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Svobodata - Bulgarien | Donnerstag, 19. Juli 2012

Jedes Land kann Ziel von Terrorismus werden

Das kleine und wirtschaftlich unbedeutende Bulgarien, das traditionell gute Beziehungen zum Nahen Osten pflegt, galt bislang als sicheres Land, das keine terroristischen Anschläge fürchten muss, analysiert das Meinungsportal Svobodata. Der Bombenanschlag am Mittwoch habe die Bulgaren nun eines Besseren belehrt: "Die Vorstellung, dass wir abseits des größten Konflikts des 21. Jahrhunderts stehen, hat sich als Mythos enttarnt. Der Wahnsinn, der am 11. September 2001 in New York seinen Anfang nahm, hat auch Bulgarien nicht verschont. Offenbar gibt es in Zeiten des internationalen Terrorismus keine großen und kleinen Völker. Es gibt nur mehr oder weniger bequeme Anschlagsziele und Einschüchterungsaktionen, deren Wert allein in ausgelöschten Menschenleben gemessen wird. Die Hoffnung, dass kleinere Völker der islamischen Barbarei entkommen können, hat sich als trügerisch erwiesen. Ebenso wie die Illusion, dass uns die Terroristen wohl gesinnt sind, weil Bulgarien während des Kommunismus gute Geschäfte mit ihnen gemacht und Waffen gegen Drogen ausgetauscht hat. Das haben die Ereignisse vom Mittwoch gezeigt."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 20. Juli 2012

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