Jyllands-Posten - Dänemark | Freitag, 13. Juli 2012
Zwangsanleihen: Endlich ein kreativer Vorschlag
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat am Mittwoch Zwangsanleihen für Vermögende zur Bekämpfung der Schuldenkrise vorgeschlagen, die später, wenn die Wirtschaftslage es zulässt, zurückgezahlt und verzinst werden sollen. Für die wirtschaftsliberale Tageszeitung Jyllands-Posten ein kreativer Vorschlag: "Zwang ist niemals wünschenswert, aber das DIW hat Lob verdient, denn es hat ernsthaft und auf wissenschaftlicher Grundlage Lösungsmodelle erarbeitet, die einen anderen Weg vorsehen als der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Zentralbank. ... Angesichts von 25 Millionen Arbeitslosen [in der EU] und einer Jugendarbeitslosigkeit, die so hoch ist wie nie zuvor, muss man das Potenzial der Wissenschaft nutzen und in ungewohnten Bahnen denken. Und man muss dabei das Ziel im Blick behalten, Wachstum und Beschäftigung wieder anzukurbeln und die Staatsfinanzen zu sanieren. Klar ist, das europäische Wohlfahrtsmodell hat sich schon lange überlebt und hätte weit vor der Krise einer neuer Wirklichkeit angepasst werden müssen."
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