Libération - Frankreich | Freitag, 27. Juli 2012
Der Sport kommt in London zu kurz
Am heutigen Freitag werden die XXX. Olympischen Sommerspiele in London eröffnet. Die linksliberale Tageszeitung Libération befürchtet, dass zwischen Sponsoring und Anti-Terror-Maßnahmen der Sport selbst untergeht: "Großbritannien ist so alt, dass es verschiedene Sportarten erfunden hat, darunter sogar die Marathon-Distanz. Jedoch garantiert diese lange Tradition noch lange nicht den Erfolg der Spiele, wie ihn sich der unpopuläre Premierminister David Cameron wünschen würde. ... Die Furcht vor einem Attentat gerät zur Paranoia, mit Raketen auf den Dächern in der Nachbarschaft der Stadien, mit Scharfschützen in Helikoptern und dem Verbot für Londoner Bürger, sich den olympischen Anlagen zu nähern. Sponsoren beherrschen die Stadien und sogar die Badezimmer der Athleten. Seife oder Klopapier anderer Marken sind verboten und dieses Verbot wird auch kontrolliert. Wo bleibt da der Sport?"
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