Kathimerini - Griechenland | Mittwoch, 18. Juli 2012
Privatisierung bringt Griechenland nicht weiter
Die griechische Regierung will Privatisierungen beschleunigen, um die Staatseinnahmen zu erhöhen. 2011 erwartete die Troika 50 Milliarden Euro Einnahmen durch Privatisierungen, einem aktuellen Bericht des Fonds für die Verwertung des Öffentlichen Vermögens zufolge sind nun nur mit sieben Milliarden Euro zu rechnen. Die konservative Tageszeitung Kathimerini hält es für fraglich, ob Griechenland bei diesen Aussichten überhaupt Privatisierungen vornehmen sollte: "Wie viele anderen Berechnungen der Troika erwies sich auch die zur Privatisierung als zu optimistisch und unrealistisch. Es sei denn, die Troika hat bei der Schätzung auch den Verkauf latenter Vermögenswerte wie Boden- oder Unterwasserschätze berücksichtigt. … Das Land muss eine historische Entscheidung treffen, die sein Schicksal für Jahrzehnte bestimmen könnte: Wird das Land Vermögen und Ressourcen mit strategischer Bedeutung - wie zum Beispiel die Kontrolle über den Energie- und Wassersektor, Häfen oder Flughäfen - abgeben, um seine Schulden um sieben Milliarden Euro zu reduzieren? Wie sehr wird dem zerstörten Land und seinen Bürgern diese Schuldenreduzierung helfen?"
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