Sme - Slowakei | Mittwoch, 25. Juli 2012
Serbien stellt sich in Kosovofrage der Realität
Der neue serbische Premier Ivica Dačič hat unlängst der EU signalisiert, dass die KFOR-Truppen künftig auch im Norden des Kosovo tätig werden könnten. Bislang hatte Belgrad das abgelehnt, weil es den Nordkosovo als Teil Serbiens ansieht. Diesem wachsenden Realismus sollte sich die Slowakei anschließen, meint die liberale Tageszeitung Sme, und endlich auch den Kosovo als selbstständig anerkennen: "Mit gutem Willen kann man die Worte von Dačič als Eingeständnis betrachten, dass der Kosovo für Belgrad verloren ist. Freilich darf man nicht vergessen, dass Präsident Tomislav Nikolič im Juni sagte, dass Belgrad immer den Kosovo wählen würde, wenn es die Wahl zwischen ihm und der EU hätte. Die Rückkehr der serbischen Politiker zu den Realitäten wird also noch dauern. Die Slowakei könnte die positive Entwicklung unterstützen, indem sie endlich den Kosovo anerkennt und aufhört zu helfen, die nationalen Mythen von Nikolič und Co. am Leben zu erhalten."
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Alle verfügbaren Texte von » Peter Morvay
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