De Standaard - Belgien | Freitag, 27. Juli 2012
Kinder dürfen nicht unter Freiheit der Eltern leiden
Gut zehn Jahre nach Einführung der registrierten Partnerschaft ist diese Form des Zusammenlebens in Belgien fast so populär wie die Ehe. Das belegt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Antwerpen. Die liberale Tageszeitung De Standaard begrüßt es, dass die belgischen Bürger selbstbewusst die für sie richtige Form der Partnerschaft wählen und überlegt, wo sich der Staat einmischen sollte, und wo nicht: "Der Staat hat mit den Partnerschaften seiner Bürger nichts zu tun, findet man - zu Recht. Wir entscheiden selbst, ob und wie wir mit jemandem zusammenleben. Aber andererseits kommt der Staat um eine gewisse Einmischung nicht herum. Und sei es nur, weil er entscheiden muss, wie er die Steuern berechnet und ob er eher Singles oder Familien unterstützt. ... Auch kommen Fragen über die Stellung von Kindern auf. Insgesamt scheint man gut aufzupassen, dass die 'Rechte' der Kinder nicht durch die Entscheidung der Eltern berührt werden. Doch es stellt sich die Frage, wie man bei all den verschiedenen Formen des Zusammenlebens ein optimales Erziehungsklima garantieren kann. Mit dieser Frage muss man sich auseinandersetzen, ohne in die unangebrachte Nostalgie zurück zu fallen, dass früher alles besser war."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Gesellschaft, » Belgien
Alle verfügbaren Texte von » Guy Tegenbos
» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 27. Juli 2012