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Polska - Polen | Freitag, 20. Juli 2012

Polen keine Insel der Glückseligen mehr

Nach Schätzungen des polnischen Wirtschaftsministeriums vom Mittwoch wird das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorquartal um mindestens 0,5 Prozent auf eine Marke von unter drei Prozent sinken. Zudem hat die Regierung Anteile der halbstaatlichen Bank PKO BP verkauft, um den defizitären Staatshaushalt aufzubessern. Das sind Hinweise darauf, dass Polen eine schwere Zeit bevorsteht, glaubt Adam Buła von der konservativen Tageszeitung Polska: "Premier Tusk, der bereits einen schwierigen Herbst angekündigt hat, weiß somit genau, was er sagt. Doch damit mich jetzt keiner falsch versteht: Die polnische Wirtschaft hat sich bislang tatsächlich erstaunlich gut gehalten und schlägt sich nicht schlecht dafür, dass wir die nächste Stufe einer weltweiten Krise erreicht haben. Doch werden wir diesmal nicht ungeschoren davonkommen. Wir werden keine Insel der Glückseligen mehr sein. ... Unsere aufstrebende Volkswirtschaft wird gebremst, weil es kein Geld mehr aus den EU-Kassen gibt, das wir für Investitionen verwenden können. Und Europa, das sich in einer Rezession befindet, wird immer weniger bei unseren Exporteuren bestellen."

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