Svenska Dagbladet - Schweden | Freitag, 27. Juli 2012
Internet-Zugang für Breivik gefährlich
Der geständige norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik führt nach norwegischen Presseberichten vom Gefängnis aus einen regen Briefwechsel mit dem Ziel, ein internationales Netzwerk von Gleichgesinnten aufzubauen. Nach der Urteilsverkündung Ende August soll er, falls er als unzurechnungsfähig eingestuft und in der Psychiatrie untergebracht wird, Zugang zum Internet erhalten. Sanna Rayman stellt im Blog der konservativen Tageszeitung Svenska Dagbladet Norwegens Zugeständnisse an Breivik in Frage: "Im Fall Breivik ist offensichtlich, dass er ein sehr aktives Internet-Leben führte. ... Ihm entgegenzukommen, indem man ihm mehr Raum für dieses Leben gibt, wirkt, gelinde gesagt, schlecht durchdacht. ... Breivik hat sich als geduldig erwiesen. Das sieht man jetzt daran, dass er noch immer beharrlich versucht, seine Projekte zu verwirklichen, wenn auch momentan per Brief. Könnte ich darüber entscheiden, dann hätte er weder Internet noch die Möglichkeit, Korrespondenzen zu führen. Ein Fernseher, vielleicht mit ständigen Wiederholungen von 'Sex & The City', erscheint mir angemessener."
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