TVXS - Griechenland | Sonntag, 29. Juli 2012
Kaltblütige Privatisierungen in Griechenland
Die griechische Regierung hat die Teilprivatisierung und Zerschlagung der angeschlagenen staatlichen ATE-Bank beschlossen. Das teilte die griechische Zentralbank am Freitag mit. Demnach sollen die Verlustgeschäfte der Bank unter staatliche Kontrolle gestellt werden, der gesunde Rest des Geschäfts geht an die Piräus-Bank. Das Webportal tvxs kritisiert diese Entscheidung: "Wie und durch welche Verfahren wurde die Teilung der ATE-Bank in eine gute und eine schlechte Hälfte entschieden? Anhand welcher Kriterien, auf welchen Berichten basierend? Wann wurde das Parlament darüber informiert? ... Diese eilige Entscheidung des Ausverkaufs der ATE-Bank hat einen praktischen Sinn und auch eine Botschaft: Sie zeigt, wie man Vorkehrungen trifft, um das Eigenkapital der Banken und das Vermögen der politischen Elite zu schützen. … Die herrschende Klasse schickt die Botschaft an ihre Bosse im Ausland und an die Bürger im Inland, dass sich die gewaltsame Umstrukturierung zu Gunsten des Parasitismus fortsetzen wird - ohne das geringste Zögern und an der Grenze der formalen Legalität."
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