Diário de Notícias - Portugal | Freitag, 27. Juli 2012
Goldmedaille für Romney im Fettnapf-Treten
Gäbe es bei den Olympischen Spielen einen Wettbewerb im Fettnapf-Treten, hätte der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Mitt Romney, die Goldmedaille verdient, denn während seines London-Besuchs ging so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen konnte, ironisiert die Tageszeitung Diário de Notícias: "Seine Fauxpas werden wohl die Wahl im November nicht beeinflussen. ... Er hätte es sich aber sparen können, uns alle daran zu erinnern, dass mit ihm ein unfähiger Diplomat an die Spitze des mächtigsten Landes der Welt gewählt werden könnte. Das Problem war nicht, dass er den Namen von Ed Miliband, dem Chef der Labour-Partei, vergessen hatte oder dass er es für nötig befand, zu erwähnen, dass er sich mit dem Chef des britischen Geheimdiensts getroffen habe. ... Schlimmer war, dass er als Gast in fremdem Hause Bedenken über die Organisation der Spiele äußerte: Er kritisierte nicht nur die allgemeine Sicherheit und den Streik von Zoll-Mitarbeitern, sondern stellte sogar die Fähigkeit der Briten infrage, die Spiele zu genießen. Als Präsidentschaftskandidat müsste er wissen, dass es eigentlich ein Muss ist, für sein Land zu lügen."
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