenland außer Kontrolle

Fast täglich kommt es in Griechenland zu Übergriffen von Neonazi-Banden, doch diese werden kaum strafrechtlich verfolgt. Einem Bericht von Human Rights Watch vom Dienstag zufolge ignorieren die Behörden die Vorfälle oder raten den Opfern sogar davon ab, Anzeige zu erstatten. Die konservative Tageszeitung Kathimerini warnt vor den Folgen dieser Haltung: "Die Banden, die 'Fremde' jagen, schlagen und terrorisieren, sind nicht nur gefährlich für die schwachen Mitglieder unser Gesellschaft, die Immigranten, sondern auch für die Gesellschaft selbst. … Das bestehende Gesetz kann umgesetzt werden, wenn der nötige politische Wille existiert und Polizei und Justiz ihre Arbeit tun. Doch wenn der Staat weiterhin nichts gegen die fremdenfeindlichen Angriffe unternimmt, wenn die Feigen sich sicher sein können, dass sie unbestraft bleiben, dann müssen wir zugeben, dass wir in einer Welt leben, in der der stärkste Wert die Willkür ist. Und unser Schicksal wird dann viel schlimmer werden als das, was wir gerade in der Wirtschaftskrise erleben."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 13. Juli 2012

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