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Hospodářské noviny - Tschechien | Dienstag, 24. Juli 2012

Oswaldo Payá war der kubanische Václav Havel

Bei einem Autounfall in der Nacht zum Montag ist der kubanische Dissident Oswaldo Payá ums Leben gekommen. Seine Tochter vermutet einen Anschlag als Hintergrund. Payá war vom früheren tschechischen Präsidenten Václav Havel drei Mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Die Wirtschaftszeitung Hospodářské noviny würdigt Payá in einem Nachruf: "Mit einer Petition 2002, die an die Charta 77 [die Petition gegen die damalige Regierung der Tschechoslowakei und die gleichnamige Bürgerrechtsbewegung] erinnerte, einte er die kubanische Opposition. Für das kommunistische Regime war Payá von Kindheit an eine harte Nuss, vor allem wegen seines festen katholischen Glaubens. Als Soldat weigerte er sich, politische Gefangene zu eskortieren. Das brachte ihm drei Jahre Arbeitslager ein. Zweimal versuchte er, bei Wahlen als Unabhängiger zu kandidieren. Es wurde ihm untersagt. Er hätte - ebenso wie Havel - eine Schlüsselfigur beim Übergang Kubas zur Demokratie werden können. Auf ausländische Unterstützung aber wollte Payá sich nicht verlassen."

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